Vom Nottrainer zum Heilsbringer Professor McNamara ist Biels neuer Punktelieferant

Biels Nottrainer Mike McNamara sieht nicht nur aus wie ein Professor. Der Schnauzträger ist auch einer.

Nach Punktesegen: EHC Biel engagiert Mike McNamara fix als Trainer play
Hat den Durchblick: NLA-Coach statt Rente. Mike McNamara brachte Biel wieder auf Kurs. Keystone
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NLA Schweiz

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 SC Bern 39 120:89 83
2 ZSC Lions 40 127:97 80
3 EV Zug 37 116:82 78
4 Lausanne HC 39 130:102 74
5 EHC Biel 40 118:116 56
6 HC Lugano 41 115:137 55
7 HC Davos 38 114:107 54
8 Genf-Servette HC 40 100:111 54
9 EHC Kloten 39 114:130 46
10 SCL Tigers 40 94:118 45
11 HC Ambri-Piotta 39 97:123 41
12 HC Fribourg-Gottéron 38 98:131 39

Eishockey

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Eigentlich sollte Mike McNamara beim EHCB den Platzhalter spielen, bis ein neuer Trainer gefunden wird. Doch unter dem 67-Jährigen holt Biel zwei Punkte pro Spiel (siehe Box). Die Folge? Nächste Woche wird McNamara als Biel-Trainer bestätigt. «Das ist kein Job. Es ist ein Hobby, das Geld abwirft», so der Junioren-Coach.

Vor fast vierzig Jahren zog es den in Montreal geborenen Franko-Kanadier wegen eines Praktikums in die Schweiz. Er studierte Wirtschaft, Geschichte und Psychologie. Später war McNamara beim Grande Lugano Assistent von John Slettvoll, ehe er Ende der 1980er-Jahre als Chef zu Fribourg wechselte.

An der Saane warf er aber nach bloss zwei Jahren wieder hin. Damals schimpfte er im BLICK: «Ich habe genug von den Welschen. Schon in Villars und Neuenburg gabs Probleme.»

Wo McNamara auch war, die Familie war stets dabei. «Meine drei Töchter besuchten einmal eine italienisch-, dann eine französisch- und schliesslich eine deutschsprachige Schule. Das ging irgendwann nicht mehr.»

McNamara, der mit seinem silbergrauen Schnauz und der Brille auch aussieht wie ein Professor, kehrte 1995 in seine ­Heimat zurück. Und unterrichtete an einer internationalen Schule. Die Fächer? Mathematik, Ökonomie, Psychologie, Geschichte und Sozialwissenschaften.

Nebenbei arbeitete er an ­einem Hockey-Programm. Sein Repertoire besteht mittlerweile aus 200 Übungen. «Mike ist fachlich unglaublich gut», sagt Verteidiger Thomas Wellinger: «Er kann aber auch bissig werden.»

In der Tat! Als im Frühjahr ein Eismeister in Davos einen Bieler Junior zurechtwies, schlug ihm McNamara kurzerhand die Faust ins Gesicht – und löste einen ­Polizeieinsatz aus. Zudem wurde er einst als EVZ-Assi an einer Party ausfällig und darauf von Spielern in den Bach geworfen.

Publiziert am 08.12.2016 | Aktualisiert am 08.12.2016

McNamara wie ZSC-Wallson

Mike McNamara führte den EHC Biel mit sechs Siegen in neun Spielen wieder über den Strich. Doch damit nicht genug: Die Seeländer holen pro Match ganze zwei Punkte. Zum Vergleich: Unter Vorgänger Kevin Schläpfer warens noch 1,24 Zähler pro Spiel. Damit steht McNamara mit ZSC-Coach Hans Wallson auf einer Stufe (ebenfalls 2 Punkte pro Spiel). Die Nummer 1 der Liga ist SCB-Coach Kari Jalonen. Bern holt 2,1 Punkte. Ebenfalls noch vor Biel und dem ZSC befindet sich Zug. Die Zentralschweizer holen mit Trainer Harold Kreis 2,04 Punkte pro Spiel.

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1 Kommentare
  • Werner  Müller 08.12.2016
    Ein Juniorentrainer hat mit der gleichen Mannschaft sofort mehr Erfolg, als Kevin Schläpfer. Warum? Weil er einfach kompetent ist. Der Laferi war und ist es nicht. Aber er kann sich halt gut verkaufen. Solche Leute sind heute beliebter als die, die wirklich was können.