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Das Team von John van Boxmeer verlor das sechste Spiel gegen den EV Zug mit 1:3 und die Serie mit 2:4. Rafael Diaz schoss den EVZ in den zehnten Playoff-Halbfinal seiner Klubgeschichte. Der Verteidiger entschied die Partie mit einem Powerplaytor sieben Minuten vor Spielende zum 2:1. Diaz beendete ein Gestocher vor dem SCB-Gehäuse mit dem siegweisenden Treffer zum achten Heimsieg der Zentralschweizer in Folge.
Corsin Camichel machte mit seinem vierten Treffer in dieser Serie, einem Schuss ins verlassene Tor, den Sieg der Zentralschweizer 22 Sekunden vor dem Abpfiff perfekt. Der EVZ trifft ab Samstag in den Halbfinals auf die Kloten Flyers. Spiel 1 findet in Kloten statt. Dreimal in den letzten vier Playoffs ist der SC Bern damit als Qualifikationssieger bereits in den Viertelfinals gescheitert. Dabei waren die Berner nach Spielmitte noch durch einen Shorthander von Ivo Rüthemann in Führung gegangen.
Thoresen, der Erlöser
Während im Landwassertal noch tiefer Winter herrscht, haben im Südtessin die ersten scheuen Vorboten des Frühlings Einzug gehalten. Von einer Sommerpause wollten die Bianconeri gestern aber noch nichts wissen; für Badeferien ist die Wetterlage selbst im Tessin noch nicht stabil genug.
In einem Zwischenhoch befindet sich allerdings der HC Lugano; gestern glückte den Bianconeri der erste Heimsieg der Serie und der zweite Triumph über den HC Davos in Folge. Trainer Hannu Virta wartet aber weiter auf den ersten Sieg nach der regulären Spielzeit – und das mittlerweile seit 18 Spielen.
Die Tessiner legten die Basis zum Sieg allerdings erst im letzten Drittel – trotz eines engagierten Sturmlaufs von Anfang an. Lange Zeit wollte den Bianconeri trotz enormer Anstrengungen nichts Zählbares gelingen. Ob aus der Ferne oder von ganz nah – Leonardo Genoni hielt Lugano in den ersten beiden Dritteln auf Distanz.
Seine Vorderleute hatten gestern nicht so starke Nerven; Beat Forster mit einem Fehler und Michel Riesen mit einem unnötigen Stockschlag jagten Luganos Angriffsbemühungen quasi durch den Durchlauferhitzer.
Scharfschütze vom Dienst
Die Logik der Serie brachte natürlich aber auch noch den späten Ausgleich: Michel Riesen, der Scharfschütze vom Dienst, buchte aus seiner bevorzugten Position auf Pass seines bevorzugten Assistenten Reto von Arx. Für die Entscheidung sorgten Thoresen mit einem versenkten und David Aebischer mit fünf gehaltenen Penaltys.
Und wie stehen die Chancen am Donnerstag? Die Bündner haben sich in den letzten beiden Jahren jeweils erst im siebten Spiel für den Halbfinal qualifiziert (2007 3:0 gegen Zürich, 2008 4:0 gegen Zug), Lugano gewann 2006 die Belle gegen den Kantonsrivalen Ambri mit 5:1 und wurde später Meister. (Dino Kessler)
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | EV Zug | 50 | 173:131 | 98 |
| 2 | HC Davos | 50 | 155:117 | 98 |
| 3 | HC Fribourg-Gottéron | 50 | 156:120 | 94 |
| 4 | Kloten Flyers | 50 | 158:117 | 91 |
| 5 | SC Bern | 50 | 153:130 | 87 |
| 6 | HC Lugano | 50 | 152:150 | 79 |
| 7 | ZSC Lions | 50 | 136:129 | 77 |
| 8 | EHC Biel | 50 | 114:128 | 68 |
| 9 | Servette Genf | 50 | 117:126 | 67 |
| 10 | SCL Tigers | 50 | 124:166 | 52 |
| 11 | HC Ambri-Piotta | 50 | 102:153 | 49 |
| 12 | Rapperswil-Jona Lakers | 50 | 99:172 | 40 |