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Todd Elik: «Wir werden das schaffen!»

  • Publiziert: 02.02.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Peter Pflugshaupt

Im ersten Spiel gleich der Matchwinner. Im BLICK-Interview sagt Todd Elik (42), warum er nicht gern der Star ist.

Blick: Todd, wie gehts Ihnen am Tag nach dem Tigers-Comeback?
Todd Elik:
Grossartig. Es war ein Supergefühl wieder in Langnau zu spielen.

Waren Sie zufrieden mit Ihrer persönlichen Leistung?
Ich war sehr nervös. Ich bin 42 Jahre alt, da muss ich meine Kräfte einteilen. Aber als Profi musst du bereit sein, auch nach kurzfristigen Transfers ohne grosse Vorbereitung deine Leistung abzurufen.

Was ging Ihnen durch den Kopf, als sie vor dem Spiel in die ausverkaufte Halle kamen und die Fans tobten?
Ich dachte nur. Danke! Danke vielmal! Ich war emotional geladen und sehr nervös.

Warum werden Sie von den Leuten in Langnau so geliebt?
Ich weiss es auch nicht genau. Gegenseitiger Respekt? Sie arbeiten hart und ich arbeite und spiele hart. Es sind ehrliche Menschen und ich spiele ehrliches Eishockey, das merken sie.

Sie wurden von Fans als neuer Held empfangen und gefeiert…
Ich bin nicht gerne ein Held.

Warum nicht?
Ach, ich bin einfach ein Spieler, mehr nicht. Ich bin gekommen, um dem Team zu helfen und nicht um ein Star zu sein. Es sind gute Jungs und ich bin beeindruckt, was sie draufhaben.

Das ganze Interview und ob Elik in Langnau schon im Ausgang war, lesen Sie im Montags-BLICK.

Genial – Elik ist zurück

Jetzt ist die Playoff-Teilnahme für die SCL Tigers Pflicht. Verdient haben es die Emmentaler längst, weil im Sport jeder Erfolg verdient ist. Aber wir wollen Todd Elik im Playoff sehen, wollen sehen, wie der Amok im Viertelfinal den Qualisieger mit seinen Pässen, Toren und Untaten aus dem Konzept hebelt.

Elik wieder seinen Wurzeln zuzuführen war ein gewagter, aber goldrichtiger Entscheid der Emmentaler PR-Strategen. Wird der Kanadier Amok laufen? Vielleicht. Ich habe mit Todd beim EV Zug gespielt.

Lustig war es, ihn selbst mitzuerleben und die Berichterstattung in den Zeitungen zu verfolgen. Ging es da um den gleichen Spieler? Die Schreibe war meist von seinen Strafen, seiner Disziplinlosigkeit, den Eskapaden im Ausgang.

Seine Genialität verkam zur Nebensächlichkeit, seine professionelle Einstellung sowieso. Vielfach hat er die Bar als letzter Zecher verlassen, klar. Dafür stand er aber am nächsten Morgen als erster auf dem Eis. Seine Arbeitseinstellung ist vorbildlich, seine Pässe sind Zucker, vor dem Tor ist er kaltblütig, seine Scheibenkontrolle ist wie aus dem Lehrbuch.

Aber ist er nicht 42? Na und? Eigentlich sollte das Alter eines Sportlers geheim gehalten werden, damit ausschliesslich über die Leistung gerichtet wird. Wer nicht mehr genügt, wird nicht mehr eingesetzt, ungeachtet des Alters.

In der Garderobe sorgt Elik für Emotionen, nimmt kein Blatt vor den Mund; sportliche Mängel spricht er an, kritisiert schon mal die Mitspieler. Das ist nicht immer angenehm, sorgt aber für klare Verhältnisse.

Schlimm wird es, wenn Elik Unrecht oder Hinterlist wittert: Während eines Gala-Diners stauchte er einst den selbsternannten Schweizer Hockey-Papst unter den Journalisten auf einer Toilette so zusammen, dass dieser vor Angst nur noch gewimmert hat. Dabei habe er sich nur über die mangelnde Fachkompetenz dieses Herren beschwert, meinte Elik später herzlich lachend.

Von Dino Kessler
play Todd Elik traf gegen Lugano im Penaltyschiessen. (Keystone)

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Eishockey

National League A

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Runde 50 National League A

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 EV Zug 50 173:131 98
2 HC Davos 50 155:117 98
3 HC Fribourg-Gottéron 50 156:120 94
4 Kloten Flyers 50 158:117 91
5 SC Bern 50 153:130 87
6 HC Lugano 50 152:150 79
7 ZSC Lions 50 136:129 77
8 EHC Biel 50 114:128 68
9 Servette Genf 50 117:126 67
10 SCL Tigers 50 124:166 52
11 HC Ambri-Piotta 50 102:153 49
12 Rapperswil-Jona Lakers 50 99:172 40