Alle Liveticker Live-Center

ZSC Lions landen 6:1-Kantersieg beim EV Zug Seger: «Jeder hat sich aufgeopfert»

  • Publiziert: 19.03.2010, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Dino Kessler

Zürich fiebert der grossen Show in Oerlikon entgegen: Erzwingt der ZSC morgen im Hallenstadion die Belle? Captain Mathias Seger kennt das Rezept.

Die ZSC Lions haben wieder einen Puls. Nach drei Niederlagen in Serie und mit dem Rücken zur Wand gelingt den Stadtzürchern in der Zuger Herti eine Glanzleistung: Zug wird komplett aus den Angeln gehoben und scheitert an den ZSC Lions – nicht bloss an Ari Sulander, Mathias Seger oder Radoslav Suchy.

Herrschte beim EVZ das grosse Zittern vor dem entscheidenden Sieg? Die Zürcher nützen defensive Unsicherheiten der Zentralschweizer gnadenlos und kühl aus: Vor dem 1:0 in Unterzahl (!) lässt ZSC-Vorkämpfer Mathias Seger zwei Zuger wie übermotivierte Junioren an seiner Rüstung abprallen – und legt massgerecht für Thibaut Monnet auf.

Sulander ist wieder «Die Wand»

Das 2:0 erzielt Alexei Krutow so, wie nur er Tore erzielen kann: Nach einem scheinbar kopflosen Sturmlauf durch die gegnerischen Reihen verlädt der Russe mit Schweizer Lizenz erst Verteidiger DuPont und schliesslich auch noch den gestern schwachen Goalie Jussi Markkanen.

Und da war auch wieder Ari «Die Wand» Sulander: unüberwindbar, souverän, cool. Zum ersten Mal in dieser Serie war er besser als sein Landsmann im Zuger Tor. Sulo – ein wahrer Held, vorerst für ein Spiel.

Unter den Augen des in Baar wohnhaften ehemaligen Formel-1-Weltmeisters Kimi Räikkönen (für den in der Zuger Herti ein Arbeitsbereich abgesperrt wurde) erarbeiten sich die Zuger schon im ersten Drittel ein klares Chancenplus.

Paradelinie spielt endlich im Playoff-Modus

Aber es ist nichts mehr so, wie es in den Spielen zuvor war: Die Zürcher kämpfen um jeden Meter Eis. Sie spielen kompakt. Sie unterstützen einander. Sie verteidigen aggressiv, aber niemals kopflos. Und sie sind im Angriff endlich effizient. Auch darum, weil die wiedervereinigte (und nominell beste) Sturmlinie mit Wichser, Monnet und Gardner plötzlich in den Playoff-Modus gewechselt hat.

Vor dem Spiel hatte Coach Sean Simpson die Hoffnung geäussert, dass mit dem richtigen Einsatz auch das Glück auf die Seite der Zürcher wechseln würde. Zum Entscheidungsspiel am nächsten Dienstag (wieder in Zug) fehlt den Zürchern jetzt nur noch ein richtig gutes Spiel morgen im Hallenstadion.

Kloten schafft das Break, Fribourg verpasst Entscheidung

Die Kloten Flyers schaffen in Davos das Break und können nun im nächsten Heimspiel die Halbfinals erreichen. Die Flyers gehen dank eines starken Solos von Roman Wick in der sechsten Minute in Führung. Joggi ist fünf Minuten später in Überzahl für den Ausgleich verantwortlich.

In der Schlussphase ist aber gegen Tommy Santala kein Kraut gewachsen. Zunächst bringt der Topskorer der Flyers seine Farben in der 58. Minute in Führung, ehe er mit dem 3:1 ins leere Tor den Sack zu macht.

Der Sieg der Flyers war angesichts des klaren Chancenplus im Schlussdrittel verdient, muss aber eventuell teuer bezahlt werden. Schon in der siebten Minute scheidet Captain Rothen mit einer Knieverletzung aus. Ob er im nächsten Spiel dabei sein kann, ist noch offen.

Das Spiel in Genf startet mit einem Paukenschlag. Genf geht schon nach 19 Sekunden durch Suri in Führung, nach etwas mehr als einer Minute steht es dank Abplanalp aber bereits 1:1. Aber das Genfer Start-Feuerwerk dauert länger als das der Gäste, denn in der vierten Minute erhöht Rivera bereits auf 2:1.

In der Folge macht sich Fribourg mit Strafen das Leben schwer. Erst die fünfte Überzahl können die Genfer jedoch ausnutzen. Suri bringt die Gastgeber mit seinem zweiten Treffer vorentscheidend in Front – vermeintlich. Denn im Schlussdrittel drehen die Gäste auf. Erst verkürzt Benjamin Plüss mit einem Solo, nur zwei Minuten später erzielt Bykow den Ausgleich. Es geht in die Verlängerung.

Dort setzt sich dann aber doch das Heimteam durch. Malik trifft in der siebten Minute der Verlängerung in Überzahl. Mit dem 4:3-Sieg kann Servette den Kopf aus der Schlinge ziehen, doch Fribourg hat im Heimspiel den nächsten Matchpuck. (Si/sme)

Die auführlichen Spielberichte finden Sie im BLICK vom Freitag.

Vorteil für die Lakers, Biel verkürzt

Im Kampf gegen den Abstieg aus der NLA kann Ambri-Piotta den ersten von drei Matchpucks nicht nutzen . Die Tessiner verlieren das fünfte Spiel in Biel 1:4 und führen nur noch 3:2. In der zweiten Serie liegt der Vorteil auf Seiten von Rapperswil-Jona.

Der EHC Biel (9.) wahrt gegen Ambri-Piotta (12.) zumindest die Chance auf den vorzeitigen Klassenerhalt. Biel dominiert das fünfte Spiel, benötigt nun aber am Samstag endlich einen Sieg in der Leventina.

Die SCL Tigers vergeben in Rapperswil-Jona (1:3) eine ausgezeichnete Chance für das notwenige Break. Zwischen der 21. und 60. Minute lautet das Schussverhältnis 34:15 zu Gunsten der Emmentaler, mit Ausnahme von Matthias Bieber (40.) nutzt aber kein Tigers-Spieler seine Chance. Die zum zweiten Mal in Folge siegreichen Lakers (21:5 Schüsse im ersten Drittel) beschränken sich nach der 2:0-Führung durch Sébastien Reuille und Niklas Nordgren praktisch ausschliesslich auf die Defensivarbeit. (Si/sme)

Zug - ZSC Lions 1:6 (0:2, 1:2, 0:2)

Herti. – 6380 Zuschauer (ausverkauft). – SR Kurmann/Massy, Abegglen/Kaderli.

Tore: 7. Monnet (Seger, Signoretti/Ausschluss Alston!) 0:1. 16. Krutow 0:2. 24. Gardner (Monnet, Adrian Wichser) 0:3. 30. (29:34) Holden (Fabian Schnyder/Ausschluss Damien Brunner!) 1:3. 31. (30:07) Patrik Bärtschi (Signoretti, Seger/Ausschluss Damien Brunner) 1:4. 48. Down (Krutow, Patrik Bärtschi) 1:5. 55. Seger (Down, Bastl/Ausschluss Snell) 1:6. – Strafen: 8mal 2 Minuten gegen Zug, 7mal 2 Minuten gegen ZSC Lions. – PostFinance-Topskorer: Holden; Patrik Bärtschi.

Zug: Markkanen; Diaz, Patrick Fischer II; Dupont, Oppliger; Kress; Blaser; Snell; Damien Brunner, Holden, Fabian Schnyder; Björn Christen, Ruefenacht, McTavish; Di Pietro, Steinmann, Fabian Lüthi; Duri Camichel, Corsin Camichel.

ZSC Lions: Sulander; Reist, Suchy; Seger, Signoretti; Schelling, Geering; Patrik Bärtschi, Down, Krutow; Gardner, Adrian Wichser, Monnet; Bastl, Alston, Bühler; Kostovic, Grauwiler, Ryser.

Bemerkungen: Zug ohne Boumedienne (überzähliger Ausländer). ZSC Lions ohne Pittis, Sejna, Trudel und Schommer (alle verletzt).

Genève-Servette - Fribourg 4:3 (2:1, 1:0, 0:2, 1:0) n.V.

Les Vernets. – 7202 Zuschauer (ausverkauft). – SR Eichmann/Stricker, Mauron/Schmid.

Tore: 1. (0:19) Suri (Trachsler, Rivera) 1:0. 2. (1:16) Marc Abplanalp (Bykow) 1:1. 4. Rivera 2:1. 35. Suri (Toms/Ausschluss Collenberg) 3:1. 51. Benny Plüss (Lauper, Birbaum) 3:2. 53. Bykow (Benny Plüss, Lauper) 3:3. 67. (66:08) Malik (Salmelainen, Kolnik/Ausschluss Collenberg) 4:3. – Strafen: 1mal 2 plus 5 Minuten (Rubin) plus Matchstrafe (Rubin) gegen Genève-Servette, 6mal 2 plus 5 Minuten (Collenberg) plus Spieldauer (Collenberg) gegen Fribourg. – PostFinance-Topskorer: Salmelainen; Aubin.

Genève-Servette: Tobias Stephan; Gobbi, Jonathan Mercier; Vukovic, Malik; Höhener, Breitbach; Goran Bezina; Rivera, Trachsler, Suri; Toms, Rubin, Kolnik; Déruns, Savary, Salmelainen; Maurer, Hürlimann, Florian Conz; Pivron.

Fribourg: Caron; Ngoy, Birbaum; Collenberg, Marc Abplanalp; Lukas Gerber, Marc Leuenberger; Loeffel, Voisard; Ouellet, Mowers, Lachmatow; Sprunger, Bykow, Benny Plüss; Casutt, Jeannin, Knoepfli; Lauper, Aubin, Wirz.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Cadieux (verletzt), Fribourg ohne Heins (gesperrt), Ciaccio, Leblanc, Hasani und Botter (alle verletzt). – Timeout Genève-Servette (43.).

Davos - Kloten Flyers 1:3 (1:1, 0:0, 0:2)

Vaillant-Arena. – 4937 Zuschauer. – SR Reiber/Stalder, Wehrli/Wirth.

Tore: 6. Wick (Rintanen) 0:1. 13. Joggi (Widing/Ausschluss Jenni) 1:1. 58. Santala (Rintanen/Ausschluss Setzinger) 1:2. 59. Santala 1:3. – Strafen: Je 5mal 2 Minuten. – PostFinance-Topskorer: Reto von Arx; Santala.

Davos: Genoni; Forster, Tallarini; Grossmann, Ramholt; Back, Jan von Arx; Taticek, Reto von Arx, Bürgler; Setzinger, Marha, Widing; Marc Wieser, Rizzi, Dino Wieser; Carbis, Joggi, Sciaroni; Gartmann, Donati.

Kloten: Rüeger; Forrest, Winkler; Von Gunten, Schulthess; Sidler, Du Bois; Rintanen, Santala, Wick; Rothen, Kellenberger, Stancescu; Bell, Liniger, Jenni; Hollenstein, Bodenmann, Lindemann; Jacquemet.

Bemerkungen: Davos ohne Guggisberg, Stoop, Lüssy (alle verletzt), Salmonsson, Untersander und Wellinger (alle überzählig), Kloten ohne Hamr, Welti und Zeiter (alle verletzt). -- 700. NLA-Spiel (und für Davos) von Captain Sandro Rizzi (32). – 7. Rothen mit Knieverletzung ausgeschieden. – Pfosten/Latte: 54. Hollenstein, 55. Wick. – 57:34 Timeout Davos, von 58:47 bis 58:53 ohne Torhüter.

Biel - Ambri-Piotta 4:1 (3:0, 0:1, 1:0)

Eisstadion. – 4547 Zuschauer. – SR Mandioni/Rochette, Arm/Küng.

Tore: 7. Deny Bärtschi (Ehrensperger) 1:0. 9. Nüssli (Himelfarb/Ausschlüsse Duca; Fata) 2:0. 13. Lötscher (Jackman) 3:0. 24. Westrum (Law/Ausschluss Zigerli) 3:1. 49. Bordeleau (Truttmann, Tschannen) 4:1. – Strafen: 5mal 2 plus 5 Minuten (Zigerli) plus Spieldauer (Zigerli) gegen Biel, 7mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. – PostFinance-Topskorer: Bordeleau; Duca.

Biel: Berra; Schneeberger, Steinegger; Jackman, Trunz; Seydoux, Kparghai; Meyer; Ehrensperger, Peter, Deny Bärtschi; Truttmann, Bordeleau, Zigerli; Himelfarb, Fata, Nüssli; Lötscher, Gloor, Mauro Beccarelli; Tschannen.

Ambri-Piotta: Bäumle; Kutlak, Fabian Stephan; Bundi, Rivers; Stirnimann, Marghitola; Walker, Murovic, Demuth; Duca, Westrum, Pestoni; Law, Adrian Brunner, Neff; Mattia Bianchi, Schönenberger, Elias Bianchi; Murovic, Botta.

Bemerkungen: Biel ohne Gossweiler, Tschannen, Fröhlicher, Wetzel und Brown (alle verletzt), und Haas (überzählig), Ambri-Piotta ohne Kobach, Horak, Mattioli, Casserini, Juri, Gautschi, Hofmann (alle verletzt) und Maneluk (überzähliger Ausländer). – Pfostenschuss Stirnimann (27.).

Rapperswil-Jona - SCL Tigers 3:1 (1:0, 1:1, 1:0)

Diners Club Arena. – 3644 Zuschauer. – SR Kämpfer/Prugger, Fluri/Müller.

Tore: 15. Reuille (Berglund, Berger/Ausschluss Murphy) 1:0. 34. Nordgren (Roest, Parati) 2:0. 40. Bieber (Helfenstein, Daigle) 2:1. 60. (59:06) Berglund (Reuille, Roest) 3:1 (ins leere Tor). – Strafen: 7mal 2 plus 10 Minuten (Nordgren) gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 6mal 2 plus 10 Minuten (Sandro Moggi) gegen die SCL Tigers. – PostFinance-Topskorer: Roest; Brooks.

Rapperswil-Jona: Manzato; Pöck, Parati; Sirén, Furrer; Berger, Bucher; Reuille, Paterlini, Berglund; Nordgren, Roest, Friedli; Voegele, Bütler, Rizzello; Küng, Tschuor, Walser; Bruderer.

SCL Tigers: Schoder; Blum, Gmür; Reber, Christian Moser; Lüthi, Murphy; Sandro Moggi, Camenzind, Claudio Moggi; Helfenstein, Bieber, Daigle; Brooks, Gerber, Simon Moser; Schild, Haas, Lemm.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Blatter, Burkhalter, Geyer, Guyaz, Raffainer, Riesen (alle verletzt) und Murley (überzähliger Ausländer), SCL Tigers ohne Flückiger, Naumenko, Sutter (alle verletzt) und Cunti (krank). – 55. Timeout SCL Tigers, von 58:32 bis 59:06 ohne Goalie.

Top 3

1 «Es braucht jetzt Macher!» Unternehmer will halbe Million in Flyers...bullet
2 «Mir sind da für dich» Kloten-Lemm singt Solidaritäts-Song für Flyersbullet
3 Für ein Jahr Verteidiger Meier leihweise zu Bielbullet

Eishockey

National League A

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Runde 50 National League A

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 EV Zug 50 173:131 98
2 HC Davos 50 155:117 98
3 HC Fribourg-Gottéron 50 156:120 94
4 Kloten Flyers 50 158:117 91
5 SC Bern 50 153:130 87
6 HC Lugano 50 152:150 79
7 ZSC Lions 50 136:129 77
8 EHC Biel 50 114:128 68
9 Servette Genf 50 117:126 67
10 SCL Tigers 50 124:166 52
11 HC Ambri-Piotta 50 102:153 49
12 Rapperswil-Jona Lakers 50 99:172 40