Ambri ist nach Punkten pro Spiel das beste Team der Vorbereitung. Bei Vizemeister Bern hingegen steckt der Wurm drin: Nur die Lakers sind schlechter.
Sechs Pleiten in neun Vorbereitungsspielen und nur ein Sieg nach 60 Minuten (4:2 gegen Fribourg) – einzig die Lakers weisen resultatmässig die noch schwächere Bilanz auf als Bern. CEO Marc Lüthi bleibt vor dem Start am Freitag bei Servette trotzdem cool.
Blick: Marc Lüthi, sind Sie schon besorgt?
Marc Lüthi: Ich habe noch nie Vorbereitungsspiele kommentiert.
Dann wird es Zeit, dass Sie dies tun.
Der Fall ist klar: Am Freitag beginnt für uns die Saison mit dem Spiel in Genf. Ab dann zählts. Ich lasse mir wegen der Vorbereitung sicher keine grauen Haare wachsen. Die Zeit, in der man sich Gedanken macht, kommt früh genug. Fragen Sie mich nach zehn Spielen wieder.
Vielleicht frage ich Sie auch schon früher. Schliesslich sind nur die Lakers schlechter als Ihr SCB.
Das ist mir egal. Ich habe schon alles erlebt. Wir hatten resultatmässig schon ausgezeichnete Vorbereitungsspiele und anschliessend in der Saison Mühe, oder umgekehrt. Ich habe gute Spiele oder zumindest gute Ansätze gesehen. Und ich habe auch schlechte Spiele gesehen. Ich bin auf Hockey-Entzug und froh, wenn es am Freitag endlich losgeht.
Das starke und ausgeglichene Kader lässt einiges erhoffen.
Wir werden sehen.
Erfolgreicher trat Ambri auf. Die Biancoblù, die sich im letzten Jahr erst in der Liga-Quali gegen Langenthal vor dem Abstieg retteten, gewannen sechs ihrer sieben Spiele und verloren nur gegen Nowokusnezk (1:2). Doch auch Ambri-Sportchef J.J. Aeschlimann will die Resultate nicht überbewerten.
Blick: J.J. Aeschlimann, hat Ambri das Pulver schon verschossen?
J.J. Aeschlimann: Man darf Freundschaftsspiele nicht überbewerten. Fakt ist, dass wir sicher ein besseres und ein anderes Team besitzen als im letzten Jahr. Wir haben mehr Talent und damit auch mehr Offensivkraft.
Haben Sie voll auf Sieg spielen lassen?
Nein, wir haben regelmässig rotiert und nur die letzten zwei Spiele in der Formation bestritten, wie wir in die Meisterschaft starten wollen. Wir haben auch nie auf zwei Linien umgestellt. Die Stimmung im Team ist gut und wir starten aufgrund der Resultate am Freitag gegen Zug mit einem positiven Gefühl in die Meisterschaft.
| Spiele | Punkte | Punkte/Spiel | |
| Ambri | 7 | 17 | 2.4 |
| Zug | 9 | 19 | 2.1 |
| Servette | 9 | 16 | 1.8 |
| Kloten Flyers | 7 | 12 | 1.7 |
| SCL Tigers | 9 | 15 | 1.7 |
| Davos | 6 | 10 | 1.7 |
| Lugano | 8 | 12 | 1.5 |
| Biel | 10 | 14 | 1.4 |
| ZSC Lions | 10 | 14 | 1.4 |
| Fribourg | 10 | 12 | 1.2 |
| Bern | 9 | 8 | 0.9 |
| Lakers | 7 | 6 | 0.9 |
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Fribourg | 50 | 163:123 | 99 |
| 2 | Bern | 50 | 169:117 | 92 |
| 3 | Zug | 50 | 172:154 | 91 |
| 4 | ZSC Lions | 50 | 152:131 | 89 |
| 5 | Davos | 50 | 170:152 | 81 |
| 6 | Lugano | 50 | 163:139 | 80 |
| 7 | Servette | 50 | 146:139 | 80 |
| 8 | Biel | 50 | 160:161 | 72 |
| 9 | Kloten Flyers | 50 | 151:137 | 69 |
| 10 | Ambri | 50 | 128:178 | 53 |
| 11 | Lakers | 50 | 139:207 | 53 |
| 12 | SCL Tigers | 50 | 117:192 | 41 |