Der EV Zug entscheidet die fünfte Partie des Playoff-Viertelfinals gegen Bern mit 3:2 für sich. Meisterfavoit Bern muss damit am Montag einen Auswärtssieg landen, um nicht auszuscheiden. Zu einem Auswärtssieg kommt auch Lugano.
Da werden böse Erinnerungen wach in Bern. Wie beim Viertelfinal-Out vor Jahresfrist gegen Fribourg verlor der Quali-Sieger Spiel fünf vor heimischem Publikum. Das folgende Auswärtsspiel bedeutete damals das Saisonende.
Nun droht dasselbe Szenario gegen den EV Zug, der seinen ersten Sieg in Bern landen konnte nach siebeneinhalb Jahren. Die Zuger können am Montag mit einem Sieg in den zehnten Playoff-Halbfinal der Klubgeschichte einziehen.
Doppelter Corsin
Die Zentralschweizer verdienten sich das erste Break in dieser Serie mit einer erneut aufopfernden Leistung. Ein Zuger Doppelschlag innerhalb von 31 Sekunden durch Corsin Camichel und Corsin Casutt im Mitteldrittel sorgte für einen 3:0-Vorsprung.
Martin Plüss und Christian Dubé liessen für die Berner noch einmal Hoffnung aufkeimen. Plüss traf noch im Mitteldrittel, Dubé brachte Bern gleich zu Beginn des letzten Abschnitts an den EVZ heran.
Doch nach dem 400. Skorerpunkt von Dubé für den SCB liess sich der erneut imponierende EVZ-Goalie Lars Weibel nicht mehr bezwingen. Weibel parierte 35 Schüsse, während SCB-Goalie Marco Bührers Quote (19 Paraden) erneut deutlich niedriger lag.
Davos vergibt Matchpuck
Davos konnte den ersten Matchpuck gegen Lugano nicht verwerten. Im fünften Spiel der Viertelfinalserie zwischen dem HC Davos und dem HC Lugano kam es zum vierten Mal zur Verlängerung. Dabei gewannen mit 5:4 zum zweiten Mal die Tessiner, die damit auf 2:3 Siege verkürzten.
Den entscheidenden Treffer erzielte Flavien Conne nach 3:48 Minuten der Overtime. Der Stürmer, der zum zweiten Mal in dieser Serie traf, liess HCD-Goalie Leonardo Genoni nach einem Pass von Timo Hebling aus kürzester Distanz keine Chance.
In der regulären Spielzeit hatten die Luganesi viel Moral bewiesen. Sie gerieten 0:2, 1:3 und 3:4 in Rückstand, dennoch retteten sie sich in die Verlängerung. Den Ausgleich zum 4:4 erzielte Johan Fransson in der 58. Minute in Überzahl. Bereits beim 3:3 durch Brady Murray in der 33. Minute hatten die Tessiner mit einem Mann mehr reüssiert. (Si/sme)
Davos - Lugano 4:5 (1:0, 2:3, 1:1, 0:1) n.V.
Vaillant Arena. – 6926 Zuschauer. – SR Kurmann, Bürgi/Marti.
Tore: 9. Jinman (Sykora) 1:0. 24. (23:35) Jinman (Grossmann, Marha/Ausschluss Julien Vauclair) 2:0. 24. (23:58) Nummelin (Murray) 2:1. 28. Riesen (Reto von Arx/Ausschluss Sannitz) 3:1. 29. Tristan Vauclair (Romy) 3:2. 33. Murray (Sannitz/Ausschluss Jan von Arx) 3:3. 42. Sykora (Marha, Taticek/Ausschluss Robitaille) 4:3. 58. Fransson (Thoresen, Nummelin/Ausschluss Rizzi) 4:4. 64. (63:48) Conne (Helbling) 4:5. – Strafen: 10mal 2 Minuten gegen Davos, 10mal 2 plus 10 Minuten (Robitaille) gegen Lugano. – PostFinance- Topskorer: Riesen; Thoresen.
Davos: Genoni; Stoop, Forster; Gianola, Grossmann; Furrer, Jan von Arx; Blatter, Gerber; Riesen, Reto von Arx, Bürgler; Jinman, Marha, Sykora; Guggisberg, Rizzi, Ambühl; Marc Wieser, Taticek, Dino Wieser.
Lugano: Aebischer; Hirschi, Nummelin; Chiesa, Julien Vauclair; Fransson, Helbling; Thoresen, Romy, Murray; Lemm, Robitaille, Sannitz; Näser, Conne, Kostovic; Jörg, Cantoni, Tristan Vauclair.
Bemerkungen: Davos ohne Daigle und Leblanc (beide überzählig). Lugano ohne Domenichelli, Hänni, Paterlini (alle verletzt) und Maneluk (überzählig). – 47. Pfostenschuss Bürgler.
Bärtschi brutal niedergestreckt
Die Partie zwischen Bern und Zug stand im Schatten eines groben Fouls von Jay Harrison. Der Kanadier erwischte Patrik Bärtschi mit einem groben Ellbogencheck und wurde mit einem Spielausschluss bestraft. Bern-Stürmer Bärtschi blieb nach dem brutalen Angriff regungslos auf dem Eis liegen und musste mit einer Trage vom Feld gebracht werden. Glück im Unglück: Im Spital wurde «lediglich »eine schwere Gehirnerschütterung festgestellt. Wie lange Bärtschi ausfallen wird ist noch unklar.
Ebenfalls mit einer groben Attacke machte Simon Gamache auf sich aufmerksam. Der bern-Ausländer schlug Camichel mit dem Stock ins Gesicht und kassierte ebenfalls eine Spieldauer Disziplinarstrafe. (sme)
Bern - Zug 2:3 (0:0, 1:3, 1:0)
PostFinance-Arena. – 17 131 Zuschauer (ausverkauft). – SR Reiber, Arm/Küng.
Tore: 22. McTavish (Dupont) 0:1. 33. Corsin Camichel (McTavish) 0:2. 34. Casutt (Brunner) 0:3. 35. Martin Plüss 1:3. 41. (40:56) Dubé (Rüthemann, Martin Plüss/Ausschluss Diaz) 2:3. – Strafen: 1mal 2 plus 5 Minuten (Gamache) plus Spieldauer (Gamache) gegen Bern, 3mal 2 Minuten plus Matchstrafe (Harrison) gegen Zug. – PostFinance-Topskorer: Dubé; Holden.
Bern: Bührer; Jobin, Josi; Beat Gerber, Philippe Furrer; Carney, Rytz; Gamache, Dubé, Gelinas; Patrik Bärtschi, Martin Plüss, Rüthemann; Bordeleau, Ziegler, Reichert; Daniel Meier, Chatelain, Froidevaux; Trevor Meier.
Zug: Weibel; Diaz, Back; Dupont, Oppliger; Maurer, Harrison; Corsin Camichel, Patrick Fischer, Brunner; McTavish, Holden, Duri Camichel; Casutt, Steinmann, Fabian Schnyder; Lüthi, Bucher, Bodemann.
Bemerkungen: Bern ohne Roche (krank) und Abid (überzählig), Zug ohne Sutter, Di Pietro, Björn Christen, Dominic Meier und Kress (alle verletzt) sowie Isbister (überzählig). – 7. Patrik Bärtschi verletzt ausgeschieden (nach Ellbogen-Check von Harrison). – Pfostenschüsse: 10. Rüthemann, 22. McTavish. – 34. Timeout Bern. – Bern ab 59:09 ohne Torhüter.
Rapperswil-Jona - Ambri-Piotta 3:2 (1:0, 2:1, 0:0)
Diners Club Arena. – 4971 Zuschauer. – SR Stricker, Wehrli/Wirth.
Tore: 8. Berglund 1:0 (Penalty). 24. Westrum 1:1. 33. (32:39) Reuille (Raffainer, Lindström) 2:1. 34. (33:15) Bütler (Berglund, Parati) 3:1. -- Strafen: 1mal 2 plus 10 Minuten (Berglund) gegen Rapperswil-Jona, 3mal 2 Minuten gegen Ambri- Piotta. – PostFinance-Topskorer: Roest; Duca.
Rapperswil-Jona: Streit; Guyaz, Fischer; Voisard, Lindström; Geyer, Parati; Nordgren, Roest, Sirén; Raffainer, Burkhalter, Reuille; Voegele, Bütler, Berglund; Lindemann, Tschuor, Rizzello.
Ambri-Piotta: Krizan; Naumenko, Stephan; Kutlak, Bundi; Celio, Marghitola; Horak; Duca, Westrum, Sciaroni; Murovic, Stirnimann, Demuth; Walker, Schönenberger, Micheli; Christen, Zanetti, Bianchi.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Mitchell (überzähliger Ausländer), Ambri-Piotta ohne Bäumle, Mattioli (beide verletzt), Gautschi (krank) und Wahlberg (überzähliger Ausländer). – Pfostenschüsse: 25. Walker, 28. Raffainer. – 51. Streit wehrt Penalty von Westrum ab. – 53. Timeout Ambri-Piotta.
SCL Tigers - Biel 5:0 (3:0, 1:0, 1:0)
Ilfis. – 6144 Zuschauer. – SR Mandioni, Abegglen/Kaderli.
Tore: 2. Steiner (Christian Moser) 1:0. 12. Claudio Moggi (Gmür, Sandro Moggi/Ausschluss Kobach!) 2:0. 17. Simon Moser (Helfenstein) 3:0. 36. Healey (Setzinger, Bayer) 4:0. 60. (59:44) Helfenstein (Zeiter/Ausschlüsse Zigerli, Stalder) 5:0. – Strafen: 8mal 2 plus 2mal 5 Minuten (Claudio Moggi, Healey) plus Spieldauer (Claudio Moggi, Healey) gegen die SCL Tigers, 17mal 2 plus 2mal 5 (Tschannen, Hill) plus 10 Minuten (Bicek) plus Spieldauer (Tschannen, Hill) gegen Biel. – PostFinance-Topskorer: Kariya; Nüssli.
SCL Tigers: Schoder; Murphy, Blum; Stettler, Kobach; Christian Moser, Gmür; Bayer; Setzinger, Kariya, Healey; Sandro Moggi, Camenzind, Claudio Moggi; Steiner, Sutter, Bieber; Helfenstein, Zeiter, Simon Moser; Adrian Gerber.
Biel: Caminada; Hill, Kparghai; Reber, Gossweiler; Boss, Meyer; Stalder; Banham, Himelfarb, Bicek; Neff, Peter, Nüssli; Truttmann, Tschantré, Tschannen; Randegger, Bärtschi, Lötscher; Zigerli.
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Joggi, Lüthi, Niinimaa, Toms (alle verletzt) und Elik (überzähliger Ausländer), Biel ohne Beccarelli, Brägger, Ehrensperger, Fata, Schneeberger, Steinegger, Wetzel (alle verletzt) und Fröhlicher (gegen SCL Tigers nicht spielberechtigt). – Pfostenschüsse: 42. Zeiter, 47. Bayer.