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Ähnliches hatte Berra vor zwei Jahren schon in Davos erlebt: Dort zog er gegen Leonardo Genoni den Kürzeren, obwohl ihn die Experten im Vergleich mit seinem Konkurrenten im Vorteil sahen. In wichtigen Momenten flatterten bei Berra meist die Nerven. Erst im Playoff-Final 2009 kam Berra zum Handkuss, als er von Arno Del Curto in den entscheidenden Partien gegen die Kloten Flyers aufgestellt wurde – und das Vertrauen rechtfertigte.
Biel-Trainer Kevin Schläpfer traut Berra den nächsten Schritt zu: Erstmals soll er als klare Nummer 1 eine ganze Saison bestreiten. Im letzten Jahr konnte er sich erst in der zweiten Saisonhälfte Profil verschaffen, bei der Operation «Ligaerhalt» war er dann der grosse Rückhalt der Seeländer.
Quasi als Rückversicherung weiss Schläpfer mit Marco Streit (ex Lakers) einen NLA-erfahrenen Mann in der Hinterhand.
Schläpfer: «Streit wird Berra mit Rat und Tat zur Seite stehen – und dazu noch einen gesunden Konkurrenzkampf auslösen.»
Für Berra ist diese Konstellation neu: Bislang hatte er sich den Posten jeweils mit einem gleichaltrigen Kollegen geteilt. Berra sagt: «Ich verstehe mich sehr gut mit Marco Streit, seine Tipps und seine Erfahrung können für mich von grossem Wert sein.»
Die Mischung Jungstar und Routinier kommt für Schläpfer gar dem Idealfall gleich: «Sollte Berra mal einen schwarzen Tag erwischen, haben wir mit Streit eine gute Alternative zur Hand.»
Für Berra wird die Saison wegweisenden Charakter haben, weil er erstmals das volle Vertrauen seines Trainers geniesst – und rechtfertigen muss. Und in Biel setzt man auf seine Leistungen, um erstmals seit dem Frühling 1993 wieder in den Playoffs dabei zu sein. Damals scheiterte Biel im Viertelfinal am späteren Meister Kloten.
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | EV Zug | 50 | 173:131 | 98 |
| 2 | HC Davos | 50 | 155:117 | 98 |
| 3 | HC Fribourg-Gottéron | 50 | 156:120 | 94 |
| 4 | Kloten Flyers | 50 | 158:117 | 91 |
| 5 | SC Bern | 50 | 153:130 | 87 |
| 6 | HC Lugano | 50 | 152:150 | 79 |
| 7 | ZSC Lions | 50 | 136:129 | 77 |
| 8 | EHC Biel | 50 | 114:128 | 68 |
| 9 | Servette Genf | 50 | 117:126 | 67 |
| 10 | SCL Tigers | 50 | 124:166 | 52 |
| 11 | HC Ambri-Piotta | 50 | 102:153 | 49 |
| 12 | Rapperswil-Jona Lakers | 50 | 99:172 | 40 |