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Playoffs: Tipps der Helden

  • Publiziert: 00.00 Uhr, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Nicole Vandenbrouck, Peter Pflugshaupt und Albert Fässler

Wie kann man in den Playoffs bestehen? Niemand weiss das besser als einstige Eishockey-Helden. BLICK fragt einige von ihnen, wem sie Meister- und Überraschungs-Potenzial zutrauen.

Roman Wäger (46), Kloten; eidg. dipl. Sanitär-Installateur:
«Die SCB-Stars müssen, mit Ausnahme von Goalie Marco Bührer, ihre Playoff-Tauglichkeit erst noch beweisen. Bis jetzt haben sie im Finale praktisch immer versagt. Ich tippe deshalb auf die ZSC Lions, falls sie an ihre Form in der Champions Hockey League anknüpfen können. Beim amtierenden Meister funktioniert einfach alles, vom Trainer über die Spieler bis zum Materialwart.»

Martin Rauch (43), Bern, Fribourg, Ambri, Biel, Olten; spielt in den NLB-Playoffs mit Ajoie:
«Bern gehört sicher zu den Favoriten. Der SCB hat aus der letzten Saison gelernt und das breiteste und beste Kader. Ich glaube aber, dass in den Viertelfinals ein bis zwei Teams aus der unteren Tabellenhälfte weiterkommen.»

André Rötheli (38), Olten, Lugano, Zug, Bern; Versicherungsfachmann:
«Die Serie zwischen Zug und Bern wird spannend. Zug hat Rückenwind und könnte überraschen. Ich glaube, Bern setzt sich am Ende durch. Aber es gibt viele Teams, die Meister werden könnten. Es ist so ausgeglichen wie nie zuvor.»

Renato Tosio (44), Chur, Bern; arbeitet bei einer Sportmarketing-Agentur:
«Bern ist für mich der Favorit. Am schwierigsten wird aber bestimmt der Viertelfinal sein, weil der Gegner nicht mitspielen, sondern zerstören will. Zürich gegen Bern wäre auf jeden Fall ein Superfinal.»

Andy Ton (46), Lugano, ZSC; selbstständiger Monteur von Sonnenbeschattungen:
«Davos spielt seit Jahren bestes Eishockey. Zudem sind alle Schlüsselspieler in Form, und Arno Del Curto hat sein Team auf die Playoffs fokussiert. Deshalb hat der HCD gute Titelchancen. Und der EVZ hat nichts mehr zu verlieren, weil er die verpatzte Saison noch gerettet hat. Deshalb könnte Zug als Aussenseiter überraschen.»

Andreas «Zesi» Zehnder (43), Kloten, ZSC, Chur, Basel; Aussendienst Sportmedizin:
«Ich glaube, dass sich der ZSC und Bern in ihren Viertelfinals durchsetzen. Die anderen beiden Serien werden zu Schlachten. ZSC gegen Bern könnte der Final sein. Zürich holt am Schluss wieder den Titel. Es wäre eine grosse Enttäuschung, wenn die Spieler nach dem Meistertitel und dem Champions-League-Sieg schon satt wären.»

Manuele Celio (42), Kloten, Ambri; SIHA-Angestellter, Stufenleiter U16-U18-Nati-Teams:
«Der SCB und die ZSC Lions gehen als glasklare Favoriten ins Rennen um den Titel. Beide haben überragende Torhüter, eine solide Defensive und gute Skorer. Offen ist für mich die Frage, ob sich beim SCB alle dem Teamgedanken unterordnen können oder lieber das eigene Ego pflegen. Sollte Kloten seinen Viertelfinal gegen Servette überstehen, könnten sie zum lachenden Dritten werden.»

Riccardo Signorell (38), Chur, ZSC, Basel; selbstständiger Filmemacher:
«Aus dem Duell der Titanen, Davos und Lugano, werden die Bündner mehr Kräfte freisetzen und es deshalb bis ins Finale schaffen. Ihr Gegner dort könnte Servette sein. Davos und Genf, diese beiden Teams verfügen über die imposanteste Existenzialität. Und McSorley begeht nie die gleichen Fehler zweimal, sondern er lernt daraus und machts das nächste Mal besser.»

Mike Richard (42), Lakers, ZSC; 1.-Liga-Trainer bei Pikes EHC Oberthurgau:
«Beim SCB stimmt das Gesamtpaket, darum sind die Berner für mich Titelfavorit. Und vom Potenzial sowie vom Talent her könnte Lugano für eine Überraschung gut sein. Die Frage wird sein, ob die Tessiner ihr Talent auch aufs Eis bringen können.»

Harry Rogenmoser (40), Lakers, Bern; CEO der Dieci-Kette:
«Der ZSC schafft es nicht ins Finale, weil die Zürcher ihren Saisonhöhepunkt bereits erlebt haben. Davos wird ein Wort um den Titel mitreden, ebenso der SCB. Lugano hätte zwar das Potenzial dazu, jedoch noch den falschen Trainer an der Bande. Und Genf hätte ich letzte Saison den Coup zugetraut, heuer aber nicht mehr.»

Vjeran Ivankovic (34), ZSC, Ambri, Zug, Fribourg, Lakers; Teleclub-Hockeyexperte:
«Zürich, Bern und Davos haben Meister-Potenzial. Der ZSC verfügt über die kompakteste Defensive und einen Goalie, der jedes Spiel entscheiden kann. Bern hat aus der letzten Saison gelernt. Und Davos besticht mit einer hohen läuferischen Intensität.»

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Eishockey

National League A

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Runde 50 National League A

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 EV Zug 50 173:131 98
2 HC Davos 50 155:117 98
3 HC Fribourg-Gottéron 50 156:120 94
4 Kloten Flyers 50 158:117 91
5 SC Bern 50 153:130 87
6 HC Lugano 50 152:150 79
7 ZSC Lions 50 136:129 77
8 EHC Biel 50 114:128 68
9 Servette Genf 50 117:126 67
10 SCL Tigers 50 124:166 52
11 HC Ambri-Piotta 50 102:153 49
12 Rapperswil-Jona Lakers 50 99:172 40