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Playoff-Blog von BLICK

Die BLICK-Eishockey-Redaktion begleitet Sie mit einem Blog durch die Playoffs.

  • Publiziert: 09.03.2009, Aktualisiert: 19.01.2012

Die Sekunden der Wahrheit (6.3.)

Die ZSC Lions sind ausgeschieden. Nach einer dramatischen 2:3-Niederlage nach Verlängerung im entscheidenden vierten Match dieser Viertelfinal-Serie, obwohl sie Fribourg zuvor während der gesamten Spielzeit kontrolliert haben und besser waren.

Gesamten Spielzeit? Nein, das stimmt nicht ganz. In den Sekunden der Wahrheit haben die Zürcher versagt! Diese begannen zu ticken, als Fribourg beim Stand von 1:2 nach 59 Minuten und 2 Sekunden seinen Goalie Sébastien Caron durch einen sechsten Feldspieler ersetzt hatte.

Ryan Gardner hatte die Chance, selbst für die Sekunde der Wahrheit zu sorgen, hätte er bei seinem Schuss auf das leere Tor das Netz anstatt den Pfosten getroffen. Und anschliessend hatte Thibaut Monnet die Gelegenheit, für die Sekunde der Wahrheit zu sorgen, wenn er bei seinem Abschlussversuch das Tor anstatt den in Goalie-Manier abwehrenden Fribourg-Verteidiger Shawn Heins getroffen hätte. Hätte, wäre.

Statt 3:1 stand es weiterhin nur 2:1 und das ZSC-Drama nahm seinen Lauf. Denn für die Sekunde der Wahrheit sorgte Fribourgs Stürmer-Star Julien Sprunger. Bei seinem Versuch das 2:2 zu erzwingen, wurde Sprunger zunächst zwar gelegt. Er lag am Boden, motzte beim Schiri, stand aber wieder auf und war exakt zu jenem Zeitpunkt wieder vor dem Tor, als der Puck in seine Richtung flog.

Nach 59 Minuten und 48 Sekunden sorgte Sprunger mit seinem 2:2 für die Sekunde der Wahrheit. Wäre er eine halbe Sekunde länger am Boden liegen geblieben, oder hätte er eine halbe Sekunde länger den Schiri angeflucht, hätte er als Folge davon den Puck verpasst, und die ZSC Lions hätten dieses Spiel gewonnen. Hätte, wäre.

Womöglich hätten die ZSC Lions nach diesem Erfolgserlebnis in Fribourg noch die Serie gedreht. Doch der Hockey-Gott wollte das nicht – er schenkte Julien Sprunger diese Sekunde der Wahrheit. (Marcel Allemann)

Reichert - Mr. Taff und Mr. Perfect (6.3.)

Die Playoff-Serie zwischen Qualisieger SCB und dem EV Zug wird immer heisser. Der vermeintliche Underdog kann die Serie ausgeglichen gestalten und setzt die Mutzen unter Druck.

Beim vierten Spiel am Donnerstag versuchten die Berner im letzten Drittel wenigstens noch ein «kleines Zeichen» zu setzen, und liessen auch Mal die Fäuste sprechen. Die Lunten sind gelegt – gibts am Samstag Feuer in der PostFinance-Arena?

SCB-Sturmtank Marc Reichert (1,90 Meter, 100 Kilo) wurde von den Blick.ch-Usern als Mr. Taff und als Mr. Perfect gewählt. Perfekt spielen die Berner bei Weitem noch nicht, aber zumindest Taff könnte es am Samstag werden.

Oben: Das sagt Marc Reichert im exklusiven Interview mit Blick.ch. (Peter Pflugshaupt)

Die Story zum Video

Die Kloten Flyers könnten heute in Genf den Viertelfinal-Sack zumachen und den Vizemeister mit einem 4:0 abfertigen. Dies will sich der verletzte Captain Frédéric Rothen natürlich nicht entgehen lassen. «In dieser heissen Phase möchte ich bei der Mannschaft sein», erklärt der Romand. Er reist heute jedoch nicht mit dem Teamcar in die Calvinstadt, sondern im Privatauto.

Anfang Woche wurden Rothen nach seinem mehrfachen Kieferbruch (10. Januar) bereits sämtliche Drähte aus dem Kiefer entfernt. Im Interview mit Blick-Hockeyjournalistin Nicole Vandenbrouck zeigt er – trotz Höhenangst (das Interview fand zuoberst auf einer Aussentreppe der Kolping-Arena statt) – wieder sein schönstes Lächeln. Und verrät unter anderem: «Küssen kann ich meine Frau schon wieder etwas besser!» (Nicole Vandenbrouck)

Hoffnung beim ZSC (3.3.)

Die ZSC Lions stehen mit dem Rücken zur Wand. Nach dem 0:3-Rückstand in der Viertelfinal-Serie gegen Fribourg droht dem Titelverteidiger bereits morgen das vorzeitige Saisonende. Doch nun klammern sie sich an einen neuen Strohhalm, denn heute tat sich im Training Erstaunliches: Der bislang schmerzlich vermisste Stürmer-Star Adrian Wichser meldete sich zurück und trainierte erstmals nach seiner Nackenverletzung wieder mit dem Team. Wichser wurde sogar punktuell im Block- und Powerplay-Training eingesetzt. Es ist eine wundersame Rückkehr, denn am Dienstag schloss er eine Rückkehr bei Spiel 4 noch gänzlich aus.

Nach dem Training stand Wichser BLICK Rede und Antwort (Video oben). (Marcel Allemann)

Hinweis: Mehr Infos zu Wichser lesen Sie im BLICK vom Donnerstag!

Die Story zum Video

Der Sieg in der Verlängerung habe sich abgezeichnet, findet Davos-Trainer Arno Del Curto. «Es ist geil, so zu gewinnen.» Noch nie sei eine Serie so ausgeglichen gewesen. «Wer zuerst die Kraft verliert, ist weg», sagt Del Curto. Bei Luganos Petteri Nummelin, welcher am Dienstag als Stümer eingesetzt wurde, gerät der Davos-Trainer geradezu ins Schwärmen. Del Curto: «Nummelin hat einen der besten Handgelenkschüsse der Welt. Er schiesst schnell, präzis und hart.»

Story zum Video

«Je länger die Serie gegen Lugano geht, desto besser für uns», sagt Reto von Arx im Handyvideo zu BLICK-Eishockeychef Dino Kessler. Von Arx: «Wenn man in den Playoffs weit kommen will, muss man enge Spiele gewinnen.»

Text zum Video

Sandro Bertaggia, der heutige Assistenz-Trainer, gewann als Spieler mit Lugano sechsmal den Titel. Auch er findet, dass die Schlussphase am Dienstag extrem gewesen sei. «Das ging unter die Haut. Es ging drunter und drüber, hin und her», sagt Bertaggia.

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Eishockey

National League A

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Runde 50 National League A

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 EV Zug 50 173:131 98
2 HC Davos 50 155:117 98
3 HC Fribourg-Gottéron 50 156:120 94
4 Kloten Flyers 50 158:117 91
5 SC Bern 50 153:130 87
6 HC Lugano 50 152:150 79
7 ZSC Lions 50 136:129 77
8 EHC Biel 50 114:128 68
9 Servette Genf 50 117:126 67
10 SCL Tigers 50 124:166 52
11 HC Ambri-Piotta 50 102:153 49
12 Rapperswil-Jona Lakers 50 99:172 40