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Schon morgen an der Bande Philippe Bozon übernimmt in Lugano

  • Publiziert: 27.01.2010, Aktualisiert: 02.01.2012
  • Von Dino Kessler

LUGANO – Der neue Trainer des kriselnden HC Lugano heisst Philippe Bozon. Der Ex-Luganesi und -Servettien übernimmt das Ruder bei den Bianconeri bis Ende Saison.

Philippe Bozon übernimmt Lugano bis Saisonende. Der erste Franzose, der den Sprung in die NHL geschafft hat (St. Louis Blues, 1992 bis 1995), war im Südtessin schon als Spieler eine der schillerndsten Figuren. Er machte sich dank seiner Leidenschaft zur Legende, obwohl Lugano mit ihm als Leader zwei der schlimmsten Niederlagen der jüngeren Geschichte einsackte.

Mit Bozon erreichte Lugano zwei Mal den Final. Beide Male gegen Zürich. Und zwei Mal wurden die ZSC Lions Meister. Trotzdem lieben die Tifosi Philippe Bozon immer noch. Warum? Im sechsten Spiel der Finalserie 2001 trat Bozon im Hallenstadion dem am Boden liegenden Michel Zeiter gegen den Kopf – eine sackbrutale, gefährliche Aktion.

Der damalige Einzelrichter Heinz Tännler sperrte Bozon superprovisorisch – Bozon fehlte im entscheidenden Spiel in der Resega. Lugano verlor das Spiel in der Verlängerung durch einen Treffer Morgan Samuelssons – und im Fernsehen sah man danach einen bitterlich weinenden Bozon. Der Verein hatte danach genug vom extrovertierten Franzosen – aber die Tifosi nicht. Sie liebten ihn trotzdem.

Die Curva Nord wird Bozon mit offenen Armen empfangen. Verlieren kann der Franzose nicht viel. Schafft er die Wende, ist er ein Held. Wenn nicht, sind andere schuld. Bozon war bis vor kurzem noch als Junioren-Trainer der französischen Nati engagiert. Fürs französische oder Westschweizer Fernsehen kommentiert er jeweils die Leistungen der Nati – je nach Ligazugehörigkeit die der Franzosen oder der Schweizer.

In Lugano hat er die Chance, sich rasch einen Namen zu machen – wenn er sich von den verwöhnten Stars nicht auf der Nase herumtanzen lässt. Eine klare Linie – die hat Bozon auf jeden Fall. Hinter dem charmant lächelnden Mann aus Savoyen steckt auch einer, der genau weiss was er will. Als Spieler war er voller Leidenschaft und bot jedem die Stirn. In Genf galt er als der härteste Widersacher des allmächtigen Chris McSorley. Ein Machtkampf, den nur einer gewinnen konnte. Und trotzdem respektierte McSorley die Anwesenheit Bozons, weil der Captain auf dem Eis und in der Garderobe jederzeit als gutes Beispiel voranging.

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Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 EV Zug 50 173:131 98
2 HC Davos 50 155:117 98
3 HC Fribourg-Gottéron 50 156:120 94
4 Kloten Flyers 50 158:117 91
5 SC Bern 50 153:130 87
6 HC Lugano 50 152:150 79
7 ZSC Lions 50 136:129 77
8 EHC Biel 50 114:128 68
9 Servette Genf 50 117:126 67
10 SCL Tigers 50 124:166 52
11 HC Ambri-Piotta 50 102:153 49
12 Rapperswil-Jona Lakers 50 99:172 40