
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Philippe Bozon übernimmt Lugano bis Saisonende. Der erste Franzose, der den Sprung in die NHL geschafft hat (St. Louis Blues, 1992 bis 1995), war im Südtessin schon als Spieler eine der schillerndsten Figuren. Er machte sich dank seiner Leidenschaft zur Legende, obwohl Lugano mit ihm als Leader zwei der schlimmsten Niederlagen der jüngeren Geschichte einsackte.
Mit Bozon erreichte Lugano zwei Mal den Final. Beide Male gegen Zürich. Und zwei Mal wurden die ZSC Lions Meister. Trotzdem lieben die Tifosi Philippe Bozon immer noch. Warum? Im sechsten Spiel der Finalserie 2001 trat Bozon im Hallenstadion dem am Boden liegenden Michel Zeiter gegen den Kopf – eine sackbrutale, gefährliche Aktion.
Der damalige Einzelrichter Heinz Tännler sperrte Bozon superprovisorisch – Bozon fehlte im entscheidenden Spiel in der Resega. Lugano verlor das Spiel in der Verlängerung durch einen Treffer Morgan Samuelssons – und im Fernsehen sah man danach einen bitterlich weinenden Bozon. Der Verein hatte danach genug vom extrovertierten Franzosen – aber die Tifosi nicht. Sie liebten ihn trotzdem.
Die Curva Nord wird Bozon mit offenen Armen empfangen. Verlieren kann der Franzose nicht viel. Schafft er die Wende, ist er ein Held. Wenn nicht, sind andere schuld. Bozon war bis vor kurzem noch als Junioren-Trainer der französischen Nati engagiert. Fürs französische oder Westschweizer Fernsehen kommentiert er jeweils die Leistungen der Nati – je nach Ligazugehörigkeit die der Franzosen oder der Schweizer.
In Lugano hat er die Chance, sich rasch einen Namen zu machen – wenn er sich von den verwöhnten Stars nicht auf der Nase herumtanzen lässt. Eine klare Linie – die hat Bozon auf jeden Fall. Hinter dem charmant lächelnden Mann aus Savoyen steckt auch einer, der genau weiss was er will. Als Spieler war er voller Leidenschaft und bot jedem die Stirn. In Genf galt er als der härteste Widersacher des allmächtigen Chris McSorley. Ein Machtkampf, den nur einer gewinnen konnte. Und trotzdem respektierte McSorley die Anwesenheit Bozons, weil der Captain auf dem Eis und in der Garderobe jederzeit als gutes Beispiel voranging.
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | EV Zug | 50 | 173:131 | 98 |
| 2 | HC Davos | 50 | 155:117 | 98 |
| 3 | HC Fribourg-Gottéron | 50 | 156:120 | 94 |
| 4 | Kloten Flyers | 50 | 158:117 | 91 |
| 5 | SC Bern | 50 | 153:130 | 87 |
| 6 | HC Lugano | 50 | 152:150 | 79 |
| 7 | ZSC Lions | 50 | 136:129 | 77 |
| 8 | EHC Biel | 50 | 114:128 | 68 |
| 9 | Servette Genf | 50 | 117:126 | 67 |
| 10 | SCL Tigers | 50 | 124:166 | 52 |
| 11 | HC Ambri-Piotta | 50 | 102:153 | 49 |
| 12 | Rapperswil-Jona Lakers | 50 | 99:172 | 40 |