ZSC-Stürmer Ambühl wird von Zugs Blaser brutal gegen den Kopf gecheckt und bleibt regungslos liegen. Ein Foul, das mit einer Matchstrafe geahndet wird und ein Fall für den Einzelrichter werden muss.
Am Dienstagabend setzte Zugs Verteidiger Yannick Blaser ZSC-Star Andres Ambühl mit einem Check gegen den Kopf ausser Gefecht. Der Nati-Stürmer zog sich dabei eine Hirnerschütterung zu. Noch ist offen, wie lange er pausieren muss.
Blaser wurde für sein Vergehen von drei ZSC-Spielern sofort verprügelt und von Schiedsrichter Stéphane Rochette mit einer Matchstrafe unter die Dusche geschickt. Damit ist er automatisch für ein Spiel gesperrt.
Doch das reicht noch nicht. Jetzt muss ihn sich auch noch der Einzelrichter vorknöpfen. Und eine so gute Gelegenheit, ein Exempel zu statuieren, bekommt der NLA-Sheriff – in diesem Fall Oliver Krüger, der Stellvertreter des Zugers Reto Steinmann – möglicherweise so schnell nicht wieder.
Denn Blaser hat die Verletzung von Ambühl zumindest billigend in Kauf genommen. Er traf den ZSC-Stürmer, der nicht auf die Attacke vorbereitet war, gar mit voller Wucht mit dem Ellbogen am Kopf. Zudem hatte er während des Spiels bereits eine ungeahndete Auseinandersetzung mit Ambühl.
Vor einigen Jahren hätte man in Hockey-Kreisen noch argumentiert, dass Ambühl naiv mit gesenktem Kopf Richtung Zuger Zone gestürmt und so selbst Schuld sei. Doch die Zeiten haben sich geändert. Der Kampf gegen Kopfverletzungen, die immer wieder Spieler zum frühzeitigen Karriereende (zuletzt Eric Westrum, Martin Kariya, Brian Pothier oder Sandro May), wird jetzt ernsthaft geführt.
Die Spieler müssen heute wissen, dass sie auch die Verantwortung für die Gesundheit ihrer Gegner tragen. Und wenn sie es immer noch nicht wissen, muss es ihnen der Einzelrichter jetzt sagen. Mit einer drastischen Strafe gegen Blaser. Eine Sperre von zehn Spielen wäre ein klares Signal.
Der Einzelrichter der Liga, Reto Steinmann, hat gegen Zug-Verteidiger Yannick Blaser ein Disziplinarverfahren eingeleitet – wegen Übertretung der Regel 540 (checking to the head and neck area). Er wird vorläufig für das nächste Meisterschaftsspiel gesperrt. Die Aktion von Yannick Blaser sei unzweifelhaft als regelwidrig und verletzungsgefährliche Handlung zu taxieren, teilt die Liga mit.
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