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Am ersten Arbeitstag erschuf Bozon die Leidenschaft – der Franzose will Lugano Schritt für Schritt zur alten Stärke führen. «Viel Zeit hatte ich nicht», sagte Bozon gestern kurz vor dem Spiel. «Aber die Spieler sind empfänglich für meine Emotionen, das ist ein gutes Zeichen.»
Als zweite Massnahme führte er die Vielseitigkeit ein – weg von der Konzentration der besten Kräfte in einer einzigen Sturmlinie, hin zum kompletten Team. Bozon: «In Lugano gibt es viel Talent, aber auf dem Eis ist die Mannschaft gefragt, nicht 20 Einzelspieler.»
Gestern galt die abgedroschene Phrase «es bleibt noch viel Arbeit» als Konsequenz aus dem ersten Spiel als Headcoach – trotz eines klaren Erfolgs nach fünf Niederlagen in Serie.
Ansätze zur Besserung waren aber erst ab dem zweiten Drittel erkennbar. Zum Beispiel als Filigrantechniker Randy Robitaille fast todesmutig einen Abpraller erhechtete und zum 2:0 einschob. 71 Sekunden später traf «RR» erneut. Zuvor hatte der Kanadier sieben Spiele lang nicht mehr getroffen.
Der Sieg der Bianconeri ist verdient, aber zu hoch. Zug war im ersten Drittel klar besser, verfiel aber nach dem 0:4 durch Lemm in die Winterstarre und absolvierte den Rest der Partie im Ruhepuls.
Am Samstag kehrt Bozon nach Genf zurück.
Dorthin, wo er während vier Saisons als Captain der verlängerte Arm von Multifunktionär Chris McSorley war. Bozon und McSorley waren Gegner im gleichen Team: Die Hahnenkämpfe der beiden sind legendär, trotzdem drehten sie die Gegner gemeinsam durch den Wolf. Bozon: «Servette verfügt nicht über mehr Talent als Lugano. Warum stehen sie an der Tabellenspitze? Weil sie arbeiten wie die Kranken, nie aufgeben, ein klares Konzept haben. Das muss auch unser Ziel sein.»
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | EV Zug | 50 | 173:131 | 98 |
| 2 | HC Davos | 50 | 155:117 | 98 |
| 3 | HC Fribourg-Gottéron | 50 | 156:120 | 94 |
| 4 | Kloten Flyers | 50 | 158:117 | 91 |
| 5 | SC Bern | 50 | 153:130 | 87 |
| 6 | HC Lugano | 50 | 152:150 | 79 |
| 7 | ZSC Lions | 50 | 136:129 | 77 |
| 8 | EHC Biel | 50 | 114:128 | 68 |
| 9 | Servette Genf | 50 | 117:126 | 67 |
| 10 | SCL Tigers | 50 | 124:166 | 52 |
| 11 | HC Ambri-Piotta | 50 | 102:153 | 49 |
| 12 | Rapperswil-Jona Lakers | 50 | 99:172 | 40 |