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Bolzen mit Bozon Neuer Coach führt Lugano zum Sieg

  • Publiziert: 30.01.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Dino Kessler

LUGANO - Er kam, sah und siegte: Wie Philippe Bozon in Lugano zum Sieger wurde.

Am ersten Arbeitstag erschuf Bozon die Leidenschaft – der Franzose will Lugano Schritt für Schritt zur alten Stärke führen. «Viel Zeit hatte ich nicht», sagte Bozon gestern kurz vor dem Spiel. «Aber die Spieler sind empfänglich für meine Emotionen, das ist ein gutes Zeichen.»

Als zweite Massnahme führte er die Vielseitigkeit ein – weg von der Konzentration der besten Kräfte in einer einzigen Sturmlinie, hin zum kompletten Team. Bozon: «In Lugano gibt es viel Talent, aber auf dem Eis ist die Mannschaft gefragt, nicht 20 Einzelspieler.»

Gestern galt die abgedroschene Phrase «es bleibt noch viel Arbeit» als Konsequenz aus dem ersten Spiel als Headcoach – trotz eines klaren Erfolgs nach fünf Niederlagen in Serie.

Ansätze zur Besserung waren aber erst ab dem zweiten Drittel erkennbar. Zum Beispiel als Filigrantechniker Randy Robitaille fast todesmutig einen Abpraller erhechtete und zum 2:0 einschob. 71 Sekunden später traf «RR» erneut. Zuvor hatte der Kanadier sieben Spiele lang nicht mehr getroffen.

Der Sieg der Bianconeri ist verdient, aber zu hoch. Zug war im ersten Drittel klar besser, verfiel aber nach dem 0:4 durch Lemm in die Winterstarre und absolvierte den Rest der Partie im Ruhepuls.

Am Samstag kehrt Bozon nach Genf zurück.

Dorthin, wo er während vier Saisons als Captain der verlängerte Arm von Multifunktionär Chris McSorley war. Bozon und McSorley waren Gegner im gleichen Team: Die Hahnenkämpfe der beiden sind legendär, trotzdem drehten sie die Gegner gemeinsam durch den Wolf. Bozon: «Servette verfügt nicht über mehr Talent als Lugano. Warum stehen sie an der Tabellenspitze? Weil sie arbeiten wie die Kranken, nie aufgeben, ein klares Konzept haben. Das muss auch unser Ziel sein.»

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Runde 50 National League A

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 EV Zug 50 173:131 98
2 HC Davos 50 155:117 98
3 HC Fribourg-Gottéron 50 156:120 94
4 Kloten Flyers 50 158:117 91
5 SC Bern 50 153:130 87
6 HC Lugano 50 152:150 79
7 ZSC Lions 50 136:129 77
8 EHC Biel 50 114:128 68
9 Servette Genf 50 117:126 67
10 SCL Tigers 50 124:166 52
11 HC Ambri-Piotta 50 102:153 49
12 Rapperswil-Jona Lakers 50 99:172 40