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Mark Streit (34) erklärt seinen SCB-Entscheid «Meine Wurzeln sind in Bern»

Seine Wohnung in Bern und die Nähe zur Familie sind Gründe für Mark Streits Ja zum SCB.

  • Publiziert: 17.09.2012
  • Von Nicole Vandenbrouck, Mitarbeit: S.R./A.R.

NHL-Verteidiger Mark Streit erfüllt sich einen Traum: Er spielt für den SCB. Der Berner gab den ZSC Lions einen Korb und kehrt zu seinen Wurzeln zurück. «Es war ein schwerer Entscheid», gesteht Streit.

BLICK erreicht den Captain der Islanders am Montagnachmittag New Yorker Ortszeit auf dem Weg ins Training. Training? «Ja, ein paar Spieler von uns haben irgendwo auf Long Island Eis gemietet. Wir trainieren etwa 40 Minuten», erzählt Streit. Hätten sie Eis in ihrem Trainingszentrum mieten wollen, hätte dies 300 Dollar gekostet. «In dieser Halle, in der ich noch nie war, kostet es uns glaube ich nichts», so Streit, der noch feststellt: «Ich habe gar kein Trainingsleibchen.»

Am Freitag musste das Team die Garderobe räumen, denn benutzen dürfen die Spieler von der gesamten Infrastruktur rein gar nichts. «Wir dürfen uns nicht mal mit dem Sekretariat in Verbindung setzen», sagt Streit, der einzig eine Handvoll Stöcke mitgenommen hat. Auch mit der Klubführung besteht kein Kontakt mehr.

Regen Kontakt hatte er dafür mit dem SCB und dem ZSC. Dem Lions-Sportchef Edgar Salis teilte Streit seine Absage persönlich mit. «Ich tat mich schwer, es war kein einfaches Gespräch», so Streit. Der 34-Jährige hat eine Zürcher Vergangenheit und einen engen Bezug zum Klub. Mit Salis verbindet ihn eine Freundschaft.

Eigene vier Wände

ZSC-Sportchef Edgar Salis ist zwar enttäuscht, aber nicht sauer auf Streit. «Mark hat stets mit offenen Karten gespielt und uns gesagt, dass die Chancen bei je 50 Prozent liegen.» SCB-Sportchef Sven Leuenberger dagegen frohlockt: «Mark hat einmal gesagt, dass es ein Traum ist, für den SCB zu spielen. Das war meine Hoffnung.» Finanziell ist es für die Berner offensichtlich kein Kraftakt. «Marc Lüthi hat immer gesagt, dass die Kriegskasse geöffnet würde. Aber Streit hätte sicher mehr verdienen können als bei uns», so Leuenberger.

Das Finanzielle gab für Streit auch nicht den Ausschlag. Sondern Privates. Der NHL-Star besitzt seit einem Jahr eine Wohnung in Bern. «Seit ich 17 war, lebte ich nicht mehr zu Hause. Jetzt in meinen eigenen vier Wänden zu wohnen, bedeutet mir viel.» Wichtig ist ihm auch die Nähe zu seinen Eltern und der Schwester. «Meine Wurzeln sind in Bern, beim SCB verbrachte ich meine Juniorenzeit. Der Lockout ermöglicht mir nun, beim SCB zu spielen. Ich freue mich auf diese Herausforderung.» Nicht nur er.

Beliebteste Kommentare

  • Andreas  Keller , Zürich , via Facebook
    Nicht nur Du freust Dich - wir freuen uns auch! Egal ob in ZH oder BE, Du bist eine Bereicherung auf Schweizer Eis! Welcome in Bern!
  • neuffer  igor , Zürich
    Willkommen, Mark.Ich freue mich richtig auf die neue Saison, so hochkarätig war die Schweizer Liga selten besetzt.

Alle Kommentare (14)

  • Carolina  Hasler , Zürich , via Facebook
    ich bin lugano-Fan,aber wenn schon müsste er zum ZSC gehen,die Berner taxierten ihn als untauglich vor Jahren,und Bern Zürich ist auch kein Riesensprung,alles nur bla bla,nur das Geld zählt,aber alle sagen nein,egal ,der Z hat eh die bessere Mannschaft,
    • Urs  Gerber
      Sind wir ein wenig eingeschnappt Frau Hasler? Brauchen sie ein paar Taschentücher??
      • 18.09.2012
      • als Kommentar auf Carolina  Hasler , Zürich
      • 23
      • 13
  • Jürg  Rüegsegger , Thun
    Also das Handwerk hat er in Bern gelernt, wo er fast 10 Jahre die Juniorenabteilung durchlief. Nur wurde am Ende seiner Juniorenzeit sein Potential nicht erkannt... Zum Zett kam er als fertig ausgebildeter Spieler. In seiner letzten Saison bei Davos erzielte er mehr Skorerpunkte als in seiner ersten in Zürich. Ich denke der SCB ist genau wie der ZSC eine Herzensangelegenheit für Mark.
    • 18.09.2012
    • 14
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  • Jürg  Dingetschweiler
    Schade, dass sich Mark Streit vor dem 2. Weggang in die NHL nicht mehr an seine Worte erinnert. Damals: "Wenn ich wieder einmal in der Schweiz spielen sollte, wird der ZSC immer die erste Option sein.
    Scheinbar diesmal nicht. Er erinnert sich vermutlich auch nicht welcher Club ihn das Handwerk gelehrt hat, damit er überhaupt den 2. Anlauf in der NHL schaffte. ich bin sehr enttäuscht von ihm.
    • Piero  Rossi
      Plauderi "von wegen Handwerk gelehrt hat"! Dort konnte er es nämlich schon. Wenn sich einer eine Scheibe abschneiden darf, dann höchstens Arno del Curto! Aber eigentlich wäre es ja viel interessanter, wenn die 4 schwächeren Vereine wie Ambri, Biel, Langnau und Rappi sogenannte Verstärkungen erhielten!
      • 18.09.2012
      • als Kommentar auf Jürg  Dingetschweiler
      • 18
      • 10
  • seb  pennisi , embrach
    Ja natürlich, die Wurzeln....
    Die einzigen Wurzeln die für Profi-Sportler zählen, sind die Fränkli die sie bekommen. Und ganz offensichtlich hat der SCB mehr davon...
    • Carolina  Hasler , Zürich , via Facebook
      bravo seb,du hast vollkommen recht,alle sagen um dies und jenes,am schluss zählt nur die kohle,persona non grata,sagen wir luganesi,pfeift ihn dermassen aus zürcher beim nächsten heimspiel gegen den scb,und ihr könnt froh sein so könnt ihr euch einspielen
      • 18.09.2012
      • als Kommentar auf seb  pennisi , embrach
      • 11
      • 17
  • Sven  Burger
    Ich bin auch Zett Fan und hätte mich auf eine Rückkehr zum ZSC gefreut. Aber ich kann den Entscheid auch nachvollziehen, egal was früher einmal war. Mark ist eine Bereicherung für das CH-Hockey und ich freue mich schon auch das Duell gegen den ZSC.
    • 18.09.2012
    • 81
    • 9
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Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Fribourg 50 163:123 99
2 Bern 50 169:117 92
3 Zug 50 172:154 91
4 ZSC Lions 50 152:131 89
5 Davos 50 170:152 81
6 Lugano 50 163:139 80
7 Servette 50 146:139 80
8 Biel 50 160:161 72
9 Kloten Flyers 50 151:137 69
10 Ambri 50 128:178 53
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12 SCL Tigers 50 117:192 41

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