Seine Wohnung in Bern und die Nähe zur Familie sind Gründe für Mark Streits Ja zum SCB.
NHL-Verteidiger Mark Streit erfüllt sich einen Traum: Er spielt für den SCB. Der Berner gab den ZSC Lions einen Korb und kehrt zu seinen Wurzeln zurück. «Es war ein schwerer Entscheid», gesteht Streit.
BLICK erreicht den Captain der Islanders am Montagnachmittag New Yorker Ortszeit auf dem Weg ins Training. Training? «Ja, ein paar Spieler von uns haben irgendwo auf Long Island Eis gemietet. Wir trainieren etwa 40 Minuten», erzählt Streit. Hätten sie Eis in ihrem Trainingszentrum mieten wollen, hätte dies 300 Dollar gekostet. «In dieser Halle, in der ich noch nie war, kostet es uns glaube ich nichts», so Streit, der noch feststellt: «Ich habe gar kein Trainingsleibchen.»
Am Freitag musste das Team die Garderobe räumen, denn benutzen dürfen die Spieler von der gesamten Infrastruktur rein gar nichts. «Wir dürfen uns nicht mal mit dem Sekretariat in Verbindung setzen», sagt Streit, der einzig eine Handvoll Stöcke mitgenommen hat. Auch mit der Klubführung besteht kein Kontakt mehr.
Regen Kontakt hatte er dafür mit dem SCB und dem ZSC. Dem Lions-Sportchef Edgar Salis teilte Streit seine Absage persönlich mit. «Ich tat mich schwer, es war kein einfaches Gespräch», so Streit. Der 34-Jährige hat eine Zürcher Vergangenheit und einen engen Bezug zum Klub. Mit Salis verbindet ihn eine Freundschaft.
ZSC-Sportchef Edgar Salis ist zwar enttäuscht, aber nicht sauer auf Streit. «Mark hat stets mit offenen Karten gespielt und uns gesagt, dass die Chancen bei je 50 Prozent liegen.» SCB-Sportchef Sven Leuenberger dagegen frohlockt: «Mark hat einmal gesagt, dass es ein Traum ist, für den SCB zu spielen. Das war meine Hoffnung.» Finanziell ist es für die Berner offensichtlich kein Kraftakt. «Marc Lüthi hat immer gesagt, dass die Kriegskasse geöffnet würde. Aber Streit hätte sicher mehr verdienen können als bei uns», so Leuenberger.
Das Finanzielle gab für Streit auch nicht den Ausschlag. Sondern Privates. Der NHL-Star besitzt seit einem Jahr eine Wohnung in Bern. «Seit ich 17 war, lebte ich nicht mehr zu Hause. Jetzt in meinen eigenen vier Wänden zu wohnen, bedeutet mir viel.» Wichtig ist ihm auch die Nähe zu seinen Eltern und der Schwester. «Meine Wurzeln sind in Bern, beim SCB verbrachte ich meine Juniorenzeit. Der Lockout ermöglicht mir nun, beim SCB zu spielen. Ich freue mich auf diese Herausforderung.» Nicht nur er.
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Fribourg | 50 | 163:123 | 99 |
| 2 | Bern | 50 | 169:117 | 92 |
| 3 | Zug | 50 | 172:154 | 91 |
| 4 | ZSC Lions | 50 | 152:131 | 89 |
| 5 | Davos | 50 | 170:152 | 81 |
| 6 | Lugano | 50 | 163:139 | 80 |
| 7 | Servette | 50 | 146:139 | 80 |
| 8 | Biel | 50 | 160:161 | 72 |
| 9 | Kloten Flyers | 50 | 151:137 | 69 |
| 10 | Ambri | 50 | 128:178 | 53 |
| 11 | Lakers | 50 | 139:207 | 53 |
| 12 | SCL Tigers | 50 | 117:192 | 41 |
Beliebteste Kommentare
Alle Kommentare (14)