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Die Zweifler und Nörgler im Dunstkreis des grössten Schweizer Sportklubs – Marco Bührer hat sie mit dem Titel 2010 alle in den Senkel gestellt. Nur im Zirkel der Fachleute, beim SCB selbst, hatte man auch nach verheerenden Resultaten im Playoff nie am Bülacher gezweifelt. Bührer: «Entscheidend war das Vertrauen in den eigenen Reihen. Der Verein hat mir immer den Rücken freigehalten.»
Aber war das wirklich notwendig? SCB-Sportchef Sven Leuenberger: «Marco stand nie zur Diskussion, die unqualifizierte Kritik kam immer aus der gleichen Ecke und hatte für uns keine Relevanz.»
Natürlich durfte sich Bührer in Krisenzeiten auch jederzeit auf sein Palmarès berufen: Meistergoalie im Frühling 2004. Aber Bührer ist kein Sprücheklopfer und kein Spasskellner, der die Massen mit spektakulären Tricks blendet. Seine Imagewerte werden auch deshalb nie die von SCB-Legende Renato Tosio erreichen.
Klar geriet auch Bührer in die Kritik, als der SCB zweimal in Serie die Playoffs durch die Hintertür verliess – aber grundsätzlich in Frage gestellt wurde er nie. «Wir hatten zwei Mal in Folge versagt, da mussten sich alle den Spiegel vorhalten lassen.»
Für Bührer hat sich mit dem Titelgewinn 2010 nicht viel, aber etwas Wesentliches verändert: «Die Gefühlslage während des Sommers war ganz anders als in den Jahren zuvor. Einfach schön.» Schön gross ist auch der Druck, der auf dem SCB lastet – trotz erfolgter Kurskorrektur. «Den Druck hast du beim SCB immer, auch wenn wir jetzt als Meister besonders gejagt werden.»
Wer wird die härtesten Angriffe auf die PostFinance Arena führen? Bührer: «Die ZSC Lions, Zug und der HC Davos sind für mich die ärgsten Widersacher. Gespannt bin ich auch auf den HC Lugano. Was in diesem Team vor sich geht, weiss man nicht so genau.»
play
Marco Bührer. (Keystone)
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | EV Zug | 50 | 173:131 | 98 |
| 2 | HC Davos | 50 | 155:117 | 98 |
| 3 | HC Fribourg-Gottéron | 50 | 156:120 | 94 |
| 4 | Kloten Flyers | 50 | 158:117 | 91 |
| 5 | SC Bern | 50 | 153:130 | 87 |
| 6 | HC Lugano | 50 | 152:150 | 79 |
| 7 | ZSC Lions | 50 | 136:129 | 77 |
| 8 | EHC Biel | 50 | 114:128 | 68 |
| 9 | Servette Genf | 50 | 117:126 | 67 |
| 10 | SCL Tigers | 50 | 124:166 | 52 |
| 11 | HC Ambri-Piotta | 50 | 102:153 | 49 |
| 12 | Rapperswil-Jona Lakers | 50 | 99:172 | 40 |