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Die SCL Tigers sind der einzige NLA-Klub, dem die Spielberechtigung von der Liga nur mit Auflagen erteilt worden ist. Für die definitive Lizenz für 2009/10 müsste das Aktienkapital (aktuell 500000 Fr.) um 700000 Franken erhöht werden. Doch selbst dann wäre der Spielbetrieb nicht gesichert!
Denn jetzt müssen sich die Emmentaler auch noch der Wirtschaftskrise beugen. Der Verwaltungsrat der Tigers rechnet mit Einbussen im Sponsorenbereich von mindestens 1,2 Mio. Fr., bei den Ticketeinnahmen sollen es etwa 500 000 Franken sein. Deshalb hat er massive Budgetkürzungen beschlossen.
Bis zu 15 Prozent weniger Lohn
Um das wirtschaftliche Überleben der Tigers zu sichern, müssen die Ausgaben um 1,5 bis 1,7 Mio. Fr. gesenkt werden. Dafür muss die gesamte Belegschaft Lohnkürzungen zwischen 10 und 15 % akzeptieren. Das wurde ihr am Dienstagmorgen mitgeteilt. Präsident Hans Grunder: «Das war kein leichter Gang.» Er habe jedoch Verständnis und keine Opposition gespürt.
Trainer Christian Weber präzisiert: «Erst im Verlauf der Sitzung kam Verständnis auf – nach dem ersten Schock.» Der 45-Jährige, dessen Vertrag noch bis 2013 läuft, hat Grunder seine Treue jedoch zugesichert. Wie mündlich auch schon einige Teamstützen.
Spieler haben bis Freitag Zeit
Die Spieler haben nun bis Freitag Zeit, den Vertragszusatz mit der Lohnkürzung zu unterschreiben. Auch die drei Ausländer Jeff Toms, Curtis Murphy und Oliver Setzinger. Sie werden via ihre Agenten über die Beschlüsse in Kenntnis gesetzt. Das Trio bleibt zudem unter sich – denn eine weitere Massnahme ist, mit nur drei Ausländern in die Saison zu starten.
Grunder hofft, dass alle Spieler einverstanden sind. Weber, dass damit der Super-Gau ausbleibt, und er nicht bloss vor einem Teamgerippe steht. «Es geht darum, in Langnau NLA-Hockey erhalten zu können. Am Freitag wissen wir, wer zu diesem Verein steht.»
Nach Jahren, in denen die Playoff-Qualifikation immer konkreter angepeilt worden ist, lautet nun das simple, aber trotzdem hohe Saisonziel: Ligaerhalt.
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Christian Weber und seine SCL Tigers müssen sparen. (Keystone)
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | EV Zug | 50 | 173:131 | 98 |
| 2 | HC Davos | 50 | 155:117 | 98 |
| 3 | HC Fribourg-Gottéron | 50 | 156:120 | 94 |
| 4 | Kloten Flyers | 50 | 158:117 | 91 |
| 5 | SC Bern | 50 | 153:130 | 87 |
| 6 | HC Lugano | 50 | 152:150 | 79 |
| 7 | ZSC Lions | 50 | 136:129 | 77 |
| 8 | EHC Biel | 50 | 114:128 | 68 |
| 9 | Servette Genf | 50 | 117:126 | 67 |
| 10 | SCL Tigers | 50 | 124:166 | 52 |
| 11 | HC Ambri-Piotta | 50 | 102:153 | 49 |
| 12 | Rapperswil-Jona Lakers | 50 | 99:172 | 40 |