Lockout-Star hinterliess Chaos: Biel-Seguin ein Grüsel

Münzen, Cola-Flaschen und Wäsche auf dem Boden – und Waschpulver im Trockner. Biels NHL-Star Tyler Seguin (20) war ein Chaot.

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NLA Schweiz

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 ZSC Lions 45 154:109 88
2 Genf-Servette HC 45 146:121 83
3 EV Zug 44 147:119 81
4 HC Davos 44 153:126 79
5 HC Lugano 46 142:135 75
6 HC Fribourg-Gottéron 47 139:146 69
7 Lausanne HC 47 116:134 64
8 Kloten Flyers 45 135:135 61
9 SC Bern 46 140:149 61
10 HC Ambri-Piotta 46 129:153 60
11 SCL Tigers 45 122:154 51
12 EHC Biel 46 119:161 47

Eishockey

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Bostons Goalgetter Tyler Seguin war der wohl spektakulärste Lockout-Gast. Der Trickser skorte für Biel in 29 Spielen 25 Tore und wurde von den Fans vergöttert. Doch der Kanadier kam, sah – und hinterliess eine Messie-ähnliche Sauerei. Messies sind Menschen, die ein Problem haben, ihre Wohnung in Ordnung zu halten.

Als Seguin während der Nati-Pause im November nach Übersee zurückkehrte, bat er den Klub, dafür zu sorgen, dass seine 3 ½-Zimmer-Attikawohnung in Biel gereinigt wird. Beauftragt wurde das ortsansässige Putzinstitut Lüpold Reinigungen.

Beim Betreten der Wohnung traf die Putz-Equipe fast der Schlag. Überall brannte Licht. Der Parkett­boden war mit Münzen im Wert von 220 Franken übersät. Zudem lagen Coca-Cola-Flaschen, Abfall und schmutzige Wäsche herum. Auf dem Tisch gammelten verfaulte Bananen vor sich hin.

Nur logisch, dass auch das Badezimmer nicht sauber war. Das Putzinstitut brauchte einen ganzen Tag, um die Sauerei aufzuräumen. Dabei wurden dem NHL-Star sogar die Kleider gewaschen.

Technisch unbegabt

Doch damit nicht genug: Auch im Dezember kehrte Seguin nach Nordamerika zurück. Und wieder musste das Putzinstitut antraben. Doch diesmal gabs noch mehr zu tun.

Weil sich der 20-Jährige mit den Haushaltgeräten nicht auskannte, warf er das Waschmittel in den Trockner – und versuchte, so seine Kleider zu waschen. Zudem wusste er nicht, wie man den Geschirrspüler bedient. Also liess Seguin alles stehen. Als ihm dann die sauberen Teller, Gläser und das Besteck ausgingen, kaufte er sich kurzerhand Plastikgeschirr.

«Man sah, dass ein junger, alleinstehender Mann zum ersten Mal eine Wohnung hatte. Da wir Vertragspartner des EHC Biel sind, möchte ich mich nicht näher dazu äussern», sagt Marc Lüpold, Geschäftsführer des Putzinstituts.

So chaotisch sich Seguin neben dem Eis aufführte, so professionell verhielt er sich im Team. «Tyler zeigte keinerlei Starallüren. Nach dem Spengler Cup kehrte er sogar nach Biel zurück, um sich persönlich beim Team zu verabschieden. Für meine Karriere ist es gut, dass ich mit den beiden NHL-Stars zurechtkam», sagt Coach Kevin Schläpfer.

CEO Daniel Villard betont: «Man muss Tyler jetzt nicht schlechtmachen. Er besuchte zum ersten Mal einen anderen Kontinent.»

Sauber wars dafür bei ­Patrick Kane (24), der mit seiner Mutter Donna nach Biel reiste. «Es war clever von ihm, dass er sie mitgenommen hat», sagt Schläpfer schmunzelnd.

Publiziert am 07.01.2013 | Aktualisiert am 08.01.2013
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Biels zweiter NHL-Verstärkungsspieler Patrick Kane hatte den Haushalt besser im Griff. Ihn begleitete aber auch seine Mutter Donna nach Europa. play
Biels zweiter NHL-Verstärkungsspieler Patrick Kane hatte den Haushalt besser im Griff. Ihn begleitete aber auch seine Mutter Donna nach Europa. EQ Images

29 Kommentare
  • Monika  Kalt Rogantini , via Facebook 09.01.2013
    Dass ist doch nur Fake !!!!
    Schau wie die Bananenschalen liegen !!!!
    Lach
  • Guido  LeBeau aus Suisse
    08.01.2013
    Pffff.wenn jeder unordentliche Haushalt in der Schweiz eine Messie-Wohnung sein soll dann leben in der Schweiz mehrere Milionen Messies.... Messies sind horter und können nichts wegwerfen, dieser Herr da war einfach schlicht nur überfordert.
  • Heinz  Huwyler 08.01.2013
    Ich schätze mal, das Putzinstitut "war" nun Vertragspartner des EHC Biel... eine solche Indiskretion geht ja gar nicht. Klar kümmert sich ein NHL-Star nicht selber um den Haushalt. Oh ja, die kommen am Abend nach dem Training nach Hause und machen erstmal Haushalt... selten so gelacht!
  • Frederick  Hitz 08.01.2013
    genialer eishockey-spieler, aber keine begnadete putzfrau.
    mit 20 sah meine wohnung auch nicht viel besser aus.
    den eishockey-fans bleibt er so oder so in guter erinnerung.
  • Christian  Dürig aus Bern
    08.01.2013
    Vermutlich hatte er sein Leben lang nur Hockeyunterricht und kennt nichts anderes. In den Puck verliebt zu sein, bringt auch Erfolg.