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Der Zauberlehrling im Zürcher Tor wurde zum Auftakt in Lugano von seinen Vorderleuten bös im Stich gelassen. Flüeler traf bei den Gegentreffern zur 3:4-Niederlage keine Schuld.
Erstmals seit zwölf Jahren startete der ZSC gestern nicht mit Ari Sulander als Nummer 1 in die Saison. Der 41-jährige Finne steht zwar immer noch beim Hallenstadion-Klub unter Vertrag, musste gestern aber im Partner-Team mit den GCK Lions in La Chaux-de-Fonds in der NLB spielen. Der Altmeister soll den 21-jährigen Lukas Flüeler zumindest vorderhand nicht unter Druck setzen.
Nur 24 Sekunden konnte die neue Nummer 1 ihren Kasten rein halten. Die schläfrigen Zürcher offerierten den Bianconeri das erste Tor auf dem Serviertablett. Jörg und Domenichelli konnten alleine auf Verteidiger Stoffel und Flüeler losziehen. Der junge Churer spielte quer. Der routinierte Schweiz-Kanadier vollendete mühelos.
Auch nach Paterlinis Ausgleich im Powerplay – Julien Vauclair hatte Wichser derart heftig mit dem Stock im Gesicht getroffen, dass dieser mehrere Zähne verlor und das Spiel nicht mehr fortsetzen konnte – verrichteten die Zürcher ihre Defensivarbeit nicht gewissenhaft.
Vor allem die neuen kanadischen Verteidiger Westcott und Murphy erwiesen sich noch nicht als die erhofften Helfer Flüelers. Ihnen unterliefen nicht nur zahlreiche Fehlpässe, sie mussten wegen Nachlässigkeiten auch die Powerplay-Treffer von Sannitz und Hennessy auf ihre Kappe nehmen.
Der 1:3-Rückstand, den sich das Team des zum Headcoach aufgestiegenen Colin Muller mit ihrem schläfrigen Auftritt im ersten Drittel eingehandelt hatte, war eine zu grosse Hypothek. Lugano verteidigte seinen Vorsprung eher mit Herz und Charakter als mit Klasse und Glanz. Doch nach der Vertreibung der Stars Robitaille und Hamilton von den Tessiner Honigtöpfen stehen diese Attribute in Lugano derzeit speziell hoch im Kurs.
Ob die Substanz im Bozon-Team reicht, wird sich erst bei Spielen, in denen der Gegner seinen Torhüter im ersten Drittel nicht im Stich lässt, zeigen. Immerhin wusste die erste Linie mit dem neuen Amerikaner Hennessy, Jörg und Domenichelli zu gefallen.
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | EV Zug | 46 | 160:125 | 91 |
| 2 | HC Davos | 46 | 140:108 | 90 |
| 3 | HC Fribourg-Gottéron | 46 | 146:111 | 87 |
| 4 | SC Bern | 46 | 145:120 | 83 |
| 5 | Kloten Flyers | 46 | 141:109 | 80 |
| 6 | HC Lugano | 45 | 141:142 | 69 |
| 7 | ZSC Lions | 44 | 123:117 | 68 |
| 8 | Servette Genf | 46 | 109:113 | 63 |
| 9 | EHC Biel | 46 | 103:115 | 62 |
| 10 | HC Ambri-Piotta | 46 | 93:138 | 46 |
| 11 | SCL Tigers | 46 | 114:158 | 46 |
| 12 | Rapperswil-Jona Lakers | 45 | 91:150 | 37 |