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Die neuen Gesichter bei Ambri. Hinten v.l.: Roman Botta, David Schneider, Trainer Benoit Laporte, Alessio Moro und Kirby Law. Vorne v.l.: Reto Kobach, Claudio Isabella, Adrian Brunner und Joel Rossi. (Keystone)
Es sind nicht bloss Hoffnungen, es sind schon Stossgebete: Die Hockeygötter müssen sich wieder auf die Seite der Biancoblú schlagen. Wer sich allerdings nur auf Hilfe von oben verlässt, wird rasch von der sportlichen Realität eingeholt.
In der Leventina wurde in den letzten Jahren Schindluder getrieben mit dem Verein, der in einem Geisterdorf operiert und trotzdem eine nationale Anhängerschaft begeistert.
Die anhaltende Talfahrt hat die Fans aus der Valascia getrieben und sogar die treusten Sponsoren verstimmt; Cornelio Valsangiacomo, Herr der Kaffeebohnen bei Chicco d’Oro, entrichtet wohl immer noch seinen Obolus von 300 000 Franken im Jahr – aber den emotionalen Zustupf (Defizitgarantie) will er auf eine Million beschränken (2008: 2 Millionen, 2007: 2,7 Millionen). Im Tessin machen zudem Gerüchte die Runde, Valsangiacomo werde sein Kaffee-Imperium schon bald an Nestlé verkaufen. Und was dann?
Laporte soll Ambri auf Vordermann bringen
Sportlich soll der Himmel über dem Tal der Schatten wieder aufreissen: Benoit Laporte, 2007 DEL-Trainer des Jahres bei Nürnberg, muss Ambri als Coach und Sportchef auf Vordermann bringen. Seine grösste Hoffnung: Erik Westrum und Kirby Law ereilt ein Flashback und sie spielen wie 2005: Damals schafften die Offensivkünstler in der AHL bei Houston zusammen 208 Skorerpunkte (Law 110, Westrum 98).
«Wir sind zuversichtlich, dass wir mit Kirby den perfekten Partner für Erik gefunden haben», sagt Laporte.
Nicht nur das: Als Ausgleich soll der robuste Mirko Murovic den beiden mit physischem Engagement den Rücken frei halten – und nicht zuletzt auch ein Auge auf die Defensive werfen: Mit Skorerpunkten allein hat noch kein Klub die Playoffs geschafft.
Aber nach der Genesung von Stammkeeper Thomas Bäumle (Kreuzbandriss), der Rückkehr von Reto Kobach (Bern, Langnau) und dem Transfer des dynamischen Amerikaners David Schneider (Djurgarden) kann die Defensive nur besser aussehen als zuletzt. Die Messlatte liegt allerdings nicht sehr hoch.
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | EV Zug | 50 | 173:131 | 98 |
| 2 | HC Davos | 50 | 155:117 | 98 |
| 3 | HC Fribourg-Gottéron | 50 | 156:120 | 94 |
| 4 | Kloten Flyers | 50 | 158:117 | 91 |
| 5 | SC Bern | 50 | 153:130 | 87 |
| 6 | HC Lugano | 50 | 152:150 | 79 |
| 7 | ZSC Lions | 50 | 136:129 | 77 |
| 8 | EHC Biel | 50 | 114:128 | 68 |
| 9 | Servette Genf | 50 | 117:126 | 67 |
| 10 | SCL Tigers | 50 | 124:166 | 52 |
| 11 | HC Ambri-Piotta | 50 | 102:153 | 49 |
| 12 | Rapperswil-Jona Lakers | 50 | 99:172 | 40 |