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Eishockey-Serie: Lichtblick im Schattenloch

  • Publiziert: 29.08.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Dino Kessler
play Die neuen Gesichter bei Ambri. Hinten v.l.: Roman Botta, David Schneider, Trainer Benoit Laporte, Alessio Moro und Kirby Law. Vorne v.l.: Reto Kobach, Claudio Isabella, Adrian Brunner und Joel Rossi. (Keystone)

AMBRI-PIOTTA - Die Leventina hofft auf ein Ende der sportlichen Talfahrt. Eine weitere Saison im Keller könnte Ambri das Genick brechen.

Es sind nicht bloss Hoffnungen, es sind schon Stossgebete: Die Hockeygötter müssen sich wieder auf die Seite der Biancoblú schlagen. Wer sich allerdings nur auf Hilfe von oben verlässt, wird rasch von der sportlichen Realität eingeholt.

In der Leventina wurde in den letzten Jahren Schindluder getrieben mit dem Verein, der in einem Geisterdorf operiert und trotzdem eine nationale Anhängerschaft begeistert.

Die anhaltende Talfahrt hat die Fans aus der Valascia getrieben und sogar die treusten Sponsoren verstimmt; Cornelio Valsangiacomo, Herr der Kaffeebohnen bei Chicco d’Oro, entrichtet wohl immer noch seinen Obolus von 300 000 Franken im Jahr – aber den emotionalen Zustupf (Defizitgarantie) will er auf eine Million beschränken (2008: 2 Millionen, 2007: 2,7 Millionen). Im Tessin machen zudem Gerüchte die Runde, Valsangiacomo werde sein Kaffee-Imperium schon bald an Nestlé verkaufen. Und was dann?

Laporte soll Ambri auf Vordermann bringen

Sportlich soll der Himmel über dem Tal der Schatten wieder aufreissen: Benoit Laporte, 2007 DEL-Trainer des Jahres bei Nürnberg, muss Ambri als Coach und Sportchef auf Vordermann bringen. Seine grösste Hoffnung: Erik Westrum und Kirby Law ereilt ein Flashback und sie spielen wie 2005: Damals schafften die Offensivkünstler in der AHL bei Houston zusammen 208 Skorerpunkte (Law 110, Westrum 98).

«Wir sind zuversichtlich, dass wir mit Kirby den perfekten Partner für Erik gefunden haben», sagt Laporte.

Nicht nur das: Als Ausgleich soll der robuste Mirko Murovic den beiden mit physischem Engagement den Rücken frei halten – und nicht zuletzt auch ein Auge auf die Defensive werfen: Mit Skorerpunkten allein hat noch kein Klub die Playoffs geschafft.

Aber nach der Genesung von Stammkeeper Thomas Bäumle (Kreuzbandriss), der Rückkehr von Reto Kobach (Bern, Langnau) und dem Transfer des dynamischen Amerikaners David Schneider (Djurgarden) kann die Defensive nur besser aussehen als zuletzt. Die Messlatte liegt allerdings nicht sehr hoch.

BLICK-Tipp

1. Bern
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11. Ambri
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1. Runde:

Freitag,
11. September,
19.45 Uhr:

Ambri – Lugano
Biel – Servette
Fribourg – Bern
Kloten – Lakers
SCL Tigers – Zug
ZSC Lions – Davos

Kader Ambri-Piotta

Torhüter:
30 Bäumle Thomas (24 Jahre)
3 Croce Lorenzo (25)

Verteidiger:
4 Bundi Ralph (31)
5 Casserini Giacomo (19)
23 Gautschi Marc (26)
2 Horak Jakub (35)
22 Kobach Reto (29)
80 Kutlak Zdenek (Tch, 29)
10 Marghitola Daniele (21)
53 Mattioli Daniele (24)
28 Schneider David (USA, 30)
27 Stephan Fabian (28)

Stürmer:
63 Bianchi Mattia (25)
89 Botta Roman (25)
97 Brunner Adrian (21)
51 Christen Grégory (26)
55 Demuth Alain (30)
46 Duca Paolo (28)
19 Isabella Claudio (20)
47 Law Kirby (Kan, 32)
21 Moro Alessio (20)
45 Murovic Mirko (Sz/Ka, 28)
14 Rossetti Joel (20)
65 Stirnimann Reto (34)
11 Schönenberger Lovis (31)
91 Walker Julian (22)
7 Westrum Erik (USA, 30)
43 Zanetti Mauro (21)

Trainer:
Benoit Laporte (Fr/Kan, 49)

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Eishockey

National League A

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Runde 50 National League A

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 EV Zug 50 173:131 98
2 HC Davos 50 155:117 98
3 HC Fribourg-Gottéron 50 156:120 94
4 Kloten Flyers 50 158:117 91
5 SC Bern 50 153:130 87
6 HC Lugano 50 152:150 79
7 ZSC Lions 50 136:129 77
8 EHC Biel 50 114:128 68
9 Servette Genf 50 117:126 67
10 SCL Tigers 50 124:166 52
11 HC Ambri-Piotta 50 102:153 49
12 Rapperswil-Jona Lakers 50 99:172 40