Mit seinem Ausbruch weckt Ronnie Rüeger (39) sein Flyers-Team, aber zu spät. Er versucht, Zugs Topskorer Damien Brunner zu verprügeln. Hier gehts zum Video.
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Kloten-Goalie Ronnie Rüeger stürzt sich auf Zug-Topskorer Damien Brunner.
(Keystone)Nur Wagemutige, Provokateure oder Missgünstige hätten prophezeit, dass zu diesem Zeitpunkt der Saison Kloten und Zug im Duell um einen Platz an der Sonnenseite des Strichs kämpfen. In dieser misslichen Lage sind die beiden Klubs aus unterschiedlichen Gründen.
Bei den Fliegern haperts im Abschluss, insbesondere im Powerplay. Kloten verfügt über das schlechteste Überzahlspiel der Liga. Gegen Zug lässt man alle Chancen ungenutzt verstreichen, gar eine doppelte Überzahl während 104 Sekunden. In der Offensive fehlen die Extravaganz und die Portion Spielwitz, um Chancen effizienter zu verwerten.
In Sachen Spielwitz bieten die Zuger das Paradebeispiel. In jeder Linie stiftet ein Kreativposten beim Gegner Verwirrung und sorgt für Überraschungsmomente. An Holdens Seite ist es Zauberzwerg Martschini.
Brunner und Omark, die Flügel von NHL-Star Zetterberg, könnten sich im Tricksen überbieten. Im dritten Block trumpft Casutt auf. Und auch Youngster Lammer besitzt – wie beim 3:0 – die nötige wirbelige Durchschlagskraft. An offensivem Feuer fehlts Zug nicht, die Schwäche ist oft die wacklige Defensive.
Auf Kabinettstücke von Zetterberg oder Tore von NLA-Topskorer Brunner wartet man diesmal vergebens. Die Top-Linie trumpft nicht gross auf. Was zumindest Omark nicht allzu sehr zu stören scheint. Denn wie der Schwede in seiner Heimat der Zeitung «Aftonbladet» verriet, sind ihm der gelbe Topskorerhelm sowie das gleichfarbige Dress suspekt. «Es ist ein bisschen seltsam. Das Shirt hat nicht einmal eine Nummer», so der 25-Jährige. Omark brennt also nicht darauf, in Gelb aufzulaufen.
Reich an Herrlichkeiten und an Emotionen ist dieses Duell nicht. Die Klotener nehmen gefasst hin, dass die Zuger ohne Zauber zu ihren Toren kommen. Der zuvor torlose Christen bekommt dabei Schützenhilfe von einem Leidgenossen: Sein 2:0 ist ein Eigentor von Kreps.
Und bleibt nicht die einzige gute Tat des Tschechen. Kurz nach dem 3:0 der Zuger stoppt Klotens Goalie Rüeger einen Puck. Brunner versucht nachzuschieben. Da bricht der angestaute Frust aus dem Keeper. Er geht auf Brunner los – oder versucht es zumindest.
Denn Kreps und ein weitere Klotener, der auf ihm liegt, wehren Rüegers Schlägen mit dem Fanghandschuh ab. Als sich das Knäuel löst, legt sich Brunner nochmals mit Oldie Rüeger (wird im Februar 40) an.
Damit ist für Brunner das Spiel zu Ende. Rüeger muss auch das Feld räumen. Er kassiert eine Matchstrafe und ist damit fürs nächste Spiel gesperrt. Während sich Rüeger nach dem Spiel aus dem Staub macht, sagt Brunner zum ersten Restausschluss der Karriere: «Die Emotionen sind auf beiden Seiten kurz hochgekocht.» Sein Team grüsst nun von oberhalb des Strichs.
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Biel | 0 | 0:0 | 0 |
| 1 | Kloten Flyers | 0 | 0:0 | 0 |
| 1 | Zug | 0 | 0:0 | 0 |
| 1 | Servette | 0 | 0:0 | 0 |
| 1 | Ambri | 0 | 0:0 | 0 |
| 1 | Davos | 0 | 0:0 | 0 |
| 1 | Fribourg | 0 | 0:0 | 0 |
| 1 | Lugano | 0 | 0:0 | 0 |
| 1 | Lausanne | 0 | 0:0 | 0 |
| 1 | Lakers | 0 | 0:0 | 0 |
| 1 | Bern | 0 | 0:0 | 0 |
| 1 | ZSC Lions | 0 | 0:0 | 0 |
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