Ein Erdbeben erschüttert die Flughafenstadt. Statt zum Headcoach befördert zu werden, muss Kultfigur Felix Hollenstein Kloten nach 28 Jahren verlassen. Tomas Tamfal und Fredy Rothen übernehmen.
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Der zukünftige CEO der Kloten Flyers, Wolfgang Schickli, informiert über die Zukunft der Flyers. (Keystone)
Unglaublich, aber wahr! Mit der Rettung der Flyers folgt gleich der nächste Eklat. Kultfigur Felix Hollenstein (47) wird nach 28 Jahren und vier Meistertitel in Kloten gefeuert. Auch Jürg Schawalder – er stieg vor zwei Jahren zum Sportchef auf – muss gehen.
Neuer Flyers-Coach wird der bisherige Elite-A-Trainer Tomas Tamfal (45). Der Assistent des Tschechen: Der Konditionstrainer und langjährige Kloten-Spieler Fredy Rothen (36).
Wie von Blick angekündigt, bleibt Patrick von Gunten in Kloten. Er hat einen Vierjahresvertrag unterzeichnet. Roman Wick könnte Kloten verlassen.
Statt mit Hollenstein auf Kontinuität zu setzen, krempeln die neuen Investoren Philippe Gaydoul und Thomas Matter alles um – und gehen damit ein grosses Risiko ein. Denn Hollenstein und Schawalder konnten während Monaten und trotz ausbleibender April- und Mai-Löhne das Team zusammenhalten. Ihnen und den Spielern ist es zu verdanken, dass der Klub noch existiert. Bei einem Exodus wäre jede Rettung zu spät gekommen. Nun verliert das Team zwei wichtige Bezugspersonen.
Die Verhandlungen zwischen Hollenstein und dem künftigen CEO Wolfang Schickli schienen von Beginn an nicht von Erfolg gekrönt. So soll der langjährige Assistent von Anders Eldebrink bereits in den ersten Gesprächen mit Vorwürfen eingedeckt worden sein.
Die Entlassung von Schawalder kommt nicht überraschend. Schickli hat ihn schon vor längerer Zeit entmachtet und die Verhandlungen mit den Spielern gleich selbst geführt. Nicht einmal informiert wurde Schawalder. Trotzdem sagte Schickli am Dienstag zu BLICK: «Es gibt keinen Grund, weshalb man ihn nicht behalten sollte. Schawalder hat einen guten Job gemacht. Die Spieler haben ihn alle gerne.» Nun hat er sich dennoch umentschieden. Klar ist: Es weht ein neuer Wind und Führungsstil in Kloten.
Die Task Force des NLA-Eishockey-Klubs gab an einer Medienkonferenz bekannt, dass die Schulden um 8,1 Mio Franken reduziert werden konnten. Damit wurde der Zielbetrag um 200'000 Franken übertroffen.
1,4 Millionen Franken wurden durch Sammelaktionen eingenommen, 1,5 Mio Franken durch Sponsoren-Einnahmen. Der Gläubigerverzicht beträgt 5,2 Millionen Franken, darunter befindet sich auch eine Abschreibung der kantonalen Steuerbehörden in der Höhe von 1,3 Millionen Franken.
Formell sind die Flyers zwar noch nicht gerettet, da beispielsweise der Konkursrichter erst nächste Woche über die Aufhebung des Konkursaufschubes entscheidet. Doch dies sollte ebenso nur noch Formsache sein wie die Bestätigung der Lizenz für die kommende NLA-Saison, welche die Flyers zuletzt mit Auflagen erhalten hatten. (Si)
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Fribourg | 50 | 163:123 | 99 |
| 2 | Bern | 50 | 169:117 | 92 |
| 3 | Zug | 50 | 172:154 | 91 |
| 4 | ZSC Lions | 50 | 152:131 | 89 |
| 5 | Davos | 50 | 170:152 | 81 |
| 6 | Lugano | 50 | 163:139 | 80 |
| 7 | Servette | 50 | 146:139 | 80 |
| 8 | Biel | 50 | 160:161 | 72 |
| 9 | Kloten Flyers | 50 | 151:137 | 69 |
| 10 | Ambri | 50 | 128:178 | 53 |
| 11 | Lakers | 50 | 139:207 | 53 |
| 12 | SCL Tigers | 50 | 117:192 | 41 |
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