Die Kloten Flyers sind (fast) gerettet. Doch statt sich zu freuen, zoffen sie sich kräftig.
Unfassbar, aber wahr. Die Kloten Flyers stehen vor der Rettung – doch kaum einer freut sich. Es herrschen Chaos, Verunsicherung, Machtkämpfe.
Ein neuer starker Mann geht um in Kloten. Ex-Valora-Manager Wolfgang Schickli (48), von Philippe Gaydoul als künftiger Flyers-CEO auserkoren, erweist seinem Spitznamen alle Ehre.
«Pitbull» wird Schickli gerufen. Erste Amtshandlung: Er entmachtete Jürg Schawalder, die wichtigste Bezugsperson der Spieler. Hinter dem Rücken des Sportchefs unterbreitete er Roman Wick und Patrick von Gunten 8-Jahres-Verträge zu tieferen Konditionen und mit beruflichen Perspektiven. Schawalder: «Kein Kommentar. Ich habe im Internet davon erfahren.»
Während sich Von Gunten mit Kloten mündlich einig ist, steht die Zukunft von Wick – an ihm ist auch der ZSC interessiert – in den Sternen. «Klotens Angebot war inakzeptabel», sagt Vater Marcel Wick. Er amtet für seinen Sohn als Agent und sondiert nun den Markt. Schickli, der sich nie beim Team vorgestellt hat, betont: «Es bleibt bei diesem Angebot.»
Kultfigur Felix Hollenstein, der gemeinsam mit Schawalder das Team zusammenhielt, bangt nach 28 Jahren in Kloten um seine Zukunft. Dabei schien es klar, dass er Cheftrainer wird. Doch laut Insidern wurde er bereits in den ersten Verhandlungen mit Vorwürfen eingedeckt. Hollenstein selbst schweigt. Doch wie würde man seine Entlassung angesichts der Finanzen begründen?
«Das werden wir sehen, wenn es so weit ist», sagt Schickli. «Es geht nicht um Hollenstein, es geht um den Klub.»
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