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Liga reagiert nach Fehlentscheiden der Ersatz-Refs! Keine Luxusferien mehr für Spengler-Cup-Schiris

Torklau in Langnau, umstrittene Szene in Ambri: Während drei Profi-Schiris ihre Füsse hochlagern, sorgen Koch, Prugger und Co. für rote Köpfe. Jetzt reagiert die Liga und streicht den Unparteiischen ihren Freitag.

  • Publiziert: 06.01.2012
  • Von Angelo Rocchinotti

Eine langjährige Tradition will es, dass die Schiedsrichter, die am Spengler Cup im Einsatz standen, in der ersten Runde nach dem Silvester einen Freitag geniessen dürfen.

In diesem Jahr können Danny Kurmann (45), Didier Massy (49) und Daniel Stricker (36) ihre Füsse hochlagern. Und das, obwohl keiner der drei den Spengler-Cup-Final zwischen Davos und Dinamo Riga (3:2) pfeifen durfte.

Prompt kommt es in der ersten NLA-Runde am 2. Januar zu umstrittenen Szenen – und dies ausgerechnet im Kampf am Playoff-Strich. Langnau kassiert gegen Biel (2:3) das 1:1, weil Ref Marco Prugger ein Foul an Tigers-Topskorer Kurtis McLean nicht ahndet.

Und 0,2 Sekunden vor Schluss annulliert er den korrekt erzielten Treffer von McLean zum vermeintlichen 3:3. Letzteres, weil er nicht überprüfen kann, ob die Zeit schon abgelaufen war (im BLICK).

In Ambri lässt Andreas Koch die Partie trotz einer Keilerei zwischen Alain Demuth und Mathias Joggi weiterlaufen. Die Folge: Taticek schiesst Davos 34 Sekunden vor der Schluss-Sirene zum 3:2-Sieg.

«Ich mache Koch keinen Vorwurf. Ihm fehlt die Erfahrung. Doch wieso muss er in Spielen, in welchen es um die Existenz geht, Lehrgeld zahlen?», so Ambri-CEO J. J. Aeschlimann.

Den Protest haben die Biancoblù bei der Liga nicht bestätigt. Doch Ambri-Präsident Filippo Lombardi betont: «Wir haben uns betreffend der Wahl der Schiedsrichter bei der Liga beklagt. Es kann nicht sein, dass die Profis in Davos Luxusferien machen können und am 2. Januar – wenn die Meisterschaft fortgesetzt wird – dispensiert werden. Und das nur, weil sie am Spengler Cup offenbar so sehr leiden mussten. Solch wichtige Spiele sollten Profis und keine NLB-Schiedsrichter leiten», so der CVP-Ständerat.

Nach den jüngsten Vorfällen machen die Liga-Bosse Schluss mit dem alten Zopf. 2013 müssen alle Schiedsrichter am 2. Januar wieder ran. Übrigens: Das Spiel zwischen Ambri und Zug am Freitag leitet Profi-Ref Kurmann.

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Eishockey

National League A

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Runde 50 National League A

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 EV Zug 50 173:131 98
2 HC Davos 50 155:117 98
3 HC Fribourg-Gottéron 50 156:120 94
4 Kloten Flyers 50 158:117 91
5 SC Bern 50 153:130 87
6 HC Lugano 50 152:150 79
7 ZSC Lions 50 136:129 77
8 EHC Biel 50 114:128 68
9 Servette Genf 50 117:126 67
10 SCL Tigers 50 124:166 52
11 HC Ambri-Piotta 50 102:153 49
12 Rapperswil-Jona Lakers 50 99:172 40