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Es hätte für Fribourg Gottéron die schönste Saison der Klubgeschichte werden sollen. Die Führungscrew um Verwaltungsratspräsident Daniel Baudin generierte im Sommer mit 11 Millionen Franken das höchste Budget aller Zeiten. Nach 6000 verkauften Saisonabos musste der Vorverkauf gestoppt werden – fantastisch. Und sportlich? Mit Casutt, Leblanc, Lachmatow, Aubin, Gerber, Leuenberger und Voisard wurden gleich sieben neue Spieler geholt. Und an der Saane sprach man ungeniert vom Meistertitel.
Heute sind alle schlauer
Es kommt aber meistens anders, als man denkt. Die Misere beginnt schon an der Heim-WM im letzten Frühling mit der Verletzung von Julien Sprunger (Rückkehr 15. November). Und im zweiten Saisonspiel gegen Servette erwischt es Sandy Jeannin. Die medizinische Abteilung der Fribourger diagnostiziert eine Hirnerschütterung. Aber der tapfere Captain Jeannin will zu früh zurück aufs Eis, statt die Verletzung in Ruhe auszukurieren. Heute sind alle schlauer – und um eine Lektion erfahrener. Serge Pelletier, Trainer, Sportchef und neu auch medizinischer Sprecher der Fribourger, weiss: «Jeannin hat ein Schleudertrauma erlitten. Bis zu seiner Rückkehr können noch Wochen vergehen.»
Jeannin, letzte Saison der Leader auf und neben dem Eis, ist am Boden zerstört.
Konditionstrainer Bruno Knutti kümmert sich praktisch rund um die Uhr um den Musterprofi. Dazu gehört auch die moralische Unterstützung: «Wir unternehmen alles Menschenmögliche. Ob Schul- oder Alternativmedizin, wir lassen nichts aus. Aber eine wesentliche Besserung ist leider noch nicht eingetreten.»
Fribourg bleibt nichts erspart
Knutti arbeitet momentan täglich rund 30 Minuten mit dem Mittelstürmer. Mehr liegt noch nicht drin. Letzte Saison fiel mit Marc Chouinard ein anderer Schlüsselspieler wegen einer ähnlichen Verletzung fast fünf Monate aus. Serge Pelletier relativiert: «Bei Chouinard war es noch schlimmer. Das hoffe ich jedenfalls...»
Gottéron bleibt wirklich nichts erspart. Neben Leitwolf Jeannin und Goalgetter Sprunger ist auch Filigrantechniker Andrej Bykow ausser Gefecht.
Statt zu helfen, muss das Top-Trio den schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte tatenlos mit ansehen – eine ganz bittere Pille.
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | EV Zug | 50 | 173:131 | 98 |
| 2 | HC Davos | 50 | 155:117 | 98 |
| 3 | HC Fribourg-Gottéron | 50 | 156:120 | 94 |
| 4 | Kloten Flyers | 50 | 158:117 | 91 |
| 5 | SC Bern | 50 | 153:130 | 87 |
| 6 | HC Lugano | 50 | 152:150 | 79 |
| 7 | ZSC Lions | 50 | 136:129 | 77 |
| 8 | EHC Biel | 50 | 114:128 | 68 |
| 9 | Servette Genf | 50 | 117:126 | 67 |
| 10 | SCL Tigers | 50 | 124:166 | 52 |
| 11 | HC Ambri-Piotta | 50 | 102:153 | 49 |
| 12 | Rapperswil-Jona Lakers | 50 | 99:172 | 40 |