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Noch zu müde: Lugano schont Sbisa heute noch

Ducks-Verteidiger Luca Sbisa gibt heute gegen die Kloten Flyers sein Debüt noch nicht. Lugano schont ihn noch. «Wir können Meister werden», sagt er im Blick.ch-Interview.

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Luca Sbisa, am Samstag haben Rick Nash und Joe Thornton die Lakers praktisch im Alleingang abgeschossen. Ist es für die NHL-Stars so einfach in der NLA?
Luca Sbisa: Klar hatten die beiden einen ausgezeichneten Einstand. Doch das Niveau in der NLA ist sehr hoch. Ich wechselte mit 17 Jahren nach Übersee in die Juniorenliga. Die Schweizer Meisterschaft habe ich aber immer verfolgt und seither ist das Niveau zweifellos gestiegen. Nicht alle, die aus der NHL kommen, werden ein solches Debüt geben können.

Wie steht es um Ihren Formstand?
Ich bin seit August auf dem Eis. Wir mussten selbst Trainingseinheiten organisieren. Es waren mehr oder weniger lockere Übungen. Ich habe aber auch individuell trainiert. Es war natürlich sehr schwierig, weil wir nie wussten, ob die NHL-Saison beginnt oder nicht. Ich fühle mich in Form. Das erste Training mit Lugano war hart. Ich brauche noch eine Woche und ein paar Spiele, um den Rhythmus zu finden.

Wieso haben Sie sich für Lugano entschieden?
Natürlich haben auch andere Teams angeklopft. Doch Lugano war der Klub, der am meisten Interesse gezeigt hat. Das hat mir die Entscheidung erleichtert.

Was denken Sie: Wie lange dauert der Lockout?
Ich glaube, man wird nicht so schnell eine Lösung finden. Ich hatte schon einige Wochen vor der Deadline den Eindruck, dass es zum Lockout kommen wird. Deshalb habe ich mich auch entschieden, das Angebot aus Lugano anzunehmen. Falls es in der NHL eine lange Pause geben sollte, habe ich wenigstens hier meinen Platz auf sicher.

Welche Ziele haben Sie in Lugano?
Was die Tore und Assists betrifft: Da setze ich mir keine Ziele. Ich bin hier, um der Mannschaft zu helfen. Ich werde immer mein Bestes geben und nichts Spezielles versuchen, nur weil ich aus der NHL komme.

Was ist mit den Bianconeri möglich?
Wir haben einen guten Mix aus jungen und erfahrenen Spielern. Offensiv haben wir sehr kreative Spieler. Und auch in der Abwehr fehlt es uns nicht an der Qualität. Ich sehe keinen schwachen Punkt. Mit diesem Team können wir um den Titel spielen.

Mehrere NLA-Teams setzen auf NHL-Spieler. Welcher Klub hat sich am besten verstärkt?
Ich hoffe, der HC Lugano (lacht). Nein, im Ernst: Der HCD hat sich mit Nash und Thornton optimal verstärkt. Beide kennen die Liga. Doch auch die anderen Spieler werden eine Attraktion für die Fans sein.

Wie würden Sie Anaheims Leaderfigur Teemu Selänne beschreiben?
Selänne ist für mich der beste Spieler überhaupt. Nicht nur auf, sondern vor allem auch neben dem Eis. Er hat eine lange und erfolgreiche Karriere hinter sich und ist trotzdem immer bescheiden geblieben. Als ich in Anaheim angekommen bin, hat er mich der ganzen Mannschaft vorgestellt. Er ist auch für die Fans ansprechbar und verweigert nie einen Autogrammwunsch.

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