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Ambri-Goalie Bäumle Griff nach den Sternen

  • Publiziert: 30.08.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Albert Fässler

Halbe Sachen sind ihm ein Gräuel. Thomas Bäumle will den totalen Erfolg und mit Ambri unmöglich Scheinendes möglich machen – ein Platz im Playoff muss her!

Die Hockey-Schweiz ist sich einig: Ambri wird 2010/11 erneut im Playout landen. Zum fünften Mal in Folge. Thomas Bäumle weiss um diese Denkweise. Klein beigeben ist aber nicht sein Ding. Das verbietet ihm allein schon sein sportlicher Ehrgeiz.

«Im Vorjahr haben wir 14 Spiele mit nur einem Tor Differenz verloren. Das wird sich nicht wiederholen. Denn die Defensive ist nicht schwächer, die Offensive hingegen deutlich stärker besetzt. Mit perfekter Kollektivarbeit können wir das Wunder schaffen und bei der Vergabe der Playoffplätze ein ernstes Wörtchen mitreden.»

Aussergewöhnliche Ziele erfordern aussergewöhnliche Massnahmen. Das hat sich Thomas Bäumle auf die Fahne geschrieben und in der Vorbereitung neue Wege beschritten: Erstmals in seiner Karriere trieb es den 25-Jährigen zur weiteren Ausbildung ins Ausland – finanziert durch den Griff in den eigenen Geldbeutel. Im Mai schloss sich Bäumle dem finnischen Superligisten Assät Pori an, wo der einstige Ambri-Trainer Pekka Rautakallio tätig ist und ihm diese Luftveränderung auch ermöglichte. Der Schweizer Gast wurde in den täglichen Trainingsbetrieb integriert und hatte mit Kari Lehtonen praktisch rund um die Uhr einen vollamtlichen Goalietrainer zur Verfügung.

Im Entwicklungscamp der Montreal Canadiens

Für den ehemaligen SCB-Junior und 14-fachen Internationalen kam es aber noch besser. Im Juni sass Thomas Bäumle völlig unerwartet im Flieger nach Montreal. Nicht etwa, um in Kanada die Angelrute zu schwingen, sondern um einer Einladung der Montreal Canadiens in ein Entwicklungscamp Folge zu leisten. Inmitten von NHL-Drafts, AHL-Stars und talentierten Rookies war der Ambri-Schlussmann einer von nur vier Europäern, denen diese Ehre widerfuhr.

Die Rückkehr aus einer andern «Hockey-Welt» (Zitat Bäumle) hat ihn aber nicht vom Boden der Realität abheben lassen. «Natürlich ist in Finnland und in Kanada alles noch eine Schuhnummer grösser und professioneller, aber mein Herz gehört Ambri. Ich bin total happy in der Leventina und würde meinen Job mit niemandem tauschen.»

Team-Check

Der Trainer

Egal, wie die Resultate ausfallen – die Entlassung droht Trainer Benoit Laporte (Bild) nicht. Denn als Sportchef müsste er ja sich selbst kündigen. Sollte der Kanadier die Playoffs schaffen, wäre ihm der Denkmalstatus hingegen sicher: Die Leventina wartet seit nunmehr vier Jahren auf den (Playout-)Erlöser.

Transfers

Ambri ist ein Paradebeispiel, dass es für eine gute Personalpolitik keine Finanzspritzen von Dagobert Duck braucht. Mit Martin Kariya (28, Bild), Yannick Lehoux (28) und Trevor Meier (37) wurden Skorer verpflichtet, mit Raeto Raffainer (28, von den Lakers) wurde zusätzliches Einschüchterungspotenzial eingekauft.

Sorge

In der Defensive fehlt es nicht an Talent, aber an Routine. Nur gerade Quarterback Zdenek Kutlak (30, Bild), Ralph Bundi (32), Marc Gautschi (28), Reto Kobach (30) und Reto Stirnimann (35) genügen höheren Ansprüchen. Kompensieren lässt sich dieses Manko nur mit Stürmern, die auch Drecksarbeit zu leisten gewillt sind.

Hoffnung

Die Last des Toreschiessens ruht nicht mehr allein auf den Schultern von Captain Paolo Duca (Bild). In jeder Linie stecken nun Spieler, die entscheidend zum Sieg beitragen können. Falls die Abwehr dicht hält, der Ex-Internationale Demuth sowie Schillerfalter Erik Westrum zur Form finden, darf Ambri vom Playoff träumen.

BLICK-Tipp

1. 
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4. 
5. HC Davos 
6. Kloten Flyers
7. 
8. 
9. Lakers
10.
11.
12. Ambri Piotta

Kader

Goalies
30 Bäumle Thomas (Alter: 25)
3 Croce Lorenzo (26)

Verteidiger
4 Bundi Ralph (32)
23 Gautschi Marc(27)
22 Kobach Reto (30)
80 Kutlak Zdenek (Tsch, 30)
10 Marghitola Daniele (22)
65 Stirnimann Reto (35)
83 Vasanelli Raphael (19)
40 Randegger Gian-Andrea (24)

Stürmer
63 Bianchi Mattia (26)
89 Botta Roman (26)
97 Brunner Adrian (22)
55 Demuth Alain (31)
46 Duca Paolo (29)
92 Hoffmann Gregory (17)
88 Incir Ivan (19)
75 Kariya Martin (Ka, 28)
26 Lehoux Yannick (Ka, 28)
25 Meier Trevor (37)
45 Murovic Mirko (29)
18 Pestoni Inti (19)
13 Raffainer Raeto (28)
91 Walker Julian (23)
7 Westrum Erik (USA, 31)
43 Zanetti Mauro (22)

Trainer
Benoit Laporte (Ka, 50)

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Eishockey

National League A

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Runde 50 National League A

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 EV Zug 50 173:131 98
2 HC Davos 50 155:117 98
3 HC Fribourg-Gottéron 50 156:120 94
4 Kloten Flyers 50 158:117 91
5 SC Bern 50 153:130 87
6 HC Lugano 50 152:150 79
7 ZSC Lions 50 136:129 77
8 EHC Biel 50 114:128 68
9 Servette Genf 50 117:126 67
10 SCL Tigers 50 124:166 52
11 HC Ambri-Piotta 50 102:153 49
12 Rapperswil-Jona Lakers 50 99:172 40