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Bruno Hug: «Gewalt wird beschönigt»

  • Aktualisiert am 19.01.2012
  • Von Nicole Vandenbrouck

Lakers-Boss Bruno Hug fordert, dass die Hockey-Klubs das Hooligan-Problem gemeinsam anpacken.

Blick: Hat Sie das Spielabbruch-Debakel in Zug gefreut?
Bruno Hug:
Nein, das kann niemanden freuen. Aber das hilft vielleicht, dass alle Akteure noch mehr zusammenrücken, um dem Problem umfassend zu begegnen.

Die Sicherheits- und Gewaltproblematik muss stärker in den Fokus aller Beteiligten rücken?
Das Problem wird leider immer noch beschönigt oder man will es nicht richtig wahrhaben. Wenn Klubpräsidenten von den brennenden Fackeln ihrer Fans schwärmen, wenn ganze Fankurven die machtlose Polizei und Politik auslachen, wenn Klubvertreter – wie jetzt im Falle von Zug – von Einzeltätern sprechen, dann stimmt das mit der Realität nicht überein. Wir müssen erkennen, dass der Sport unter diesem Gewaltproblem unheimlich leidet und schaden nimmt.

Warum wird diese Problematik zu wenig ernst genommen?
Sie wird nicht zu wenig ernst genommen. Sondern niemand weiss, wie man damit umgeht. Sie hat alle überrascht: Verbände, Klubs, Politik, Polizei.

Ihr Rezept dagegen?
Das Problem kann nur gemeinsam gelöst werden. Staat, Klubs und Verbände müssen gemeinsam agieren. Wichtig ist, dass wir Klubs uns zusammenraufen.

Inwiefern?
Mit gemeinsamen Stadionregeln und Sanktionen, schnellem Datenaustausch zwischen Klubs und Polizei, einem hohen Standard der Videoüberwachung, Identifizierung von Chaoten. Und Staat und Polizei müssen griffige Gesetze haben, die sie dann aber auch durchsetzen.

Sonst verkommen Sport-Events zu Polizei-Anlässen.
Das sind sie heute, aber das muss sich wieder ändern. Man darf nicht vergessen, dass auch viele Fans unter dieser Tatsache leiden.

Könnte der Täter von Zug mit Ihrem Kamera-System identifiziert werden?
Das kann ich nicht sicher sagen. Aber alle, die dort um diese rauchende Petarde stehen, könnten mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich identifiziert werden.

Wie muss man solche Leute bestrafen?
Es hätten Menschen umkommen können. Es liegt nun am Staat, diese Täter zur Verantwortung zu ziehen.

Da genügen Stadionverbote als Bestrafung aber nicht.
Das war eine Gefährdung von Menschenleben. Der Staat muss jetzt ernst machen. Dabei nützen Kuscheljustiz und Sozialbetreuungsansätze nichts!

Was erhoffen Sie sich vom Treffen der Arbeitsgruppe und der Liga?
Eine vertiefte Zusammenarbeit aller Klubs zur Gewaltvermeidung. Der Sport muss wieder den Sportfreunden gehören und darf nicht unter einer Minderheit leiden.




Pionier: Bruno Hug und sein Sicherheits-Projekt.- Benjamin Soland

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National League A

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Runde 46 National League A

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 EV Zug 46 160:125 91
2 HC Davos 46 140:108 90
3 HC Fribourg-Gottéron 46 146:111 87
4 SC Bern 46 145:120 83
5 Kloten Flyers 46 141:109 80
6 HC Lugano 45 141:142 69
7 ZSC Lions 44 123:117 68
8 Servette Genf 46 109:113 63
9 EHC Biel 46 103:115 62
10 HC Ambri-Piotta 46 93:138 46
11 SCL Tigers 46 114:158 46
12 Rapperswil-Jona Lakers 45 91:150 37