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Bruno Hug: «Gewalt wird beschönigt»

  • Publiziert: 13.10.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Nicole Vandenbrouck

Lakers-Boss Bruno Hug fordert, dass die Hockey-Klubs das Hooligan-Problem gemeinsam anpacken.

Blick: Hat Sie das Spielabbruch-Debakel in Zug gefreut?
Bruno Hug:
Nein, das kann niemanden freuen. Aber das hilft vielleicht, dass alle Akteure noch mehr zusammenrücken, um dem Problem umfassend zu begegnen.

Die Sicherheits- und Gewaltproblematik muss stärker in den Fokus aller Beteiligten rücken?
Das Problem wird leider immer noch beschönigt oder man will es nicht richtig wahrhaben. Wenn Klubpräsidenten von den brennenden Fackeln ihrer Fans schwärmen, wenn ganze Fankurven die machtlose Polizei und Politik auslachen, wenn Klubvertreter – wie jetzt im Falle von Zug – von Einzeltätern sprechen, dann stimmt das mit der Realität nicht überein. Wir müssen erkennen, dass der Sport unter diesem Gewaltproblem unheimlich leidet und schaden nimmt.

Warum wird diese Problematik zu wenig ernst genommen?
Sie wird nicht zu wenig ernst genommen. Sondern niemand weiss, wie man damit umgeht. Sie hat alle überrascht: Verbände, Klubs, Politik, Polizei.

Ihr Rezept dagegen?
Das Problem kann nur gemeinsam gelöst werden. Staat, Klubs und Verbände müssen gemeinsam agieren. Wichtig ist, dass wir Klubs uns zusammenraufen.

Inwiefern?
Mit gemeinsamen Stadionregeln und Sanktionen, schnellem Datenaustausch zwischen Klubs und Polizei, einem hohen Standard der Videoüberwachung, Identifizierung von Chaoten. Und Staat und Polizei müssen griffige Gesetze haben, die sie dann aber auch durchsetzen.

Sonst verkommen Sport-Events zu Polizei-Anlässen.
Das sind sie heute, aber das muss sich wieder ändern. Man darf nicht vergessen, dass auch viele Fans unter dieser Tatsache leiden.

Könnte der Täter von Zug mit Ihrem Kamera-System identifiziert werden?
Das kann ich nicht sicher sagen. Aber alle, die dort um diese rauchende Petarde stehen, könnten mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich identifiziert werden.

Wie muss man solche Leute bestrafen?
Es hätten Menschen umkommen können. Es liegt nun am Staat, diese Täter zur Verantwortung zu ziehen.

Da genügen Stadionverbote als Bestrafung aber nicht.
Das war eine Gefährdung von Menschenleben. Der Staat muss jetzt ernst machen. Dabei nützen Kuscheljustiz und Sozialbetreuungsansätze nichts!

Was erhoffen Sie sich vom Treffen der Arbeitsgruppe und der Liga?
Eine vertiefte Zusammenarbeit aller Klubs zur Gewaltvermeidung. Der Sport muss wieder den Sportfreunden gehören und darf nicht unter einer Minderheit leiden.




play Pionier: Bruno Hug und sein Sicherheits-Projekt. (Benjamin Soland)

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Runde 50 National League A

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 EV Zug 50 173:131 98
2 HC Davos 50 155:117 98
3 HC Fribourg-Gottéron 50 156:120 94
4 Kloten Flyers 50 158:117 91
5 SC Bern 50 153:130 87
6 HC Lugano 50 152:150 79
7 ZSC Lions 50 136:129 77
8 EHC Biel 50 114:128 68
9 Servette Genf 50 117:126 67
10 SCL Tigers 50 124:166 52
11 HC Ambri-Piotta 50 102:153 49
12 Rapperswil-Jona Lakers 50 99:172 40