7 Hirnerschütterungen, 3 Monate Pause, 10 Kilo verloren. Kommt Gottéron-Stürmer Julien Sprunger jemals zurück?
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Auch die Nati ist für Sprunger zur Zeit kein Thema.
(EQ)Sonntag, 29. April 2012. Testspiel der Schweizer Nati gegen Kanada in Fribourg. Oder der letzte Einsatz von Gottéron-Star Julien Sprunger (26): Lichterlöschen im Heimstadion. Der Filigrantechniker holt sich in diesem Spiel eine Hirnerschütterung – die siebte seiner Laufbahn.
Vier Monate später kämpft der Westschweizer immer noch mit den Folgen. Wann und ob Sprunger jemals wieder ernsthaft zur Sache gehen kann, steht derzeit in den Sternen: «Nach drei Monaten absoluter Ruhe darf ich jetzt wenigstens wieder etwas Krafttraining betreiben. Und kann dann auch langsam das Sommertraining nachholen.»
Aufs Eis geht er vorderhand nur frühmorgens: «Ich drehe dann meine Runden und spiele etwas mit dem Puck, danach gehts für zwei Stunden in den Fitnessraum.»
Drei Monate Inaktivität haben ihren Tribut gefordert: 10 Kilo Muskelmasse gingen bei Sprunger flöten. «Sechs Kilo habe ich inzwischen wieder auf die Rippen gepackt, den Rest muss ich in den nächsten Wochen noch wettmachen.»
Den Zeitpunkt eines möglichen Comebacks bestimmt aber nur er selbst: «Ich war zur Regeneration in den Vereinigten Staaten, dort haben mir Experten erklärt, dass die Anzahl der Hirnerschütterungen gar nicht massgebend sei. Wichtiger sei, dass sämtliche Symptome abgeklungen sind, bevor man wieder in den Wettkampf einsteigt. Ein Risiko werde ich also auf keinen Fall eingehen.»
Bleibt Sprunger im derzeitigen Fahrplan, kann er vielleicht in drei bis vier Wochen im Verbund mit den Teamkollegen auf dem Eis stehen. «Ich habe wohl einen grossen Rückstand auf sie, aber nach dieser langen Pause wäre das bereits ein Aufsteller für mich.»
Und die Aussichten? In der letzten Saison spielte er bis Weihnachten auf höchstem Niveau, danach ging seine Leistungskurve in den Keller. In diesem Jahr könnte das Gegenteil der Fall sein. Sprunger: «Mit etwas Glück spiele ich im Dezember wieder und bin dann eben erst zum Playoffstart in Hochform – das wäre doch der absolute Idealfall!»
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Fribourg | 50 | 163:123 | 99 |
| 2 | Bern | 50 | 169:117 | 92 |
| 3 | Zug | 50 | 172:154 | 91 |
| 4 | ZSC Lions | 50 | 152:131 | 89 |
| 5 | Davos | 50 | 170:152 | 81 |
| 6 | Lugano | 50 | 163:139 | 80 |
| 7 | Servette | 50 | 146:139 | 80 |
| 8 | Biel | 50 | 160:161 | 72 |
| 9 | Kloten Flyers | 50 | 151:137 | 69 |
| 10 | Ambri | 50 | 128:178 | 53 |
| 11 | Lakers | 50 | 139:207 | 53 |
| 12 | SCL Tigers | 50 | 117:192 | 41 |
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