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Sein Name ist Programm. Er kommt aus dem Keltischen und bedeutet «Klirrendes Schwert». Und wie ein furchtloser Ritter spielt Tristan auch. Kennt keine Angst und checkt, wer sich ihm in den Weg stellt – obwohl er nur 1,77 Meter misst. Als Junior oft ungestüm, hat der Fighter eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht. «Ich habe gelernt, im richtigen Moment meine Emotionen zu kontrollieren», sagt er. Im Herbst rechnete beim SCB keiner mit Scherwey, jetzt ist er fester Bestandteil der Mannschaft. Trainer Larry Huras: «Ich hatte ihn vor der Saison gar nicht auf der Liste. Er war vielleicht Stürmer Nummer 17. Er hat sich aufgedrängt.»
Scherwey war auch beim WM-Erfolg der Junioren ein tragendes Element. U20-Trainer Köbi Kölliker: «Er hat sich auch in der Kabine zu einem Leader entwickelt. Leider gibt es in der Schweiz nicht viele Spieler wie ihn.» Ein Glücksfall für den SCB, denn diese Entwicklung war nicht vorauszusehen. Scherwey hat bei den Bernern einen Ausbildungsvertrag bis er 20 ist.
Scherwey kommt aus einfachen Verhältnissen, spielt im Nachwuchs von Gottéron bis er als Novize zu Bern wechselt. Ausgerechnet gegen Fribourg schiesst er im Oktober seine ersten NLA-Tore: «Einfach unglaublich», sagte er damals nur.
Hart und hochanständig
Auf dem Eis ist Scherwey ein unangenehmer Zeitgenosse, daneben ein hochanständiger junger Mann. Seine Härte hat aber schon ein prominentes Opfer gefordert: Servettes Verteidiger John Gobbi, sonst selbst ein Mann fürs Grobe, blieb am 21. November in Bern nach einem Scherwey-Check mit einer Hirnerschütterung am Boden liegen. Nach dem Spiel wartete Scherwey in der nassen Ausrüstung schlotternd in der Kälte vor dem Sanitätsraum, um sich bei Gobbi zu entschuldigen.
Wie ein Ritter eben.
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | EV Zug | 50 | 173:131 | 98 |
| 2 | HC Davos | 50 | 155:117 | 98 |
| 3 | HC Fribourg-Gottéron | 50 | 156:120 | 94 |
| 4 | Kloten Flyers | 50 | 158:117 | 91 |
| 5 | SC Bern | 50 | 153:130 | 87 |
| 6 | HC Lugano | 50 | 152:150 | 79 |
| 7 | ZSC Lions | 50 | 136:129 | 77 |
| 8 | EHC Biel | 50 | 114:128 | 68 |
| 9 | Servette Genf | 50 | 117:126 | 67 |
| 10 | SCL Tigers | 50 | 124:166 | 52 |
| 11 | HC Ambri-Piotta | 50 | 102:153 | 49 |
| 12 | Rapperswil-Jona Lakers | 50 | 99:172 | 40 |