Empörung über den neuen Strafen-Wahn «Das ist ein Zirkus!»

Strafenflut in der NLA! Bei Fans, Spielern und Trainern herrscht Unverständnis und Entsetzen, wie die Schiedsrichter die Regeln seit dieser Woche in der NLA interpretieren.

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NLA Schweiz

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 SC Bern 41 128:96 86
2 ZSC Lions 42 137:100 86
3 EV Zug 39 124:85 82
4 Lausanne HC 40 131:104 74
5 HC Davos 40 119:109 59
6 EHC Biel 41 120:117 58
7 HC Lugano 42 117:140 55
8 Genf-Servette HC 41 101:116 54
9 EHC Kloten 41 117:134 49
10 SCL Tigers 42 99:122 49
11 HC Fribourg-Gottéron 40 102:136 42
12 HC Ambri-Piotta 41 100:136 41

Eishockey

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Vor einer Woche forderten die Sportchefs der Klubs die Schiedsrichter-Chefs auf, endlich die Regeln durchzusetzen (BLICK berichtete). Vor allem Stockfouls waren viel zu wenig konsequent geahndet worden. Doch nun wurden am Donnerstag in sechs Spielen 210 Strafminuten ausgesprochen. Es wird nicht hart, sondern äusserst kleinlich gepfiffen. So hatte sich das niemand vorgestellt.

«Einerseits ist es für mich nicht ganz nachvollziehbar. Anderseits muss man sicher ein Mittelmass finden», sagt Davos-Verteidiger Noah Schneeberger. «Im Moment ist es extrem kleinlich, was gepfiffen wird und ich denke, so kann man auch das Spiel zerstören. Doch für die Schiedsrichter ist auch neu. Ich denke, nach einigen Spielen werden sie es auch besser in den Griff bekommen.»

Biels-Verteidiger Thomas Wellinger findet: «Ich denke, die Schiedsrichter müssen so drastisch eingreifen, damit wir es auch lernen, den Stock auf dem Eis zu haben. Dann wird es ein schnelleres Spiel geben.» Anders sieht es sein Teamkollege Gaëtan Haas. «Das ist ein Zirkus!», sagt der Nati-Stürmer gegenüber «Le Matin». «Da vergeht einem die Lust am Spielen. Alle zögern und wissen nicht mehr, wie sie sich verhalten sollen.»

Auch Servette-Trainer Chris McSorley poltert bei «Le Matin»: «Das ist nicht mehr Eishockey. Wenn es so weitergeht, haben wir in einigen Wochen 12 leere Stadien in der NLA.» Der Kanadier gehört auch zu den Sportchefs, welche vor einer Woche von den Schiedsrichter-Chefs einen neuen Kurs verordneten. «Unser Anliegen war klar: Man muss die Regeln durchsetzen, damit die Nati an der WM nicht benachteiligt wird», sagt McSorley. «Doch wie jetzt gepfiffen wurde, war es ein Theater. Ich hatte den Eindruck, dass die Schiedsrichter gegen die Klubs arbeiten.»

Auch Ambri-Coach Hans Kossmann ist verärgert. «Es ist offensichtlich, dass es so nicht weitergehen kann», sagt der Schweiz-Kanadier auf «Teleticino». «Warten wir einige Spiele ab, vielleicht wurde das Anliegen nicht gut verstanden.» Und Luganos Trainer Doug Shedden wettert: «Ich wüsste gerne, welches Genie entschieden hat, die Regeln zu ändern. Das ist ein Wahnsinn, kein Eishockey.»

Publiziert am 23.12.2016 | Aktualisiert am 23.12.2016
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Schiedsrichter gegen Klubs? Ref Stefan Eichmann erklärt Servette-Coach Chris McSorley seinen Standpunkt. play
Schiedsrichter gegen Klubs? Ref Stefan Eichmann erklärt Servette-Coach Chris McSorley seinen Standpunkt. KEY

8 Kommentare
  • Tashunka  Blue aus Watt
    24.12.2016
    Ob richtig oder falsch dass man die Regeln ändert, da möchte ich mich nicht äussern...Was aber mit Bestimmtheit falsch ist, dass man während der Saison die Regeln ändert...
  • anton  lienhard 24.12.2016
    Die Schiris pfeiffen nicht konsequent. Gestern in Olten wurde teilweise ganz kleinlich gepfiffen, aber teilweise wurde dann wieder grobe Fouls wie gefährliche Bandenchecks grosszügig übersehen.
  • Werner  Müller 24.12.2016
    Der internationale Trend geht in die falsche Richtung. Gesundheit als oberstes Credo. Was kommt als nächstes? Vegane Ausrüstung und ein Puck aus Kork? Früher haben die Schlachten auf dem Eis die Leute noch von den Sitzen gerissen, beim heutigen Pussy-Hockey schläft einem das Gesicht ein. Aber den Hippstern gefällts ja...
  • Ueli  Huber 23.12.2016
    Vielleicht bin ich der einzige hier aber ich frage mich wie lange der Zuschauer noch ins Stadion geht wenn nur noch in Überzahl respektive Unterzahl gespielt wird...!? Dann kann man ja gleich mit 3 gegen 3 spielen unter dem Motto, weniger Spieler gleich mehr Platz gleich weniger Zweikämpfe gleich weniger oder keine Strafen mehr.... ABER wer will den so etwas sehen? Ach ja und die Kader werden dadurch auch viel kleiner und daher viel günstiger.....eine win win situation............., grrrr:-)))
  • Theo  Froideveaux 23.12.2016
    Jetzt geben Sie doch den Schiris auch etwas Zeit. Wenn schon der Verband mitten in der Saison mit so einem Anliegen kommt, braucht es etwas Zeit,bis es funktioniert. Jetzt wieder auf die Schiris einzuprügeln ist billig. Die machen ja nur, was man ihnen aufgetragen hat. Der Witz ist doch, dass diese Kehrtwendung mitten inn der Saison kommt, als ob das neu wäre, dass in der Schweiz zu wenig hart gepfiffen wird.