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Lockout-Star hinterliess Chaos: Biel-Seguin ein Grüsel

Münzen, Cola-Flaschen und Wäsche auf dem Boden – und Waschpulver im Trockner. Biels NHL-Star Tyler Seguin (20) war ein Chaot.

  • Publiziert: , Aktualisiert:
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Bostons Goalgetter Tyler Seguin war der wohl spektakulärste Lockout-Gast. Der Trickser skorte für Biel in 29 Spielen 25 Tore und wurde von den Fans vergöttert. Doch der Kanadier kam, sah – und hinterliess eine Messie-ähnliche Sauerei. Messies sind Menschen, die ein Problem haben, ihre Wohnung in Ordnung zu halten.

Als Seguin während der Nati-Pause im November nach Übersee zurückkehrte, bat er den Klub, dafür zu sorgen, dass seine 3 ½-Zimmer-Attikawohnung in Biel gereinigt wird. Beauftragt wurde das ortsansässige Putzinstitut Lüpold Reinigungen.

Beim Betreten der Wohnung traf die Putz-Equipe fast der Schlag. Überall brannte Licht. Der Parkett­boden war mit Münzen im Wert von 220 Franken übersät. Zudem lagen Coca-Cola-Flaschen, Abfall und schmutzige Wäsche herum. Auf dem Tisch gammelten verfaulte Bananen vor sich hin.

Nur logisch, dass auch das Badezimmer nicht sauber war. Das Putzinstitut brauchte einen ganzen Tag, um die Sauerei aufzuräumen. Dabei wurden dem NHL-Star sogar die Kleider gewaschen.

Technisch unbegabt

Doch damit nicht genug: Auch im Dezember kehrte Seguin nach Nordamerika zurück. Und wieder musste das Putzinstitut antraben. Doch diesmal gabs noch mehr zu tun.

Weil sich der 20-Jährige mit den Haushaltgeräten nicht auskannte, warf er das Waschmittel in den Trockner – und versuchte, so seine Kleider zu waschen. Zudem wusste er nicht, wie man den Geschirrspüler bedient. Also liess Seguin alles stehen. Als ihm dann die sauberen Teller, Gläser und das Besteck ausgingen, kaufte er sich kurzerhand Plastikgeschirr.

«Man sah, dass ein junger, alleinstehender Mann zum ersten Mal eine Wohnung hatte. Da wir Vertragspartner des EHC Biel sind, möchte ich mich nicht näher dazu äussern», sagt Marc Lüpold, Geschäftsführer des Putzinstituts.

So chaotisch sich Seguin neben dem Eis aufführte, so professionell verhielt er sich im Team. «Tyler zeigte keinerlei Starallüren. Nach dem Spengler Cup kehrte er sogar nach Biel zurück, um sich persönlich beim Team zu verabschieden. Für meine Karriere ist es gut, dass ich mit den beiden NHL-Stars zurechtkam», sagt Coach Kevin Schläpfer.

CEO Daniel Villard betont: «Man muss Tyler jetzt nicht schlechtmachen. Er besuchte zum ersten Mal einen anderen Kontinent.»

Sauber wars dafür bei ­Patrick Kane (24), der mit seiner Mutter Donna nach Biel reiste. «Es war clever von ihm, dass er sie mitgenommen hat», sagt Schläpfer schmunzelnd.

Beliebteste Kommentare

  • Philipp  Rittermann
    ..was denn - das ist eine äh-ganz normale junggesellen-wohnung.
  • Thomas  Welti
    Da ist man halt schon aufgeschmissen, wenn man den Geschirrspüler nicht bedienen kann. Ein Fläschchen Waschmittel gekauft und den Heisswasserhahn in der Küche aufgedreht und schon wäre das Geschirr sauber. Der ist sicher auch aufgeschmissen, wenn Facebook mal nicht funktioniert. Weiss sicher nicht, dass man auch von Mund-zu-Mund noch miteinander kommunizieren kann.....

Alle Kommentare (26)

  • Monika  Kalt Rogantini , via Facebook
    Dass ist doch nur Fake !!!!
    Schau wie die Bananenschalen liegen !!!!
    Lach
    • 09.01.2013
    • 8
    • 24
  • Guido  LeBeau , Suisse
    Pffff.wenn jeder unordentliche Haushalt in der Schweiz eine Messie-Wohnung sein soll dann leben in der Schweiz mehrere Milionen Messies.... Messies sind horter und können nichts wegwerfen, dieser Herr da war einfach schlicht nur überfordert.
    • 08.01.2013
    • 26
    • 2
  • Heinz  Huwyler
    Ich schätze mal, das Putzinstitut "war" nun Vertragspartner des EHC Biel... eine solche Indiskretion geht ja gar nicht. Klar kümmert sich ein NHL-Star nicht selber um den Haushalt. Oh ja, die kommen am Abend nach dem Training nach Hause und machen erstmal Haushalt... selten so gelacht!
    • 08.01.2013
    • 43
    • 1
  • Frederick  Hitz , Zürich
    genialer eishockey-spieler, aber keine begnadete putzfrau.
    mit 20 sah meine wohnung auch nicht viel besser aus.
    den eishockey-fans bleibt er so oder so in guter erinnerung.
    • 08.01.2013
    • 30
    • 2
  • Christian  Dürig , Bern
    Vermutlich hatte er sein Leben lang nur Hockeyunterricht und kennt nichts anderes. In den Puck verliebt zu sein, bringt auch Erfolg.
    • 08.01.2013
    • 14
    • 5
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Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 HC Davos 31 117:79 66
2 ZSC Lions 32 100:64 65
3 SC Bern 31 105:73 64
4 EV Zug 30 95:77 52
5 HC Lugano 30 93:81 52
6 Genève-Servette HC 32 94:97 51
7 Lausanne HC 32 73:79 44
8 Kloten Flyers 31 73:95 38
9 EHC Biel 31 83:101 37
10 HC Fribourg-Gottéron 32 96:121 36
11 HC Ambri-Piotta 31 74:102 32
12 Rapperswil-Jona Lakers 31 72:106 24

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