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Die BLICK-Eishockey-Serie vor dem Saisonstart Der Rückkehrer fand eine neue Liebe

  • Publiziert: 28.08.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Albert Fässler

KLOTEN - ZH - Ronnie Rüeger (37) wollte mit Kloten seinen vierten Meistertitel holen, fand stattdessen aber sein privates Glück.

Im Herbst 1990 feierte das damals 17-jährige Goalietalent bei Kloten seinen NLA-Einstand. Doch an Reto Pavoni führte kein Weg vorbei. Deshalb suchte Ronnie Rüeger sein Glück anderswo. Auf seiner «Tour de Suisse» avancierte er sowohl in Zug (1998) als auch in Lugano (2003, 2006) zum Meistergoalie und schaffte den Sprung in die A-Nationalmannschaft.

2006 entschied sich der Klotener gegen Lugano und für die Rückkehr zu den Wurzeln. Auf den vierten Titel wartet er seither aber vergebens. Vor allem die Finalniederlage im siebten Spiel gegen Davos in der Saison 2008/09 ärgert ihn heute noch: «Eine solche Chance muss man einfach packen. Wir haben sie sträflich versiebt.»

Rüeger könnte es auch anders formulieren: Nicht er, sondern seine Vorderleute haben versagt. Solche Aussagen widersprechen aber seinem kollegialen Naturell.

Seinen Vertrag bei den Flyers hat der 37-Jährige soeben um zwei Jahre verlängert. Damit ist er neben Ari Sulander (41) der Dinosaurier unter den NLA-Torhütern. Ob er seine Schlittschuhe im Frühjahr 2012 dann tatsächlich an den Nagel hängt, weiss Rüeger nicht. «Solange Spass und Gesundheit stimmen und meine Leistungen höheren Ansprüchen genügen, mache ich weiter. Für weitere Nati-Einsätze bin ich aber wohl zu alt.»

Neu geschmiedet hat der 50-fache Internationale sein privates Glück. In Holzhäusern ZG bezieht Rüeger bald ein schmuckes Reiheneinfamilienhaus und hat dabei mit Pascal Müller (ZSC Lions) und Corsin Camichel (Zug) prominente Nachbarn. Tisch und Bett teilt Ronnie

Rüeger allerdings nicht mit ihnen, sondern mit seiner neuen Lebensgefährtin Nike Panitsas. Die hübsche Brünette war drei Jahre Marketingleiterin bei den Kloten Flyers.

Team-Check

Der Trainer
Anders Eldebrink startet in seine sechste und wohl letzte Saison als Kloten-Coach. Die Bilanz des Schweden ist vorzüglich: fünf Playoff-Teilnahmen, zwei Halbfinals und ein Final. Die sportliche Stabilität scheint trotz Hickhack im Umfeld und Abgang von Sportchef Alpo Suhonen nicht in Gefahr.

Transfers
Dank der Zuzüge von Hoffnungsträger Bieber, Dupont, Blum und Lemm fallen die Abgänge von Forrest (nach Kanada abgereist) und Wick (zu Ottawa, NHL) nicht ins Gewicht. Die Substanz wurde gewahrt. Und es gibt Talente wie Neher, Walser und Mettler, die auf NLA-Einsätze brennen. Man muss sie nur spielen lassen.

Sorge
Eine Serie von Verletzungen stand an der Basis für das Chaos im Vorjahr. Noch ist nicht alles ausgestanden. Momentan fehlen mit Hamr, Von Gunten (Hüftoperation) und Welti (Sehne in Kniekehle durchtrennt) drei wichtige Titulare. Zusätzliche Absenzen wären verheerend.

Hoffnung
Die Zeit der Ausreden ist vorbei. Gutes Geld will auch verdient sein. Die Fans fordern Kampf und Herzblut. An Talent und Substanz für attraktives Hockey fehlt es nicht. Für die Behebung der grössten Baustelle wurde Micki Dupont verpflichtet. Der Kanadier soll zeigen, wie das Powerplay funktioniert.

BLICK-Tipp

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5. HC Davos
6. Kloten Flyers
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Morgen im Blick: Lakers

Kader Kloten Flyers

Goalies

84 Flückiger Michael (Alter: 26)
66 Rüeger Ronnie (37)

Verteidiger

58 Blum Eric (24)
62 Du Bois Félicien (26)
25 Dupont Micki (Ka) (30)
77 Hamr Radek (Tsch) (36)
97 Mettler Thomas (19)
11 Schulthess Marc (24)
28 Sidler Patrick (24)
95 Steiner Nicholas (19)
72 Von Gunten Patrick (25)
2 Welti Marc (22)
52 Winkler Benjamin (33)

Stürmer

16 Bell Mark (Ka) (30)
44 Bieber Matthias (24)
13 Bodenmann Simon (22)
15 Füglister Jeffrey (20)
93 Herren Yannick (19)
91 Hollenstein Denis (20)
17 Jacquemet Arnaud (22)
10 Jenni Marcel (36)
87 Kellenberger Steve (23)
67 Lemm Romano (26)
41 Liniger Michael (30)
96 Neher Lars (18)
33 Rintanen Kimmo (Fi) (37)
23 Santala Tommi (Fi) (31)
22 Stancescu Victor (25)
94 Walser Samuel (18)

Trainer

Anders Eldebrink (Sd) (49)

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Eishockey

National League A

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Runde 50 National League A

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 EV Zug 50 173:131 98
2 HC Davos 50 155:117 98
3 HC Fribourg-Gottéron 50 156:120 94
4 Kloten Flyers 50 158:117 91
5 SC Bern 50 153:130 87
6 HC Lugano 50 152:150 79
7 ZSC Lions 50 136:129 77
8 EHC Biel 50 114:128 68
9 Servette Genf 50 117:126 67
10 SCL Tigers 50 124:166 52
11 HC Ambri-Piotta 50 102:153 49
12 Rapperswil-Jona Lakers 50 99:172 40