NLA, 22. Runde: Bern zeigt Davos den Meister
Im Spitzenspiel zwischen Davos und Bern läuft lange wenig. Doch im letzten Drittel ist die Partie an Spannung kaum zu überbieten. Bern gewinnt schliesslich mit 5:3. Kloten und Langnau landen Kantersiege.
Die Berner antworten prompt und kommen nur drei Minuten später durch Youngster Pascal Berger zum Ausgleich. Damit nicht genug: Der Leader erhöht gegen Ende des ersten Drittels auf 2:1 (18. Roche) und sogar 3:1 (20. Josi). Der SCB besticht durch Effizienz: Die Spielanteile sind übers ganze Drittel gesehen ausgeglichen, die Gäste gehen dank guter Chancenauswertung dennoch mit einer 3:1-Führung in die erste Pause.
Der Mittelabschnitt ist schnell erzählt. Es fallen keine Tore auf beiden Seiten. Und das obwohl Davos fast zwei Minuten lang in doppelter Überzahl agieren kann. Das Highlight des Mitteldrittels kommt erst nach dem Erklingen der Sirene: Eine heftige Keilerei zwischen Forster und Roche sorgt für Stimmung bei den 5266 Zuschauern (Saisonrekord). Ein intensiver Boxkampf, der für beide mit einer Strafenflut endet, den Zuschauern aber endlich Spektakel besorgt.
Das Schlussdrittel ist spannend und dramatisch: Die Gäste aus Bern gehen in der 49. Minute durch Meier gegen den Spielverlauf in Führung. Es scheint, als wäre die Sache gegessen. Die Berner bestechen erneut durch Effizienz, gewinnen aus wenig Chancen viel Zählbares. Doch die Davoser geben nicht auf, kommen durch Back und Widing wieder heran. Die Halle kocht und manch einer rechnet damit, dass dieses Spiel nun kippen würde. Der Leader SCB macht allerdings in der 58. Minute durch Vigier den Sack zu und gewinnt das Topspiel mit 5:3.
Davos - Bern 3:5 (1:3, 0:0, 2:2)
| Vaillant-Arena. -- 5266 Zuschauer (Saisonrekord). -- SR Kurmann/Massy, Bürgi/Marti. -- Tore: 7. Guggisberg (Rizzi, Stoop) 1:0. 10. Pascal Berger (Trevor Meier, Bartecko) 1:1. 18. Roche (Josi/Ausschlüsse Grossmann; Vigier) 1:2. 20. (19:07) Josi (Martin Plüss, Roche) 1:3. 49. Trevor Meier (Bartecko) 1:4. 52. (51:32) Back (Reto von Arx, Widing) 24. 52. (51:58) Widing (Marha, Tim Ramholt) 3:4. 58. Reichert (Vigier) 3:5. -- Strafen: 7mal 2 plus 10 Minuten (Forster) gegen Davos, 10mal 2 plus 10 Minuten (Roche) gegen Bern. -- PostFinance-Topskorer: Widing; Martin Plüss. |
| Davos: Genoni; Stoop, Forster; Tim Ramholt, Grossmann; Untersander, Back; May; Sciaroni, Reto von Arx, Taticek; Widing, Marha, Setzinger; Guggisberg, Rizzi, Dino Wieser; Dario Bürgler, Carbis, Joggi; Marc Wieser. |
| Bern: Bührer; Roche, Josi; Jobin, Hänni; Beat Gerber, Philippe Furrer; Dominic Meier, Stettler; Vigier, McLean, Reichert; Neuenschwander, Martin Plüss, Rüthemann; Pascal Berger, Trevor Meier, Bartecko; Rytz, Daniel Meier, Scherwey. |
| Bemerkungen: Davos ohne Jan von Arx (verletzt) und Salmonsson, Bern ohne Gamache (beide überzählige Ausländer), Dubé, Chatelain, Froidevaux und Thomas Ziegler (alle verletzt). -- Pfostenschuss Forster (26.). -- Timeouts: Davos (51:32); Bern (51:58). |
Biel in Kloten chancenlos
Biel hat die letzten vier Partien verloren und kann trotz guter Vorsätze die Negativtendenz auch in der Kolping Arena nicht stoppen. Im Gegenteil: Nach zwanzigminütigem Einbahn-Hockey und Treffern durch Sven Lindemann, Michel Zeiter und Victor Stancescu müssen die 5014 Fans schon früh auf jegliches Spannungsmoment verzichten. In der 46. Minute verhindert Marco Truttman wenigstens den Shutout von Goalie Ronnie Rüeger. Treffer von Michael Liniger und erneut Stancescu sorgen aber für das klare Verdikt.
Kloten - Biel 6:1 (3:0, 1:0, 2:1)
| Kolping Arena. - 5014 Zuschauer. - SR Eichmann/Mandioni, Dumoulin/ Kohler. - Tore: 7. Lindemann (Bell, Zeiter/Ausschluss Zigerli) 1:0. 17. Zeiter (Wick) 2:0. 19. Stancescu (Bodenmann, Kellenberger) 3:0. 28. Rothen (Jacquemet, Liniger) 4:0. 46. Truttmann (Brown/Ausschluss Jacquemet) 4:1. 53. Liniger (Wick) 5:1. 60. (59:17) Stancescu (Kellenberger) 6:1. - Strafen: 5mal 2 plus 5 (Rothen) plus 10 Minuten (Du Bois) plus Spieldauer (Rothen) gegen Kloten, 8mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topsorer: Rintanen; Fata. |
| Kloten: Rüeger; Von Gunten, Sidler; Du Bois, Müller; Bonnet, Forrest; Lindemann, Bell, Rintanen; Rothen, Zeiter, Jacquemet; Wick, Liniger, Jenni; Bodenmann, Kellenberger, Stancescu. |
| Biel: Caminada (21. Berra); Kparghai, Jackmann; Steinegger, Schneeberger; Brown, Fröhlicher; Tschannen, Trunz; Wetzel, Bordeleau, Truttmann; Nüssli, Fata, Lötscher; Tschantré. Peter, Deny Bärtschi; Beccarelli, Gloor, Zigerli. |
| Bemerkungen: Kloten ohne Hamr, Schulthess, Welti, Steiner, Winkler, Hollenstein (alle verletzt) und Santala (gesperrt), Biel ohne Gossweiler, Seydoux, Ehrensperger (alle verletzt) und Meyer (überzählig). |
Langnaus vierter Heimsieg in Serie
Die Revanche für die 2:8-Schlappe in Genf ist für die Tiger nie gefährdet: Adrian Gerber und Claudio Moggi bringen die Langnauer gegen die Gäste bis zur 14. Minute 2:0 in Führung. Curtis Murphy und Brendan Brooks sorgen dann im Mitteldrittel innert 167 Sekunden endgültig für klare Verhältnisse. Stark spielt Matthias Schoder auf: Er lässt Benjamin Conz, der nach gegenseitiger Absprache der Klubs gegen seinen Stammklub Servette nicht einmal auf dem Matchblatt steht, in jeder Phase vergessen und kann sich sogar den ersten Shutout der laufenden Spielzeit notieren lassen.
Langnau - Genf-Servette 5:0 (2:0, 2:0, 1:0)
| Ilfis. - 4579 Zuschauer. - SR Reiber, Kehrli/Stähli. - Tore: 2. Adrian Gerber (Claudio Moggi) 1:0. 14. Claudio Moggi (Adrian Gerber, Sandro Moggi) 2:0. 32. Murphy (Daigle) 3:0. 34. Brooks (Daigle, Camenzind) 4:0. 57. Camenzind (Murphy) 5:0. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Langnau, 10mal 2 Minuten gegen Genf-Servette. - PostFinance-Topskorer: Brooks; Déruns. |
| Langnau: Schoder; Lüthi, Reber; Naumenko, Christian Moser; Murphy, Blum; Flückiger, Gmür; Helfenstein, Sutter, Simon Moser; Sandro Moggi, Adrian Gerber, Claudio Moggi; Brooks, Camenzind, Daigle; Haas, Cunti, Aurelio Lemm. |
| Genf-Servette: Stephan; Mercier, Bezina; Gobbi, Maurer; Höhener, Breitbach; Vukovic; Toms, Rubin, Kolnik; Déruns, Savary, Salmelainen; Cadieux, Trachsler, Suri; Rivera, Florian Conz, Hürlimann. |
| Bemerkungen: Langnau ohne Schilt, Bieber (beide verletzt) und Benjamin Conz (gegen Genf-Servette im Rahmen einer gegenseitigen Absprache nicht eingesetzt). |














