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Sulander «die Wand» hört auf «Den Ärger behielt er für sich»

Nach 14 Jahren als ZSC-Goalie hört Ari Sulander auf. BLICK-Eishockeychef Dino Kessler erklärt, wie «Sulo» die Schreckensherrschaft der Abstiegsgespenster vertrieb und dem ZSC zu drei Meistertiteln verhalf.

  • Publiziert: 31.01.2012
  • Von Dino Kessler

Der Autor

Dino Kessler
Dino Kessler
BLICK-Eishockeychef

Übernamen hatte er viele: «Die Wand», «die Hoffnung», «die Zukunft» – oder ganz einfach «Sulo». Zum Sympathieträger taugte er genauso wie zur Integrationsfigur, zeitgleich mit seiner Ankunft im Hallenstadion endete 1998 auch die Schreckensherrschaft der Abstiegsgespenster. Aus der Geisterbahn wurde die Meisterbahn, Zürich holte mit Ari Sulander zwischen den Pfosten drei Titel, beim letzten Erfolg 2008 wollte es das Schicksal, dass der Finne im Penaltyschiessen den Helden spielte.

Auf den Rat eines Spieleragenten hörte er nie, zum Glück, ist man versucht zu sagen. Sonst wäre er vielleicht zu guter Letzt doch noch beraten und verkauft worden, mit dem roten Pass in der Tasche, als Goalie im Emmental oder bei den Lakers. Der dritte Rang hätte die Logen im Hallenstadion gestürmt, neben Tränen wäre wohl auch Blut geflossen.

In der Blütezeit seiner Regentschaft galt die Regel: Sulo kassiert einen Treffer, mehr nicht. Wars ein faules Ei, erst recht. Dann machte er dicht. Teamkollege Claudio Micheli – der Sulo das Jassen beibrachte – kennzeichnete seinen blauen Subaru einst mit einem roten «Sulo»-Kleber am Rückfenster. Der Schliessmechanismus der Grüntonnen erinnerte Micheli wohl im doppelten Sinn an den finnischen Stoiker im Tor: Klappe zu und Pucks halten.

Der Schweizer Pass liess ihn wohl noch auf eine Zugabe hoffen, aber der Vorhang war schon gefallen. Die Biologie schaffte, was die gegnerischen Stürmer vergeblich versucht hatten: Das Bollwerk bröckelte. Die Rolle als Ersatzspieler seines Nachfolgers behagte ihm nicht, den Ärger behielt er für sich.

Im Sommer kehrt er nach Finnland zurück. Die ZSC Lions können nur hoffen, dass sein Abschied auf spiritueller Ebene keine Nachwirkungen hat – oder wird das Hallenstadion ohne Sulo wieder zur Geisterbahn?

Kommentare (4)

  • Denis  Rott , Zürich
    DANKE SULO FÜR ALLES! Wir werden dich vermissen.
    • 31.01.2012
    • 0 Gefällt mir
  • Marcel  Greub
    er ist und bleibt der beste torhüter den das schweizer hockey je gesehen hat!!!!!aber so einen Abgang hat er nicht verdient.Flüeler ist ein top goalie aber die ruhe die ein Sulo ausstrahlt wird er wahrscheinlich nie erreichen,he Sulo,merci für alles,äs isch ä geili ziit gsi danke danke danke
    • 31.01.2012
    • 1 Gefällt mir
  • Stefab  Meier
    Was hier als "Abschied/Rücktritt" verkauft wird, ist nichts anderes als knallhartes Business. Der ZSC möchte den zu alten Sulo loswerden setzt ihn nur noch auf der Reservebank oder bei den Junioren ein. Bitter für einen Mann, der für den ZSC so viel geleistet hat und nun als Dank auf dem Abstellgleis steht. Es sagt alles über ihn als grosse Persöhnlichkeit aus, dass er das unwürdige Dasein als Ersatzgolie bis zum Saisonende durchzieht. Sulo hätte einen würdigeren Rücktritt verdient...
    • 31.01.2012
    • 1 Gefällt mir
  • Martin  Huerlimann
    Ich kans einfach nicht fassen.Schade.Vielen dank für die sehr schöne
    Zeit die ich und natürlich auch andere ZSC Fans mit Dir erleben durften
    Ari Sulander der mehrfache Schweizermeister,CL Siegerbester Spieler ausserkoren von Europa, Victoriacupsieger hört auf.Dake,Ari
    Danke Wand.....
    • 31.01.2012
    • 1 Gefällt mir

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4 Kloten Flyers 50 158:117 91
5 SC Bern 50 153:130 87
6 HC Lugano 50 152:150 79
7 ZSC Lions 50 136:129 77
8 EHC Biel 50 114:128 68
9 Servette Genf 50 117:126 67
10 SCL Tigers 50 124:166 52
11 HC Ambri-Piotta 50 102:153 49
12 Rapperswil-Jona Lakers 50 99:172 40