Alle Liveticker Live-Center

Ruhnke und Schläpfer Delikate Freundschaft

  • Publiziert: 04.09.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Peter Pflugshaupt und Michael Krein
play Kent Ruhnke kehrt zurück ins Seeland. Nach 25 Jahren wird der Kanadier wieder Trainer beim EHC Biel. (Keystone)

Biels Sportchef Kevin Schläpfer holt mit Kent Ruhnke den letzten Meistertrainer zurück. Das birgt auch ein Risiko.

Biel ist die Stätte von Kent Ruhnkes erstem grossen
Erfolg. 1983 feierte der Kanadier an seiner ersten Station als Trainer gleich den Meistertitel – den dritten und bisher letzten für die Seeländer.

Ruhnke: «Die Leute erinnern sich noch ganz genau an jene Zeit. Viele, die damals im Teenageralter waren, wollen mit mir die Erinnerungen teilen. Es macht unheimlich Spass. Die Emotionen gehen hoch. Biel ist eben eine Hockey-Stadt.»

Der Trainer kann auf eine intakte Mannschaft bauen mit einem guten Ausländerquartett. Sein wichtigster Mann ist Sébastien Bordeleau (34). Mit dem Frankokanadier wurde Ruhnke 2004 in Bern Meister. Er weiss, was er an Bordeleau hat. «Seba ist gerne der Star des Teams. Aber er übernimmt auch die Verantwortung. Für mich ist er immer noch einer der besten Ausländer der Liga.»

Der Chef ist der Notnagel

Die Rückkehr des Hochdruck-Motivators zum EHC Biel hat aber auch eine heikle Komponente. Der 56-jährige Ruhnke und Sportchef Kevin Schläpfer (39) sind seit Jahren enge Freunde. Schläpfer hat in seiner Aktiv-Karriere zweimal unter Ruhnke gespielt (Zug, Olten). Der Kontakt zwischen den beiden brach auch später nie ab. Doch jetzt ist Schläpfer Ruhnkes Chef.

In der letzten Saison entliess Schläpfer Trainer Heinz Ehlers nach einem 0:2-Rückstand in der Ligaquali gegen Lausanne und sprang höchstpersönlich als Nothelfer an der Bande ein. Wie die Geschichte endete, ist bekannt: Schläpfer rettete Biel mit Kent Ruhnke als Souffleur vor dem Abstieg. Er machte sich damit als
Hockeygott unsterblich.

Der designierte Notnagel sitzt also in der Person von Schläpfer schon im Büro des Sportchefs. Ist somit das Szenario bei einem Misserfolg schon vorgezeichnet, wenn Schläpfer seinen Kumpel feuern müsste? «Nein», winkt Schläpfer ab. «Ich habe mit Kent einen guten Trainer geholt, weil ich eine solche Situation unbedingt vermeiden will.»

Kader EHC-Biel

Torhüter:
20 Reto Berra (22)
33 Pascal Caminada (22)

Verteidiger:
8 Manuel Gossweiler (26)
54 Joël Fröhlicher (27)
55 Richard Jackman (Ka, 31)
96 Clarence Kparghai (24)
43 Serge Meyer (32)
18 Philippe Seydoux (24)
32 Noah Schneeberger (21)
40 Martin Steinegger (37)
84 Adrian Trunz (25)

Stürmer:
26 Deny Bärtschi (27)
44 Mauro Beccarelli (28)
17 Sébastien Bordeleau (Fr/Ka, 34)
37 Curtis Brown (Ka, 33)
93 Gianni Ehrensperger (24)
23 Rico Fata (Ka, 29)
52 Kevin Gloor (26)
61 Kevin Lötscher (21)
88 Thomas Nüssli (27)
21 Emanuel Peter (25)
94 Marco Truttmann (24)
71 Stefan Tschannen (25)
12 Mathieu Tschantré (25)
48 Philipp Wetzel (24)
6 Manuel Zigerli (20)

Trainer:
Kent Ruhnke (Ka, 56)

BLICK-Tipp

1. Bern
2.
3. Kloten
4.
5.
6. Fribourg
7. Lakers
8. Servette
9.
10. Biel
11. Ambri
12.

1. Runde

Freitag, 11. September, 19.45 Uhr: Ambri – Lugano, Biel – Servette, Fribourg – Bern, Kloten – Lakers, SCL Tigers – Zug, ZSC Lions – Davos.
play Kevin Schläpfer (Bild) ist neu nicht ein guter Freund, sondern auch der Chef von Kent Ruhnke. (Keystone)

Top 3

1 «Es braucht jetzt Macher!» Unternehmer will halbe Million in Flyers...bullet
2 «Mir sind da für dich» Kloten-Lemm singt Solidaritäts-Song für Flyersbullet
3 Für ein Jahr Verteidiger Meier leihweise zu Bielbullet

Eishockey

National League A

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Runde 50 National League A

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 EV Zug 50 173:131 98
2 HC Davos 50 155:117 98
3 HC Fribourg-Gottéron 50 156:120 94
4 Kloten Flyers 50 158:117 91
5 SC Bern 50 153:130 87
6 HC Lugano 50 152:150 79
7 ZSC Lions 50 136:129 77
8 EHC Biel 50 114:128 68
9 Servette Genf 50 117:126 67
10 SCL Tigers 50 124:166 52
11 HC Ambri-Piotta 50 102:153 49
12 Rapperswil-Jona Lakers 50 99:172 40