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Kent Ruhnke kehrt zurück ins Seeland. Nach 25 Jahren wird der Kanadier wieder Trainer beim EHC Biel. (Keystone)
Biel ist die Stätte von Kent Ruhnkes erstem grossen
Erfolg. 1983 feierte der Kanadier an seiner ersten Station als Trainer gleich den Meistertitel – den dritten und bisher letzten für die Seeländer.
Ruhnke: «Die Leute erinnern sich noch ganz genau an jene Zeit. Viele, die damals im Teenageralter waren, wollen mit mir die Erinnerungen teilen. Es macht unheimlich Spass. Die Emotionen gehen hoch. Biel ist eben eine Hockey-Stadt.»
Der Trainer kann auf eine intakte Mannschaft bauen mit einem guten Ausländerquartett. Sein wichtigster Mann ist Sébastien Bordeleau (34). Mit dem Frankokanadier wurde Ruhnke 2004 in Bern Meister. Er weiss, was er an Bordeleau hat. «Seba ist gerne der Star des Teams. Aber er übernimmt auch die Verantwortung. Für mich ist er immer noch einer der besten Ausländer der Liga.»
Der Chef ist der Notnagel
Die Rückkehr des Hochdruck-Motivators zum EHC Biel hat aber auch eine heikle Komponente. Der 56-jährige Ruhnke und Sportchef Kevin Schläpfer (39) sind seit Jahren enge Freunde. Schläpfer hat in seiner Aktiv-Karriere zweimal unter Ruhnke gespielt (Zug, Olten). Der Kontakt zwischen den beiden brach auch später nie ab. Doch jetzt ist Schläpfer Ruhnkes Chef.
In der letzten Saison entliess Schläpfer Trainer Heinz Ehlers nach einem 0:2-Rückstand in der Ligaquali gegen Lausanne und sprang höchstpersönlich als Nothelfer an der Bande ein. Wie die Geschichte endete, ist bekannt: Schläpfer rettete Biel mit Kent Ruhnke als Souffleur vor dem Abstieg. Er machte sich damit als
Hockeygott unsterblich.
Der designierte Notnagel sitzt also in der Person von Schläpfer schon im Büro des Sportchefs. Ist somit das Szenario bei einem Misserfolg schon vorgezeichnet, wenn Schläpfer seinen Kumpel feuern müsste? «Nein», winkt Schläpfer ab. «Ich habe mit Kent einen guten Trainer geholt, weil ich eine solche Situation unbedingt vermeiden will.»
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Kevin Schläpfer (Bild) ist neu nicht ein guter Freund, sondern auch der Chef von Kent Ruhnke. (Keystone)
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | EV Zug | 50 | 173:131 | 98 |
| 2 | HC Davos | 50 | 155:117 | 98 |
| 3 | HC Fribourg-Gottéron | 50 | 156:120 | 94 |
| 4 | Kloten Flyers | 50 | 158:117 | 91 |
| 5 | SC Bern | 50 | 153:130 | 87 |
| 6 | HC Lugano | 50 | 152:150 | 79 |
| 7 | ZSC Lions | 50 | 136:129 | 77 |
| 8 | EHC Biel | 50 | 114:128 | 68 |
| 9 | Servette Genf | 50 | 117:126 | 67 |
| 10 | SCL Tigers | 50 | 124:166 | 52 |
| 11 | HC Ambri-Piotta | 50 | 102:153 | 49 |
| 12 | Rapperswil-Jona Lakers | 50 | 99:172 | 40 |