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Bündner Siegesjubel: Meister Davos mit Meister-Vase. (Romina Amato)
Beim HCD wurde mit dem 29. Titel am Ostermontag ein weiteres Kapitel Geschichte geschrieben – und eines abgeschlossen: Mit Michel Riesen verlässt einer aus dem harten Kern der Bündner Leistungskultur den Klub in Richtung Rapperswil-Jona. Nach 507 Spielen und 217 Toren im Dress der Bündner.
Trotz laufendem Vertrag hat Arno Del Curto die Bewilligung für den Riesen-Transfer erteilt und dafür auf einen grossen Teil der Transfersumme von 500 000 Franken verzichtet. Ein Deal zwischen den Freunden Riesen und Del Curto.
Verträge liegen bereit
Und Andres Ambühl? Del Curto: «Büeli wird versuchen, in Nordamerika einen guten Verein zu finden. Klappt das, darf er gehen. Dafür hat er bis am 15. Juni Zeit. Danach gilt: Ambühl ist ein Davoser.»
Klar ist die Situation bei Josef Marha: Der verdiente Tscheche hat noch einen Vertrag für nächste Saison; und Petr Taticek wird wohl um eine Saison verlängern, der Vertrag liegt zur Unterschrift bereit.
Skorer Petr Sykora würde den HCD nächste Saison eine empfindliche Ablösesumme kosten (Moeller Pardubice), mit Alexandre Daigle werden in dieser Woche Gespräche geführt. Del Curto: «Wenn Alex bereit ist, unser Sommertraining zu absolvieren, darf er bleiben.»
Sonst würde der Vertrag mit dem ehemaligen Nr.-1-Draftpick (Ottawa, 1993) aufgelöst. Sicher ist auch der Abgang von Verteidiger Florian Blatter zu Rapperswil-Jona, zum gleichen Verein könnte auch Andreas Furrer wechseln.
Massstäbe setzen
Die Zuzüge? Mathias Joggi (23, Langnau), René Back (26, Zug) und Gregory Sciaroni (20, Ambri). Den schwedischen Wunschkandidaten Daniel Widing (27, Gävle) wird Sportchef René Müller morgen beim Länderspiel gegen Tschechien in Liberec beobachten.
Aber der HCD wird auch in der nächsten Saison Massstäbe setzen. Wegen Chef Del Curto. Und wegen Reto von Arx. Der charismatische Leader der Bündner stand seinen Mann wieder einmal permanent und in allen Situationen.
Zum Beispiel im letzten Spiel als bärbeissiger Spezialist in doppelter Unterzahl oder in der Rolle des eiskalten Vollstreckers beim 2:0. Von Arx ist immer dann am besten, wenn es um etwas geht. Das Urteil von Arno Del Curto: «Einfach nur phantastisch, wie auch Sandro Rizzi.»
Frische Power mit Wieser
Als frische, grosse Kraft hat sich auch die Prättigauer Frohnatur Dino Wieser (19) profiliert. Mit Inbrunst und seiner ureigenen Leidenschaft legt er seit zwei Jahren gegnerische Verteidiger aufs Glatteis, im finalen Spiel der Playoffs 2009 gelang als Zugabe der wegweisende Treffer zum 1:0.
Wieser hat sich in der entscheidenden Phase von seiner besten Seite gezeigt und seine Effizienz deutlich gesteigert. Etwas, das Coach Del Curto vom Flügelstürmer gefordert hatte: «Bei so viel Einsatz und Aufwand muss auch mal was Zählbares herausschauen.»
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Topskorer Michel Riesen (links) zieht zu den Lakers, Captain Reto von Arx bleibt in Davos. (Keystone)
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | EV Zug | 50 | 173:131 | 98 |
| 2 | HC Davos | 50 | 155:117 | 98 |
| 3 | HC Fribourg-Gottéron | 50 | 156:120 | 94 |
| 4 | Kloten Flyers | 50 | 158:117 | 91 |
| 5 | SC Bern | 50 | 153:130 | 87 |
| 6 | HC Lugano | 50 | 152:150 | 79 |
| 7 | ZSC Lions | 50 | 136:129 | 77 |
| 8 | EHC Biel | 50 | 114:128 | 68 |
| 9 | Servette Genf | 50 | 117:126 | 67 |
| 10 | SCL Tigers | 50 | 124:166 | 52 |
| 11 | HC Ambri-Piotta | 50 | 102:153 | 49 |
| 12 | Rapperswil-Jona Lakers | 50 | 99:172 | 40 |