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Trotz Abgang von Schlüsselspieler Michel Riesen Davos bleibt meisterlich

  • Publiziert: 15.04.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Dino Kessler
play Bündner Siegesjubel: Meister Davos mit Meister-Vase. (Romina Amato)

Meister Riesen ist weg - aber der HCD bleibt auch in der nächsten Saison die treibende Kraft im Schweizer Hockey.

Beim HCD wurde mit dem 29. Titel am Ostermontag ein weiteres Kapitel Geschichte geschrieben – und eines abgeschlossen: Mit Michel Riesen verlässt einer aus dem harten Kern der Bündner Leistungskultur den Klub in Richtung Rapperswil-Jona. Nach 507 Spielen und 217 Toren im Dress der Bündner.

Trotz laufendem Vertrag hat Arno Del Curto die Bewilligung für den Riesen-Transfer erteilt und dafür auf einen grossen Teil der Transfersumme von 500 000 Franken verzichtet. Ein Deal zwischen den Freunden Riesen und Del Curto.

Verträge liegen bereit

Und Andres Ambühl? Del Curto: «Büeli wird versuchen, in Nordamerika einen guten Verein zu finden. Klappt das, darf er gehen. Dafür hat er bis am 15. Juni Zeit. Danach gilt: Ambühl ist ein Davoser.»

Klar ist die Situation bei Josef Marha: Der verdiente Tscheche hat noch einen Vertrag für nächste Saison; und Petr Taticek wird wohl um eine Saison verlängern, der Vertrag liegt zur Unterschrift bereit.

Skorer Petr Sykora würde den HCD nächste Saison eine empfindliche Ablösesumme kosten (Moeller Pardubice), mit Alexandre Daigle werden in dieser Woche Gespräche geführt. Del Curto: «Wenn Alex bereit ist, unser Sommertraining zu absolvieren, darf er bleiben.»

Sonst würde der Vertrag mit dem ehemaligen Nr.-1-Draftpick (Ottawa, 1993) aufgelöst. Sicher ist auch der Abgang von Verteidiger Florian Blatter zu Rapperswil-Jona, zum gleichen Verein könnte auch Andreas Furrer wechseln.

Massstäbe setzen

Die Zuzüge? Mathias Joggi (23, Langnau), René Back (26, Zug) und Gregory Sciaroni (20, Ambri). Den schwedischen Wunschkandidaten Daniel Widing (27, Gävle) wird Sportchef René Müller morgen beim Länderspiel gegen Tschechien in Liberec beobachten.

Aber der HCD wird auch in der nächsten Saison Massstäbe setzen. Wegen Chef Del Curto. Und wegen Reto von Arx. Der charismatische Leader der Bündner stand seinen Mann wieder einmal permanent und in allen Situationen.

Zum Beispiel im letzten Spiel als bärbeissiger Spezialist in doppelter Unterzahl oder in der Rolle des eiskalten Vollstreckers beim 2:0. Von Arx ist immer dann am besten, wenn es um etwas geht. Das Urteil von Arno Del Curto: «Einfach nur phantastisch, wie auch Sandro Rizzi.»

Frische Power mit Wieser

Als frische, grosse Kraft hat sich auch die Prättigauer Frohnatur Dino Wieser (19) profiliert. Mit Inbrunst und seiner ureigenen Leidenschaft legt er seit zwei Jahren gegnerische Verteidiger aufs Glatteis, im finalen Spiel der Playoffs 2009 gelang als Zugabe der wegweisende Treffer zum 1:0.

Wieser hat sich in der entscheidenden Phase von seiner besten Seite gezeigt und seine Effizienz deutlich gesteigert. Etwas, das Coach Del Curto vom Flügelstürmer gefordert hatte: «Bei so viel Einsatz und Aufwand muss auch mal was Zählbares herausschauen.»

play Topskorer Michel Riesen (links) zieht zu den Lakers, Captain Reto von Arx bleibt in Davos. (Keystone)

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Eishockey

National League A

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Runde 50 National League A

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 EV Zug 50 173:131 98
2 HC Davos 50 155:117 98
3 HC Fribourg-Gottéron 50 156:120 94
4 Kloten Flyers 50 158:117 91
5 SC Bern 50 153:130 87
6 HC Lugano 50 152:150 79
7 ZSC Lions 50 136:129 77
8 EHC Biel 50 114:128 68
9 Servette Genf 50 117:126 67
10 SCL Tigers 50 124:166 52
11 HC Ambri-Piotta 50 102:153 49
12 Rapperswil-Jona Lakers 50 99:172 40