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David Aebischer war unser Held bei der Heim-WM 1998, der Schweizer Pionier in der NHL und der erste Schweizer Stanley-Cup-Sieger (mit Colorado 2001).
Was dann folgte, war ein Absturz in Raten: Im Frühling 2006 wurde er nach Montreal transferiert, im Sommer 2007 nach Phoenix weitergereicht und dort umgehend ausgemustert. Im Herbst 2007 kam der Fribourger in die Schweiz; ins verwelkende Palmen-Paradies nach Lugano – als Hoffnungsträger. Die Ansprüche? Hoch. Sehr hoch. Von Aebischer wurde der sportliche Spagat erwartet: Fehlerlos spielen sollte er und dazu noch das beschädigte Image des zerfaserten Vereins korrigieren – eine unmögliche Mission.
Er sei keiner, der sich aus der Verantwortung stehle, sagt Aebischer. «Als Leaderfigur muss ich meiner Vorbildfunktion gerecht werden und auch mit Kritik umgehen können.»
Phasenweise wurden die schwachen Leistungen der Bianconeri absurderweise ausschliesslich an Aebischer festgemacht – ungeachtet der desaströsen Verhältnisse der Spielkultur des ehemaligen Spitzenklubs.
Teambildung in der Wildnis
Der neue Coach Philippe Bozon hat die Schwachstellen identifiziert und dementsprechend die Schwerpunkte gesetzt: Eine harte, konsequente Vorbereitung war das sportliche Mittel zur Korrektur, ein Teambildungs-Prozess mit Exkursionen in die Fauna und Flora die flankierende Massnahme.
Der Mannschaft wurden gar ein paar Tage in der Wildnis aufgebrummt, um die letzten Schweissnähte im internen Netzwerk zu setzen. Aebischer: «Anfangs war ich da skeptisch. Wir waren Selbstversorger, mussten uns um alles kümmern. Dieser Prozess liess uns näher zusammenrücken.»
Die Vergangenheit wolle er nun ruhen lassen, sagt Aebischer: «Es gilt, Lugano sportlich wieder salonfähig zu machen. «Der Weg ist vorgespurt, wir wollen diesem Klub wieder eine Identität geben.»
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | EV Zug | 50 | 173:131 | 98 |
| 2 | HC Davos | 50 | 155:117 | 98 |
| 3 | HC Fribourg-Gottéron | 50 | 156:120 | 94 |
| 4 | Kloten Flyers | 50 | 158:117 | 91 |
| 5 | SC Bern | 50 | 153:130 | 87 |
| 6 | HC Lugano | 50 | 152:150 | 79 |
| 7 | ZSC Lions | 50 | 136:129 | 77 |
| 8 | EHC Biel | 50 | 114:128 | 68 |
| 9 | Servette Genf | 50 | 117:126 | 67 |
| 10 | SCL Tigers | 50 | 124:166 | 52 |
| 11 | HC Ambri-Piotta | 50 | 102:153 | 49 |
| 12 | Rapperswil-Jona Lakers | 50 | 99:172 | 40 |