Das Video Kloten-Goalie Rüeger vermöbelt Brunner

Mit seinem Ausbruch weckt Ronnie Rüeger (39) sein Flyers-Team, aber zu spät. Er versucht, Zugs Topskorer Damien Brunner zu verprügeln. Hier gehts zum Video.

Kloten-Goalie Rüeger geht auf Zug-Topskorer Brunner los
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Top 3

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NLA Schweiz

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 ZSC Lions 50 173:125 98
2 HC Davos 50 181:142 91
3 Genf-Servette HC 50 160:138 89
4 EV Zug 50 161:138 88
5 HC Lugano 50 157:150 80
6 HC Fribourg-Gottéron 50 148:154 75
7 EHC Kloten 50 154:150 72
8 SC Bern 50 152:162 67
9 Lausanne HC 50 123:143 67
10 HC Ambri-Piotta 50 144:166 66
11 SCL Tigers 50 135:173 57
12 EHC Biel 50 128:175 50

Eishockey

National League A

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Nur Wagemutige, Provokateure oder Missgünstige hätten prophezeit, dass zu diesem Zeitpunkt der Saison Kloten und Zug im Duell um einen Platz an der Sonnenseite des Strichs kämpfen. In dieser misslichen Lage sind die beiden Klubs aus unterschiedlichen Gründen.

Bei den Fliegern haperts im Abschluss, insbesondere im Powerplay. Kloten verfügt über das schlechteste Überzahlspiel der Liga. Gegen Zug lässt man alle Chancen ungenutzt verstreichen, gar eine doppelte Überzahl während 104 Sekunden. In der Offensive fehlen die Extravaganz und die Portion Spielwitz, um Chancen effizienter zu verwerten.

In Sachen Spielwitz bieten die Zuger das Paradebeispiel. In jeder Linie stiftet ein Kreativposten beim Gegner Verwirrung und sorgt für Überraschungsmomente. An Holdens Seite ist es Zauberzwerg Martschini.

Brunner und Omark, die Flügel von NHL-Star Zetterberg, könnten sich im Tricksen überbieten. Im dritten Block trumpft Casutt auf. Und auch Youngster Lammer besitzt – wie beim 3:0 – die nötige wirbelige Durchschlagskraft. An offensivem Feuer fehlts Zug nicht, die Schwäche ist oft die wacklige Defensive.

Auf Kabinettstücke von Zetterberg oder Tore von NLA-Topskorer Brunner wartet man diesmal vergebens. Die Top-Linie trumpft nicht gross auf. Was zumindest Omark nicht allzu sehr zu stören scheint. Denn wie der Schwede in seiner Heimat der Zeitung «Aftonbladet» verriet, sind ihm der gelbe Topskorerhelm sowie das gleichfarbige Dress suspekt. «Es ist ein bisschen seltsam. Das Shirt hat nicht einmal eine Nummer», so der 25-Jährige. Omark brennt also nicht darauf, in Gelb aufzulaufen.

Reich an Herrlichkeiten und an Emotionen ist dieses Duell nicht. Die Klotener nehmen gefasst hin, dass die Zuger ohne Zauber zu ihren Toren kommen. Der zuvor torlose Christen bekommt dabei Schützenhilfe von einem Leidgenossen: Sein 2:0 ist ein Eigentor von Kreps.

Und bleibt nicht die einzige gute Tat des Tschechen. Kurz nach dem 3:0 der Zuger stoppt Klotens Goalie Rüeger einen Puck. Brunner versucht nachzuschieben. Da bricht der angestaute Frust aus dem Keeper. Er geht auf Brunner los – oder versucht es zumindest.

Denn Kreps und ein weitere Klotener, der auf ihm liegt, wehren Rüegers Schlägen mit dem Fanghandschuh ab. Als sich das Knäuel löst, legt sich Brunner nochmals mit Oldie Rüeger (wird im Februar 40) an.

Damit ist für Brunner das Spiel zu Ende. Rüeger muss auch das Feld räumen. Er kassiert eine Matchstrafe und ist damit fürs nächste Spiel gesperrt. Während sich Rüeger nach dem Spiel aus dem Staub macht, sagt Brunner zum ersten Restausschluss der Karriere: «Die Emotionen sind auf beiden Seiten kurz hochgekocht.» Sein Team grüsst nun von oberhalb des Strichs.

Publiziert am 28.10.2012 | Aktualisiert am 28.10.2012
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Kloten-Goalie Ronnie Rüeger stürzt sich auf Zug-Topskorer Damien Brunner.    play

Kloten-Goalie Ronnie Rüeger stürzt sich auf Zug-Topskorer Damien Brunner.

Keystone

12 Kommentare
  • roland  Meier 29.10.2012
    Harte Checks gegen den Köper werden nicht toleriert, doch mehrere harte Schläge mit dem Goalistockhandschuh gegen den Kopf schon ?!? Super !!! Morant hat letzte Saison 10 Spiele zugeschaut, Rüeger müsste man 5 bis 10 Spiele sperren, ansonsten zweifle ich sehr an unserem Einzelrichter, oder wird dieser etwa von Clubs bezahlt.....
  •   Jan Nick aus Belp
    28.10.2012
    Das sind ganz normale Emotionen die während einem Spiel ganz einfach hochkommen können! Ich verstehe niemand der sich jetzt beschwärt und sagt die Strafe sind zumilde. Im Stadion hätten alle geklatscht und gejubelt und am meisten noch die die jetzt sagen das sei unfair gewesen. Klar das Brunner am Boden liegt aber alle finden solche Prügeleien gut. Es ist Eishockey und nicht Federball oder sonst ein Sport wo man sich nicht berühren darf! Gut gemacht das ist Eishockey!
  • Petsch  Michel aus Zigerstock
    28.10.2012
    Wie war das in den Playoffs mit Johan Morant? Er hat auf den wehrlosen Zürcher eingeschlagen und 10 Matchstrafen kassiert.. Müsste man eigentlich hier auch diesen Masstab anwenden. Und Rüger für 7-10 Spiele aus dem Verkehr ziehen. Denn Brunner war am Boden und von einem fairen Boxkampf kann sowieso keine Rede sein
  •   Heinz Schremmer aus Zug
    28.10.2012
    Rüeger ist ja so eine Lachnummer! Mit Ausrüstung ziemlich mutig. Hat Glück dass ihm Brunner nicht böse war!
  • Roger  Garnier aus Buchs ZH
    28.10.2012
    Wegen dieser kleinen Rangelei gibt es Matchstrafen? Lächerlich!!! Auch die Liga Verantwortlichen und dieSchiris sollten mal merken, dass Eishockey nicht die Damenriege ist!!
    • Pascal  Urech , via Facebook 29.10.2012
      Da Rüeger mehrmals mit dem Stockhandschuh gegen den Kopf des gegenspielers geschlagen hat und somit eine erhebliche Verletzungsgefahr in Kauf genommen wurde ist eine Matchstraffe völlig korrekt. Lies das Reglement.