Das meint BLICK zur Demontage der Goalie-Legende Das hat Gerber nicht verdient!

Am Dienstag gegen Davos (5:6 n.V.) stellten sich die Fans von Kloten gegen Goalie-Legende Martin Gerber. Das ist ein Rückschlag für den neuen EHC, findet BLICK-Eishockey-Chef Stephan Roth.

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NLA Schweiz

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Lausanne HC 8 27:12 20
2 ZSC Lions 9 22:15 18
3 EV Zug 8 23:21 16
4 EHC Biel 8 28:15 15
5 EHC Kloten 8 25:23 15
6 Genf-Servette HC 8 22:21 12
7 SC Bern 8 20:21 12
8 HC Davos 8 24:26 12
9 HC Lugano 8 23:27 10
10 HC Ambri-Piotta 9 20:29 8
11 HC Fribourg-Gottéron 8 18:26 7
12 SCL Tigers 8 14:30 2

Eishockey

National League A

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Seit dieser Saison heisst der Klub nicht mehr Flyers, sondern wieder grundsolide EHC. Die Kosten wurden in Kloten massiv reduziert. Der neue Boss Hans-Ueli Lehmann mischt sich unters Volk, scheut sich auch nicht, Hände zu schütteln. Er lebt die neue Bodenständigkeit vor. Verein, Team und Basis näherten sich nach Jahren des Auseinanderdriftens wieder an.

Dazu spielt die Mannschaft unter dem Nachfolger von Sean Simpson, dem Finnen Pekka Tirkkonen, erfrischendes, unbeschwertes Eishockey. In Kloten keimt ein neuer Geist.

Und jetzt das. Jene, die während und nach der Niederlage gegen Davos (5:6 n.V.) am Dienstag «Boltshauser! Boltshauser!» gerufen haben, torpedieren genau diesen neuen Geist. Die eigenen Fans wenden sich nach einem miesen Drittel gegen Martin Gerber. Das ist ein Rückschlag für den neuen EHC.

Das hat der 42-jährige WM-Silberheld von Stockholm 2013 und Stanley-Cup-Sieger mit Carolina von 2006 nicht verdient.

Dank Biss und Fleiss hat Gerber Grosses erreicht. Er ist mit Leib und Seele Goalie und spielt für weniger als die Hälfte des Lohns der letzten Saison.

Gerber ist bereit, Boltshauser zu unterstützen und aufzubauen. Diese Unterstützung braucht der unerfahrene 23-Jährige. An der Seite von Routinier Gerber kann er langsam wachsen und selbst Rückschläge verarbeiten.

Dass ein solches Modell funktionieren kann, hat Sportchef Pascal Müller einst als Spieler bei den ZSC Lions mit Altmeister Ari Sulander und dem Jungen Lukas Flüeler erlebt. Doch es ist höchst kontraproduktiv, wenn die Fans nicht mitziehen.

Publiziert am 22.09.2016 | Aktualisiert am 22.09.2016
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Gerber mit mehreren Patzern Davos mit Sieg in der Overtime

6 Kommentare
  • Joel  Hubeli , via Facebook 22.09.2016
    Es geht hier nicht darum, dass Gerber schlecht gespielt hat sondern um die Reaktionen der Fans. Dies ist nur kontraproduktiv. Die Mannschaft und unser Goalie spielen sicher nicht besser, wenn unsere Fans während dem Spiel unseren Goalie auspfeiffen oder lautstark Boltshauser fordern!!!
  • Oliver  Glesti aus Zürich
    22.09.2016
    Gerbers Zeit ist abgelaufen. Bereits letzte und vorletzte Saison zeigte er gröbere Defizite und sollte nun definitiv nicht mehr eingesetzt werden (besonders nicht gegen Top-Teams). Schade, dass er es verpasst hat, von sich aus einen Schritt kürzer zu treten.
  • Koni  Kadir , via Facebook 22.09.2016
    Respekt vor seinen Leistungen, aber jeder sollte seinen Abgang, zum richtigen Zeitpunkt, selbst wählen.
  • Aldo  Mappo aus Escazu
    22.09.2016
    Ich denke dass Herr Gerber diese Rufe schon richtig einordnen kann. Er hat ja mit 42 doch auch schon (u.a. in Kanada) das eine oder andere erleben dürfen.
  • Oliver  Lukacs aus Pfungen
    22.09.2016
    Ja nur Sulander war vermutlich nie so unprofessionel das er gespielt hat obwohl er nicht fit war. Was heisst das Gerber wird von der Kloten Fans demontiert? Gerber demontiert sich mit seine unprofessioneles Verhalten selber!! Er gibt ja selber zu das er verletzt war. Hätte er sich auswechseln lassen wäre er jetzt nicht der Buhmann. Das war respektlos gegenüber seine Mitspieler und die Fans. Kloten braucht jeden Punkt, da gibts kein Platz für falscher Ehrgeiz oder Egotripps!