Das meint BLICK zum Transfer Kloten ist besser für Cunti als Lugano

Er ist beim ZSC gescheitert und wechselt per sofort zum EHC Kloten. Luca Cunti hat nie begriffen, was man von ihm wollte, schreibt BLICK-Eishockey-Chef Stephan Roth.

Immer informiert - Abonnieren Sie den BLICK Sport Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK Sport News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Newsletter erhalten?

Top 3

1 Kein neuer Vertrag mehr für ZSC-Captain? Seger: «Wenn es vorbei ist, ist...
2 Alle Highlights im Video SCB nach Last-Minute-Sieg in den Playoffs
3 Liga-Versammlung in Nottwil Heute ist Zahltag für NL-Klubs!

NLA Schweiz

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 SC Bern 39 120:89 83
2 ZSC Lions 40 127:97 80
3 EV Zug 37 116:82 78
4 Lausanne HC 39 130:102 74
5 EHC Biel 40 118:116 56
6 HC Lugano 41 115:137 55
7 HC Davos 38 114:107 54
8 Genf-Servette HC 40 100:111 54
9 EHC Kloten 39 114:130 46
10 SCL Tigers 40 94:118 45
11 HC Ambri-Piotta 39 97:123 41
12 HC Fribourg-Gottéron 38 98:131 39

Eishockey

teilen
teilen
1 shares
4 Kommentare
Fehler
Melden

Luca Cunti war schon immer ein riesiges Talent. Deshalb wurde der Filigrantechniker 2007 auch von Tampa Bay bereits in der dritten Runde des NHL-Drafts gezogen. Doch der Durchbruch gelang ihm lange nicht. Der begnadete Läufer, der seine Schlittschuhe so oft wechselt, wie sonst keiner, wurde in der Organisation der ZSC Lions als Problemspieler abgestempelt. Und 2010 brach er die Saison bei den SCL Tigers wegen Pfeifferschen Drüsenfiebers ab. Körperlich und mental war er am Boden.

Um wieder Fuss zu fassen, begann Cunti im Gipser- und Stuckaturgeschäft seines Vaters in Küsnacht ZH zu arbeiten. Zwei Monate lang stand er um 5.30 Uhr auf. Es ging darum, ihm wieder Strukturen zu geben. «Für einen Jungen ist es wichtig, dass er weiss, warum er was macht.», erzählte sein Vater Mario (57).

Die harte Arbeit öffnete dem jungen Mann von der Zürcher Goldküste auch die Augen. Er nutzte seine zweite Chance bei den Lions und stieg zum gut bezahlten Nati-Stürmer auf. Und sein Vater sagte vor den Olympischen Spielen in Sotschi, was viele dachten: «Ich sehe, dass er noch grausam Potenzial hat.»

Doch dieses Potenzial, das Talent, die Leichtigkeit mit der er übers Eis schwebte, wurden zur Belastung für den sensiblen Stürmer. Er zauberte immer seltener, wurde immer mehr zur Randfigur bei den ZSC Lions.

Und das grösste Problem: Cunti selbst konnte nie verstehen, warum nach Trainer Marc Crawford, mit dem sich der Künstler nicht gut verstand, die neuen Schweden Hans Wallson und Lars Johansson gar noch weniger auf ihn setzten.

Schon im Herbst war klar, dass ihm die ZSC Lions keinen neuen Vertrag geben würden. Man hatte keine Geduld mehr.

Weil der Center, der auch athletisch viel mitbringt, nie begriff, was man von ihm verlangte, konnte er auch nicht reagieren. Er demonstrierte keine Entschlossenheit und Gradlinigkeit. Cunti setzte keine Zeichen auf dem Eis, unterschrieb aber für die nächsten Jahre in Lugano.

Zwischenstation macht er nun aber in Kloten, wohin ihn die ZSC Lions bis Ende Saison ausgeliehen haben. Und das ist im Moment besser für ihn als ein Wechsel zu Lugano. Dort wird er angesichts der Verletzungsmisere und des Abgangs von Tommi Santala gebraucht. Das wird ihm guttun.

Das heisst nicht, dass man nun plötzlich einen anderen Cunti sehen wird. Cunti bleibt Cunti. Die Brechstange lässt er zu Hause. Checks müssen andere austeilen. Aber vielleicht wird er seine Leichtigkeit wieder finden.

Publiziert am 11.01.2017 | Aktualisiert am 13.01.2017
teilen
teilen
1 shares
4 Kommentare
Fehler
Melden

4 Kommentare
  • Achatius Deodatus Isidor  von und zu Schwerthelm aus Basel
    12.01.2017
    Kloten ist das Auffangbecken der Liga, die stehen mittlerweile auf einer Stufe mit Ambri, Olten oder Langenthal. Das Beste wäre wenn man den Klub auflösen würde oder als Farmteam der ZSC Lions installiert, quasi in einer Fusion mit den GCK Lions.
  • Rolf   Binder aus Manila Paranaque
    11.01.2017
    Als Zuschauer machte mir Luca Cunti viel Spaß. Ich kann aber auch gut nachvollziehen, dass einige Trainer mit der Spielweise von ihm wenig anfangen können. Tirkkonen hingegen weiß genau was er mit Cunti bekommt und hat bestimmt konkrete Pläne mit ihm. Das Kloten-Team scheint eine verschworene Bande zu sein, dass sicher Willens ist Cunti zu unterstützen. Ein ideales Umfeld für einen "Künstler" um wieder aufzublühen und den Klotener damit zu helfen. Good luck !
  • Anna  Rusch 11.01.2017
    Bei Luca Cunti war immer das Problem, dass seine Eltern seine grössten Fans waren und sich auch so einbrachten, was ihn dann bis heute scheitern lies! Möge er den selben Fehler bei seinem Kind, jetzt als Vater, nicht mehr machen! Talent reicht leider nicht mehr aus, da braucht es schon einiges mehr und vor allem sollte man sich als Eltern bei seinen Kindern in solchen Sachen, von denen man nichts versteht, sich mässigen und zurücknehmen!
  • Tashunka  Blue aus Watt
    11.01.2017
    Nach all den Hockeystrapazen wünsche ich Luca Cunti nun einen tollen Einstand bei Kloten...Und wer weiss...Vielleicht geht er gar nicht zu Lugano. Verträge kann man heutzutage locker abändern oder aufheben.