Blick über die Bande zur Scherwey-Sperre Ein fürchterlicher Wischiwaschi-Entscheid!

Für eine Charge gegen Klotens Daniele Grassi wurde SCB-Stürmer Tristan Scherwey für das heutige Spiel gegen Davos gesperrt. Ein Urteil wider jede Logik, wie BLICK-Eishockey-Chef Stephan Roth schreibt.

SCB-Stürmer Tristan Scherwey gegen den HC Davos gesperrt play
Tristan Scherwey muss für ein Spiel zuschauen. Ein Skandal-Urteil. EQ Images
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NLA Schweiz

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 SC Bern 41 128:96 86
2 ZSC Lions 42 137:100 86
3 EV Zug 38 122:82 81
4 Lausanne HC 40 131:104 74
5 EHC Biel 41 120:117 58
6 HC Davos 39 116:107 57
7 HC Lugano 42 117:140 55
8 Genf-Servette HC 41 101:116 54
9 EHC Kloten 41 117:134 49
10 SCL Tigers 42 99:122 49
11 HC Fribourg-Gottéron 40 102:136 42
12 HC Ambri-Piotta 41 100:136 41

Eishockey

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Unser Eishockey-Experte Dino Kessler hat seine Meinung längst klar kundgetan: Für ihn war der Check von Tristan Scherwey gegen Daniele Grassi, bei dem sich der Klotener eine Schulterluxation zuzog, korrekt. Punkt.

Anders sahen es der kanadische Liga-Ankläger Stéphane Auger sowie Einzelrichter Oliver Krüger, der Scherwey wegen einer angeblichen Behinderung sperrte.

Selbst wenn die Liga-Justiz bei ihrer Einschätzung der Szene richtig liegen würde, ist das Urteil ein Skandal. Denn wenn Scherwey tatsächlich Grassi nicht hätte checken dürfen, weil dieser, so die Liga-Begründung, nicht im Puckbesitz war, hätte der Berner Stürmer für mehr als nur ein einziges Spiel gesperrt werden müssen.

So wurde Servettien Daniel Rubin vor einem Jahr für seine Behinderung gegen den damaligen Fribourg-Verteidiger Jérémie Kamerzin für drei Spiele gesperrt. Bei Scherwey hätte ausserdem noch eine Verschärfung der Sperre dazukommen müssen, weil er schon mehrfach über die Stränge geschlagen hatte und erst im letzten Januar für fünf Spiele gesperrt worden war.

Verschärfte Strafen für Wiederholungstäter sind durchaus sinnvoll. Ganz unter dem Motto: Sonst lernt er es ja nie. So wurde ZSC-Stürmer Fabrice Herzog in dieser Saison nach seinem x-ten Check gegen den Kopf für vier Spiele aus dem Verkehr gezogen.

Doch bei Scherwey? Nichts dergleichen. Nur eine Sperre. Hier wurde ein fürchterliches Wischiwaschi-Urteil gefällt.

Richtig wäre gewesen: Freispruch für Scherwey. Oder sonst, wenn schon, denn schon, fünf Spiele Pause für den Berner Aggressivleader.

Gut möglich, dass der SCB die Faust im Sack machen und auf einen Rekurs verzichten wird, um keine Verschärfung der Strafe in zweiter Instanz zu riskieren. Im Sinn der Gerechtigkeit sollten die Berner aber rekurieren. Es geht ums Prinzip.

Publiziert am 25.11.2016 | Aktualisiert am 25.11.2016
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5 Kommentare
  • Cello  Pfischterer 25.11.2016
    Wenn man weiss, dass der Einzelrichter 2 km Luftlinie vom SCB-Stadion entfernt wohnt, erklärt sich vieles. Ein Schelm, der böses dabei denkt.
  • Paul  Bosshart 25.11.2016
    Immer wieder Scherw!!! Agressiv ja,aber er geht immer zu weit.Ich erinnere an den Fall Armbruster.Muss es wirklich erst Tote geben.
  • Paco  Alvarez , via Facebook 25.11.2016
    wo gab es in der Hockey Geschichte schon mal 5 + Spieldauer für eine Behinderung? Entweder war es ein Check gegen den Kopf, was es nicht war oder eben eine Behinderung mit 2 Min. Strafe. Alles andere ist lächerlich!
  • Thomas  Wishaw aus Zürich
    25.11.2016
    SCB wurde schon immer und wird bevorzugt. Angefangen hat der Verband mit dieser Sonderstellung, zur Info für die jungen Fans, beim Aufstieg in die NLA. - am grünen Tisch.
    Herr Roth hat recht und dem SCB kann es recht sein. - kein Vorwurf meinerseits.
  • hans  zottel aus Dübendorf
    25.11.2016
    Das ist kein Wischiwaschi-Entscheid, nein das ist ein Skandal!