Blick über die Bande zum neuen Strafen-Wahn Zeit zur Besinnlichkeit!

Seit letztem Sonntag gilt im Schweizer Hockey ein neuer Tarif. Mitten in der Saison. Zur Unzeit. Das Problem können Klubs und Schiedsrichter nur gemeinsam lösen, findet BLICK-Eishockey-Chef Stephan Roth.

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NLA Schweiz

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 SC Bern 41 128:96 86
2 ZSC Lions 42 137:100 86
3 EV Zug 38 122:82 81
4 Lausanne HC 40 131:104 74
5 EHC Biel 41 120:117 58
6 HC Davos 39 116:107 57
7 HC Lugano 42 117:140 55
8 Genf-Servette HC 41 101:116 54
9 EHC Kloten 41 117:134 49
10 SCL Tigers 42 99:122 49
11 HC Fribourg-Gottéron 40 102:136 42
12 HC Ambri-Piotta 41 100:136 41

Eishockey

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Die Verunsicherung ist grenzenlos in den Schweizer Stadien. Es hagelt Strafen, weil die Sportchefs der Klubs am letzten Wochenende beschlossen hatten, dass die Schiedsrichter eine härtere Linie fahren und vor allem Stockfouls endlich ahnden sollen (BLICK berichtete).

Die Leidtragenden sind derzeit die Spieler, welche nicht mehr wissen, was falsch oder richtig ist, die Schiedsrichter, die nun etwas trotzig alles pfeifen, was nur schon nach Stockfoul riecht, nachdem man sie wie Schulbuben korrigiert hat, und die Fans, denen Eishockey ohne Rhythmus und Ärger über Strafen zugemutet wird. Ganz zu schweigen davon, dass es niemand bei der Liga für nötig befunden hatte, die Öffentlichkeit zu informieren, bevor man mit der wilden Pfeiferei begann.

Die Idee, die Schweizer Unart, taktische und andere Fehler mit dem Stock zu korrigieren, abzustellen und die Regelauslegung dem internationalen Standard anzupassen, ist gut. Doch der Zeitpunkt, mitten in der Saison, wenn der Kampf um die Playoff-Plätze in die entscheidende, äusserst nervenaufreibende Phase geht, war nicht durchdacht. Es überfordert Spieler und Schiedsrichter, welche keine Gelegenheit hatten, sich in Testspielen auf darauf einzustellen. Es verfälscht gar die Meisterschaft.

Doch wie sagt WM-Silberschmid Sean Simpson oft? «Es ist, wie es ist.» Es bringt jetzt nichts, aufgeregt zu schreien und sich gegenseitig die Schuld zuzuweisen. Die Sportchefs, die Trainer, die Spieler, die Schiedsrichter-Chefs und die Unparteiischen müssen nun erst einmal durchatmen, sich besinnen. Und danach muss man gemeinsam alles tun, damit man im neuen Jahr einen Weg findet, um allen klar zu machen, welche Aktionen erlaubt sind und welche geahndet werden müssen, um international wettbewerbsfähig zu sein. Denn das haben bisher weder die Schiedsrichter noch die Spieler begriffen. 

Publiziert am 23.12.2016 | Aktualisiert am 23.12.2016
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3 Kommentare
  • Durum  Kebab 24.12.2016
    Leider gehen die traurigen und sportvernichtenden Tendenzen im schweizer Eishockeysport in eine nächste und vermutlich nicht letzte Runde.
    Es geht der Schiedsrichterkaste doch nur darum, dass wenn nichts unternommen wird, bald sie die Stars auf dem Eis sind und die Spieler und Klubs nur nach zu Nebendarstellern degradiert werden.
    Stattdessen wäre es viel sinnvoller, wenn die Herren in schwarz/weiss mehr und regelmässig an ihrer Kompetenz arbeiten würden.
  • Christian  Bienz aus Stäfa
    24.12.2016
    Es wäre schön, wenn die sogenannten Unparteiischen die wirklichen Stockfouls pfeifen würden. So ein Stockschlag ins Gesicht wie vom ZSC Topscorer gegen Steiner von Freiburg mit blutiger Lippe bleibt ungeahndet. Oder ZSC gegen Lugano, beim Anschlusstreffer von Lugano wird ein Luganesi vom Verteidiger im Gesicht getroffen. Auch in diesem Fall: Keine Straffe. Soviel zum Thema "Unparteiisch" und es wird jedes Stockfoul gepfiffen.
    • Reinhold  Hueber - Mayer aus Phi Phi,
      24.12.2016
      Herr Bienz, ein Foul ist wenn es der Schiedsrichter sieht und pfeift! So ist es gar nichts, er hat es so gesehen und nicht mit 1000 Kamera Einstellung, Slow und x mal vor und zurück. Das sind Tatsachen Entscheidung und die gibt es in jeder Sportart. Denn der Witz am ganzen ist! Ohne die Schiris können keine Spiele stattfinden, und das wollen sie ja auch nicht.