Blick über die Bande Wer soll diesen SCB stoppen?

7 Siege in Folge – unaufhaltsam stürmt der SCB an die Spitze. Die Berner haben alles, um als erstes Team seit 2001 den Titel zu verteidigen, findet BLICK-Eishockey-Chef Stephan Roth.

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NLA Schweiz

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 SC Bern 41 128:96 86
2 ZSC Lions 42 137:100 86
3 EV Zug 39 124:85 82
4 Lausanne HC 40 131:104 74
5 HC Davos 40 119:109 59
6 EHC Biel 41 120:117 58
7 HC Lugano 42 117:140 55
8 Genf-Servette HC 41 101:116 54
9 EHC Kloten 41 117:134 49
10 SCL Tigers 42 99:122 49
11 HC Fribourg-Gottéron 40 102:136 42
12 HC Ambri-Piotta 41 100:136 41

Eishockey

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Der SC Bern macht mächtig Eindruck. Mit dem Schwung des letzten Frühlings, als sich der SCB im letzten Moment und nur dank der besseren Bilanz aus den direkten Begegnungen auf Kosten der punktgleichen Lausanner für die Playoffs qualifizierte, ehe er als unbelasteter Underdog zum Titel surfte, hat der Meister die Liga derzeit im Griff.

Zwar sind die ZSC Lions in der Tabelle noch einen Punkt vorne. Doch die Zürcher haben auch zwei Spiele mehr auf dem Konto. Zuletzt reihte der Meister sieben Siege aneinander. Seit dem 15. Oktober und dem 0:4 im Derby in Langnau ist der SCB nicht mehr zu stoppen.

Dabei sind die Berner unter Kari Jalonen noch gar nicht am Ende ihrer Entwicklung angelangt.

Der neue Trainer ist genau das richtige Mittel gegen die Selbstzufriedenheit, welche so oft zum Meisterblues führt. Ein neuer Trainer schärft die Sinne der Spieler, stellt eine Herausforderung für sie dar und gibt ihnen die Chance, bestehende Hierarchien im Team zu verändern.

Es dürfte kein Zufall sein, dass das letzte Mal, als eine Mannschaft den Titel verteidigen konnte, ein Trainerwechsel vorangegangen war. Damals hatte Larry Huras bei den ZSC Lions nach dem ersten Meistertitel 2000 Kent Ruhnke ersetzt.

Unter gleichen Umständen holte Jalonen 2004/05 in seiner Heimat bei Kärpät Oulu seinen ersten Titel als Headcoach. 2008 verteidigte der inzwischen 56-Jährige auch einen Titel, den er selbst gewonnen hatte.

Beim SCB 2016/17 kommt hinzu, dass die Meistermannschaft noch verstärkt wurde. Der von Davos gekommene Leonardo Genoni braucht sich bestimmt nicht vor Meister-Goalie Jakub Stepanek, der erst in den Playoffs so richtig überzeugte, zu verstecken. Ausserdem hat man wieder Platz für einen zusätzlichen ausländischen Feldspieler geschaffen.

Topskorer Mark Arcobello hat Meisterschütze Derek Roy mehr als ersetzt, Ryan Lasch konnte den Abgang von Cory Conacher nach der missglückten Verpflichtung von Kris Versteeg kompensieren. Und mit dem Kanadier Maxim Noreau haben die Berner nun einen ausländischen Offensivverteidiger, der Eric Blum entlastet.

Damit bleibt die Frage: Wer soll diesen SCB stoppen? Viele kommen dafür nicht in Frage. Am ehesten ist dies noch den ZSC Lions zuzutrauen, die auch eine positive Bilanz gegen den Meister in dieser Saison (4:2 und 2:3 n.P.) haben. Doch dass sie die Intensität, welche ihnen bei der Viertelfinal-Pleite gegen den SCB im letzten Frühling fehlte, aufs Eis bringen können, haben sie noch nicht regelmässig bewiesen.

Die grössere Hürde könnte da der Druck sein, der diesmal in den Playoffs wieder auf den Bernern lasten wird. Und auf die Hilfe von Mental-Coach Saul Miller kann das Jalonen-Team diesmal nicht zählen. Er arbeitet inzwischen für Zug.

Publiziert am 15.11.2016 | Aktualisiert am 15.11.2016
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9 Kommentare
  • daniel  weidmann 16.11.2016
    nur zur Erinnerung ein Team das nie sportlich aufgestiegen ist!!! kann und will ich nicht akzeptieren!! "GRÜNER TISCH"
  • Daniel  Lüthi aus Kloten
    16.11.2016
    Klasse Team! Es stimmt von A bis Z beim SCB. Die haben eine Riesenmannschaft mit einem super Staff. Mit Jalonen einen Coach der Erfolge bringen wird. Bern hat sehr gute Chancen den Titel zu verteidigen.
  • Martin   Lempert aus Arth
    15.11.2016
    Naja, ob der Artikel wirklich so gut ist, aber wie immer halt Stephan Roth... Gegen Zug und Lugano gewann Bern nur wegen zwei Dingen: Riesen Glück und den besten Torhüter der Liga! Sowohl Lugano wie auch Zug waren eindeutig besser. wer es nicht glaubt: Teleclub machts möglich! einfach mal anschauen.
  • Concolor  Shalako 15.11.2016
    Hopp SCB, aber auch alle in der vorderen Hälfte sind gut dran.
    Die erste Niederlage kommt bestimmt, und das schneller als alle denken. Ist doch normal...Einmal hat A einen guten Lauf, dann B, oder C, etc.
  • Peter  Müller 15.11.2016
    Bin SCB Fan aber als Hockeyfreund muss ich sagen hier wurde Zug vergessen, Sie gehören diese Saison für mich ganz klar dazu,