Blick über die Bande Steiner zu Fribourg? Wie eine Sauftour für einen Alkoholiker!

Nach der Pleite in Ambri ist Gottéron Letzter. Die Reaktion? Der im Frühling von Biel kalt gestellte Stürmer Daniel Steiner (36) wird getestet. Das nennt man Panik, schreibt BLICK-Eishockey-Chef Stephan Roth.

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NLA Schweiz

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 SC Bern 38 117:87 80
2 ZSC Lions 40 127:97 80
3 EV Zug 37 116:82 78
4 Lausanne HC 38 126:99 71
5 EHC Biel 39 115:112 56
6 HC Davos 38 114:107 54
7 Genf-Servette HC 39 98:108 53
8 HC Lugano 40 112:135 53
9 EHC Kloten 38 112:127 46
10 SCL Tigers 40 94:118 45
11 HC Ambri-Piotta 39 97:123 41
12 HC Fribourg-Gottéron 38 98:131 39

Eishockey

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Um das Problem von Fribourg zu erkennen, braucht man keinen Doktortitel. Ein kurzer Blick auf die Tabelle und aufs Resultatbulletin reicht: Auch Larry Huras hat dem Team kein defensives Pflichtbewusstsein und keine mentale Härte einimpfen können. 106 Tore hat Gottéron bisher kassiert. Und in den letzten sechs Partien, die alle verloren gingen, sind es 32 Gegentreffer gewesen.

Dass die Goalies Benjamin Conz und Dennis Saikkonen nicht auf der Höhe sind, ist dabei nur ein Grund für die Misere. Wenn man sieht, wie beispielsweise Nati-«Verteidiger» Yannick Rathgeb oder Center Andrei Bykow, deren Verträge eben erst verlängert wurden, spielen, braucht man sich nicht zu wundern. Wundern muss man sich aber darüber, dass Huras den Hasardeur oder den Zweikampfverweigerer nicht einmal unter die Wolldecke steckt. Oder lässt man den alten Trainerfuchs etwa gar nicht durchgreifen?

Not tut Fribourg also defensive Stabilität. Doch was zaubert Sportchef Christian Dubé jetzt aus dem Hut? Noch eine Sturm-Diva! Für eine Woche ist nun Daniel Steiner im Test. Der 36-Jährige, der im Sommer in Biel trotz Vertrag ausgemustert wurde und sich dann die Teilnahme am Training vor Gericht erstreiten wollte, ist ein Flügel mit Abschlussqualitäten (48 Tore in den letzten drei Saisons bei Ambri und Biel). Aber eben auch ein Opportunist auf dem Eis und daneben einer, der die Gründe schnell einmal bei anderen sucht, wenn es nicht läuft. Deshalb wollten ihn seine Teamkollegen in Biel nicht mehr in der Mannschaft haben.

Den Emmentaler nur schon zum Test einzuladen, ist ein jämmerliches Zeichen. Es ist eine reine Panik-Aktion. Es ist genau das Gegenteil von dem, was ein Arzt verschreiben würde. Es ist etwa so, wie wenn man einen Alkoholiker zu einer Sauftour mitnehmen würde, statt ihn einer Entziehungskur zu unterziehen.

Man muss sich langsam fragen, ob Dubé seinem Job gewachsen ist.

Publiziert am 12.12.2016 | Aktualisiert am 23.12.2016
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7 Kommentare
  • Werner  Huber aus Basel
    13.12.2016
    Dubé ist ein ganz cleverer Sportchef. Fribourg testet einen 36 jährigen, den sonst niemand haben will, eine Woche lang in einer Woche, in der Fribourg keine Meisterschaftsspiele hat. Oder ballert Steiner die Fribourger heute in die Halbfinals der CHL? Dann hat er alles richtig gemacht.
  • daniel  weidmann 13.12.2016
    Steiner würde nicht einmal bei den GCK Lions zum Einsatz kommen!! er ist ein Einzelspieler und kein Team Player!! und total über bewertet!!!
  • Silvan  Rohr 13.12.2016
    Ich sage es gerne nochmals: Solange die zwei Clowns Dubé und Sportdirektor Berger, sowie der zweitklassige Torhüter Conz im Club verbleiben, wird es nur noch abwärts gehen. Viel Spass nächste Saison in der NLB.
  • Theo  Froideveaux 13.12.2016
    Dubé ist Gift für Fribourg, weil er genau die schlechten Tugenden der Mannschaft selber mitbringt. Er war ja während seiner Karriere auch immer eine Spieler, der sich versteckte, wenn es um die Wurst ging. In den Playoffs genügte ein Check, um ihn aus dem Spiel zu nehmen. Jetzt hat er einen Sack Diven um sich, mit denen du nichts gewinnen kannst. Spieler, welche ein Nati-Aufgebot mit dem Hinweis auf die schwangere Freundin ausschlagen und solche, welche vom Ruhm des grossen Vaters zerren.
  • Tristan  Pfister 13.12.2016
    Fribourg lebte die letzten Jahre von Sprunger, Plüss und Bykov. Diese Spieler retteten Fribourg immer wieder Punkte. Plüss ist weg, Bykov zeigt seine Divamentalität welche mit einem neuen Vertag gutgeheissen wurde und Sprunger alleine reicht nun einmal nicht. Dubé hat keine Ahnung wie man ein Team formt da er selbst nur für sich spielte. Und mit Aebischer hat man einen Goalietrainer der am Ende seiner Karriere die Pucks nicht mehr halten konnte. Abstieg Fribourg? Durchaus denkbar.