Auf Wunsch der Klubs Schiedsrichter ändern mitten in der Saison den Tarif!

Seit gestern weht in der NLA ein neuer Wind. Die Schiedsrichter haben die Zügel angezogen, um das Schweizer Eishockey dem internationalen Standard anzupassen.

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NLA Schweiz

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 SC Bern 41 128:96 86
2 ZSC Lions 42 137:100 86
3 EV Zug 39 124:85 82
4 Lausanne HC 40 131:104 74
5 HC Davos 40 119:109 59
6 EHC Biel 41 120:117 58
7 HC Lugano 42 117:140 55
8 Genf-Servette HC 41 101:116 54
9 EHC Kloten 41 117:134 49
10 SCL Tigers 42 99:122 49
11 HC Fribourg-Gottéron 40 102:136 42
12 HC Ambri-Piotta 41 100:136 41

Eishockey

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Nati-Coach Patrick Fischer hatte Alarm geschlagen. Die Trainer hatten sich beklagt. Und am Wochenende sprachen die Sportchefs bei den Schiedsrichter-Bossen vor.

In der Schweiz sollen vor allem die Stockfouls, die in unserer Liga zu lange toleriert wurden und zu einem schlechten Markenzeichen geworden waren, endlich geahndet werden.

Denn in den Länderspielen und zuetzt auch in den Partien der Champions Hockey League hatten die Schweizer Teams für die schlechten Angewohnheiten den Preis in Form von Strafen und Powerplay-Gegentoren bezahlt.

Deshalb haben die Schiedsrichter seit dem Wochenende in der NLB und seit gestern in der NLA die Anweisung, in diesem Bereich durchzugreifen.

Und das sah dann gestern so aus:
7x 2 Strafminuten gegen die ZSC Lions (2x Beinstellen, 2x Stockschlag, 1x Haken, 1x Halten).
2x 2 Minuten gegen Bern (1x Beinstellen, 1 x Halten).

7x 2 Strafminuten gegen die SCL Tigers (4x Haken, 2x Halten, 1x Stockschlag).
13x 2 Minuten gegen Lausanne (7x Halten, 2x Haken, 2x Stockschlag, 1x Behinderung, 1x Unsportliches Verhalten).

5x 2 Strafminuten gegen Servette (2x Stockschlag, 1x Puck aus dem Spielfeld schiessen, 1x Übertriebene Härte, 1x Torhüter-Behinderung).
6x 2 Minuten gegen Zug (3 x Beinstellen, 2x Stockschlag, 1 x Halten).

7x 2 Strafminuten gegen Biel (2x Stockschlag, 2x Haken, 1x Halten, 1x Hoher Stock, 1x Behinderung).
5x 2 Minuten gegen Lugano (2x Stockschlag, 2x Haken, 1x Halten).

6x 2 Strafminuten gegen Kloten (3x Stockschlag, 2x Haken, 1x Zu viele Spieler auf dem Eis).
6x 2 Minuten gegen Fribourg (3x Stockschlag, 1x Beinstellen, 1x Halten, 1x Torhüter-Behinderung).

In den fünf Spielen vom Dienstag wurden total 20 Strafen wegen Stockschlägen ausgesprochen. Zum Vergleich: In den sieben Partien am Wochenende vor der Nati-Pause waren es insgesamt nur vier gewesen!

«In den letzten Jahren wurde das bei uns falsch gelehrt», hatte Nati-Coach Fischer letzte Woche festgestellt. Jetzt ist die Frage, wie hoch die Lernfähigkeit der Spieler ist und wie schnell sie die schlechten Angewohnheiten abstellen können. Die Antwort darauf könnte meisterschaftsentscheidend sein. Denn gestern fielen 16 Powerplay-Treffer.

Mit der neuen Linie soll endlich auch zwischen erwünschter Härte und unsauberem Spiel, das meistens die Folge von Stellungsfehler oder Faulheit ist, unterschieden werden. Bleibt zu hoffen, dass das den Schiedsrichtern nun besser gelingt als in der Vergangenheit.

Publiziert am 21.12.2016 | Aktualisiert am 22.12.2016
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6 Kommentare
  • Daniel  Grünenfelder 22.12.2016
    Wer Eishockey wie heute bei Genf - SCB sehen will, wo für jeden Hennenschiss Strafen ausgesprochen worden sind, na denn, Jedem das Seine. Was die Schiris heute in diesem Match ablieferten hat nichts mehr mit Eishockey zu tun, oder höchstens mit Pussy-, Teddybärli- und Wattebäuschlieishockey. Will man das wirklich?
  • Hans  Müller aus Bern
    22.12.2016
    Ein sehr guter Entscheid. Nun sollte im Gegenzug dafür wieder faire, normale harte Check erlaubt werden. Zum Teil komme ich mir schon fast vor wie in Sportarten die ohne Körperkontakt gespielt werden.
  • Peter  Muster aus Termen
    22.12.2016
    ENDLICH... ENDLICH... Hacken und Stockschläge haben nichts mit Härte zu tun und sollen konsequent geahndet werden (wie eben international auch). Jetzt fehlt nur noch die Ausbildung der Spieler im austeilen und einstecken von korrekten Checks ... das wir aber (leider) dauern.....
  • Anna  Rusch 21.12.2016
    Natitrainer Fischer hatte Alarm geschlagen? Den braucht es sicher nicht, er soll sich mal um seinen Job kümmern den es auch besser zu machen gäbe! Dieses Übel ist bis in die unteren Ligen angekommen und bekannt!
  • Ruedi  Wic aus Embrach
    21.12.2016
    Nun soll mir einer mal erklären wieso im internationale Hockey ein Spieler nicht den Torraum betreten darf und in der Schweizer Liga darf er dies sofern er den Torhüter nicht behindert. Müsste den eine solche Regel nicht auch dem internationale Hockey angepasst werden oder ist es egal wenn sich die Spieler an der WM zuerst daran gewöhnen müssen?
    • seb  pennisi aus embrach
      21.12.2016
      Ein sehr guter Entscheid. Allerdings brauchen sowohl die Spieler wie auch die Schiris ein paar Spiele Zeit, bis es sich ausbalanciert. Gestern hatten die Fribourg-Spieler mindestens 10 klare Stockschläge ausgeteilt, die nicht geahndet wurden.....und die von Huras inszenierte Spielverzögerung ist eine Frechheit sondergleichen, die die Schiris auch hätten ahnden müssen....auf internationalem Parkett auch ein No-Go.