Auch wenn er Meister wird SCB-Coach Leuenberger muss gehen!

Lars Leuenberger coachte den SCB sensationell in vier Spielen gegen Quali-Sieger ZSC in den Halbfinal. Einen neuen Vertrag bekommt der 40-Jährige trotzdem nicht.

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NLA Schweiz

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1 Lausanne HC 8 27:12 20
2 ZSC Lions 9 22:15 18
3 EV Zug 8 23:21 16
4 EHC Biel 8 28:15 15
5 EHC Kloten 8 25:23 15
6 Genf-Servette HC 8 22:21 12
7 SC Bern 8 20:21 12
8 HC Davos 8 24:26 12
9 HC Lugano 8 23:27 10
10 HC Ambri-Piotta 9 20:29 8
11 HC Fribourg-Gottéron 8 18:26 7
12 SCL Tigers 8 14:30 2

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Noch vor zwei Wochen kämpfte der SCB um den Playoff-Einzug. Jetzt stehen die Mutzen im Halbfinal, brauchten lediglich vier Spiele, um den Quali-Sieger aus Zürich zu bodigen. Es ist auch das Verdienst von Trainer Lars Leuenberger.

Der 40-Jährige demontierte Stanley-Cup-Sieger Marc Crawford, fand stets die richtigen Worte, stellte sein Team taktisch clever ein. Trotzdem gibt’s für den Uzwiler keine Zukunft in der Hauptstadt. Er bekommt definitiv keinen neuen Vertrag. Selbst dann nicht, sollte er im April den Pokal in die Höhe stemmen. 

«Ich werde nicht mehr hier sein. Das hat man mir vor den Playoffs mitgeteilt», so Leuenberger. «Es tut mir weh. Ich bin enttäuscht, aber ich akzeptiere diesen Entscheid. Ich hatte eine wunderschöne Zeit. Es gibt keinen Grund, jetzt Abrechnungen vorzunehmen.»

Leuenberger stieg nach der Entlassung Guy Bouchers im November vom Assistenten zum Chef auf. Der Verwaltungsrat wollte eigentlich den gefeuerten Lugano- und aktuellen Nati-Coach Patrick Fischer. Doch der damalige Sportchef Sven Leuenberger wehrte sich gegen diese Lösung, trat ins zweite Glied zurück, um Bruder Lars den Job als Chef-Coach zu ermöglichen. «Mir geht es darum, dass die bestmöglichste Wahl getroffen wird», begründete Sven Leuenberger den Entscheid.

Anders als Fischer – ihn hätte der SCB mit einem Vertrag über eineinhalb Jahre ausgestattet – bekommt Leuenberger einen Kontrakt bis Saisonende. Und anders als Antti Törmänen, der nach der Entlassung von Larry Huras vor fünf Jahren vom Assistenten zum Chef aufstieg und nach der erreichten Halbfinal-Qualifikation gegen Kloten bleiben durfte, muss Leuenberger nun gehen. 

Damit sind die Chancen, dass der finnische Nati-Coach Kari Jalonen im Sommer das Zepter übernimmt, weiter gestiegen. Auch wenn noch immer nichts unterschrieben sein soll.

Noch vor einer Woche sagte der neue SCB-Sportchef Alex Chatelain im SonntagsBlick: «In Bern wurden in den letzten Jahren zu viele Trainer gefeuert. Es braucht Kontinuität.» Jetzt kommt im Sommer der 17. Coach in den letzten 18 Jahren.

Publiziert am 11.03.2016 | Aktualisiert am 11.03.2016
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SCB feiert Halbfinal-Einzug «Ein gutes Bier hilft gegen den Muskelkater!»

20 Kommentare
  • Daniel  Grünenfelder 11.03.2016
    Wie hiess es von der SCB-Führung, als Lars Leuenberger Boucher ablöste? LL erhält die gleiche Chancen und Pflichten wie sie jeder andere Trainer erhält. Danach wird analysiert, ob allenfalls weiter verpflichtet oder nicht. Und nun schickt man LL bereits vor Beginn der Playoffs in die Wüste. Für mich ein Affront und unverschämt. Täte vielleicht gut, würde man in der SCB-Führung mal "ein Wort ist ein Wort und gilt" oder "Kontinuität" zu buchstabieren und danach zu verstehen versuchen.
  • R.  H. 11.03.2016
    es ist wie immer. statt die eigenen leute zu fördern werden einmal mehr ausländer angstellt. eigentlich gehört ein management, das solche entscheide trifft, abgesetzt.

  • Hannes  Dönni aus Sirnach
    11.03.2016
    Ich sag nur, typisch Berner Clubs. Schwächen sich immer selber und träumen trotzdem davon zuoberst zu stehen. Konnte nur den Kopf schütteln, als ich das gehört habe.
  • Jack  Wolf aus Rorbas
    11.03.2016
    Mit einer solchen Entscheidung hätte man den weiteren Verlauf abwarten können, Lars macht bisher einen geilen Job. Dis Saison ist bis hierhin grauenhaft gewesen, da würde es aber noch andere Figuren geben die den Hut nehmen müssten oder noch müssen!
  • Christoph  Bucher 11.03.2016
    Schade, dass beim SCB wie auch bei YB nur Dilettanten am Werk sind. Ich würde es dieser Stadt richtig gönnen, dass sowohl im Fussball wie auch beim Eishockey endlich mal Profis ans Werk kommen. Gruss aus Basel.