Ambri neu Letzter! Trainer Kossmann lässt seinen Frust raus

Die Frage nach den Horror-Powerplays seines Teams bringt Ambri-Trainer Hans Kossmann auf die Palme.

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NLA Schweiz

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 SC Bern 39 120:89 83
2 ZSC Lions 40 127:97 80
3 EV Zug 37 116:82 78
4 Lausanne HC 39 130:102 74
5 EHC Biel 40 118:116 56
6 HC Lugano 41 115:137 55
7 HC Davos 38 114:107 54
8 Genf-Servette HC 40 100:111 54
9 EHC Kloten 39 114:130 46
10 SCL Tigers 40 94:118 45
11 HC Ambri-Piotta 39 97:123 41
12 HC Fribourg-Gottéron 38 98:131 39

Eishockey

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Sein Team habe alles gegeben, am Ende habe das Talent und die Qualität des erfahreneren SCB den Unterschied gemacht. Das sagt Ambri-Trainer Hans Kossmann (54) direkt nach der 1:4-Niederlage gegen Bern. Nun, die Biancoblu haben tatsächlich lange auf Augenhöhe mit dem Meister gespielt – weil die Mutzen offensichtlich Mühe haben, gegen vermeintlich schwächere Gegner das Spiel zu bestimmen.

Nach einem Mini-Hoch von sechs Siegen in sieben Spielen – davon fünf nach Verlängerung oder Penaltyschiessen – kassierte Ambri nun die vierte Pleite in Serie und ist erneut auf den letzten Tabellenrang abgerutscht. Die Gründe dafür kurz zusammengefasst: Ineffizienz im Abschluss, praktisch inexistenter Spielaufbau, hohe Fehlerquote bei druckvollen Gegnern.

Am auffälligsten aber ist bei den Biancoblu ihre schreckliche Bilanz im Powerplay: Nur gerade drei Tore sind den Leventinern bisher in Überzahl gelungen – bei 49 Chancen. Das ergibt einen haarsträubenden Wert von 6,12 Prozent! Zum Vergleich: Als bestes Team in diesem Ranking weist Lausanne über 31 Prozent Powerplay-Effizienz auf!

Darauf angesprochen, ändert sich Kossmanns Laune schlagartig. Er wettert: «Heute hatten wir ein gutes Powerplay. Oder haben Sie ein schlechtes gesehen? Natürlich könnte ich es jetzt kritisieren. Aber dieser Wert ist nur etwas für die Journalisten.» Nun, wie erwähnt, Ambri hat bisher drei Tore in Überzahl geschossen – soviele wie andere Teams in einem Match. Mehr Powerplay-Tore könnten schon hilfreich sein? «Natürlich, aber ich bin der Coach und kein Spieler, der sie reinmachen muss. Aber ich gebe nach diesem Spiel niemandem Scheisse dafür, dass Jeder sein Bestes versucht hat.»

Nachdem der Kanadier seinen Frust rausgelassen hat, betont er doch noch, dass die Leader auch Leader sein sollen und punkten müssen. Dass die schlechten Gewohnheiten wie die Eigenfehler gegen Ende der Partie abgestellt werden müssen. Und dass man offensiv einen direkteren Weg zum gegnerischen Tor finden müsse. Und: Mit Sven Berger, Dario Kostner und Marc Gautschi sind gegen den SCB drei Ambri-Spieler verletzt ausgefallen.

Publiziert am 19.10.2016 | Aktualisiert am 21.10.2016
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1 Kommentare
  • Sven  Janz , via Facebook 19.10.2016
    Im Moment gibt es nichts schönzureden, aber mann muss auch sehen das auch noch 2 Gewichtige Ausländer verletzt sind. Und eine Mannschaft wie Ambri ist auf die Ausländer angewisen! Weiter hart Arbeiten Forza Ragazzi!