Ambri-Boss Filippo Lombardi «Ich bin froh, habe ich am Trainer festgehalten»

Seit der HC Ambri-Piotta seinem Trainer Hans Kossmann das Vertrauen ausgesprochen hat, haben die Leventiner vier der fünf Spiele gewonnen.

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NLA Schweiz

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 SC Bern 41 128:96 86
2 ZSC Lions 42 137:100 86
3 EV Zug 39 124:85 82
4 Lausanne HC 40 131:104 74
5 HC Davos 40 119:109 59
6 EHC Biel 41 120:117 58
7 HC Lugano 42 117:140 55
8 Genf-Servette HC 41 101:116 54
9 EHC Kloten 41 117:134 49
10 SCL Tigers 42 99:122 49
11 HC Fribourg-Gottéron 40 102:136 42
12 HC Ambri-Piotta 41 100:136 41

Eishockey

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Vor zwei Wochen griff Ambri-Sportchef Ivano Zanatta zum Telefonhörer und suchte verzweifelt nach einem neuen Trainer. Eine schnelle Lösung liess sich allerdings keine finden. Und so verfasste der Klub kurzerhand ein Kommuniqué - und sprach Hans Kossmann das Vertrauen aus. «Das ist wie wenn dir deine Ehefrau sagt, sie lasse sich heute nicht scheiden», scherzte danach ein ehemaliger Ambri-Spieler. Doch seither haben die Leventiner vier der fünf Spiele gewonnen.

Wie ist das möglich? «Man muss nur Kraft und Selbstvertrauen haben. Das Ziel im Visier behalten und sich nicht von Journalisten und Fans ablenken lassen. Dazu mit der Mannschaft und dem Staff klar sprechen. Und ein bisschen Teambuilding betreiben», sagt Präsident Filippo Lombardi und verweist auch auf die personellen Massnahmen, die getroffen wurden und keine weiteren Kosten verursacht hätten.

So ersetzte einerseits Dimitri Zygurow Assistent Diego Scandella. Andererseits steht seit fünf Spielen auch Sportchef Zanatta an der Bande. «Entscheidend war aber das darauffolgende neue Bewusstsein der Mannschaft selbst», so Lombardi.

Kommt es nun wie im Herbst 2015? Auch damals wackelten im Tessin die Trainerstühle. Sowohl Lugano als auch Ambri lagen am Tabellenende. Damals waren es die Luganesi, die zuerst die Notbremse zogen und Trainer Patrick Fischer feuerten. «Ich wollte, dass BLICK mit seiner Saisonprognose falsch liegt und habe gewartet», sagte Lombardi, nachdem er drei Tage später Trainer Serge Pelletier entliess, schmunzelnd.

Jetzt könnte Lugano wieder schneller sein. «Ohne Budgetlimiten kann man immer schneller sein», so der CVP-Ständerat cool. «Ob Schnellschüsse zu wesentlich besseren Resultate führen, bleibt dahingestellt. Ich bin auf jeden Fall froh, am Trainer festgehalten zu haben.»

Die Biancoblù haben den Anschluss wieder geschafft, liegen nur noch einen Zähler hinter dem elftplatzierten Fribourg, können wieder hoffen. Ambri lebt.

Publiziert am 01.12.2016 | Aktualisiert am 05.12.2016
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4 Kommentare
  • hans  zottel aus Dübendorf
    01.12.2016
    Filippo Lombardi weiss hoffentlich, dass man auch einen schwachen Trainer stark sprechen kann. Mann muss ihm einfach den Rücken stärken und dies hat Filippo gemacht. Nichts Schlimmeres für einen Trainer, als wenn die Führung nicht zu 100 Prozent hinter ihm steht.
  • Concolor  Shalako 01.12.2016
    Im Gegensatz zu Pelletier der nach gleich viel Niederlagen gefeuert wurde, sitzt Kossmann in einem bessern Boot und kann bleiben.
    Schon interessant was da für Gründe sind...die weiss nur Lombardi
  • Tristan  Pfister 01.12.2016
    Anschluss geschafft? Wo? 1 Punkt hinter Fribourg? Oke. Dass Fribourg 3 Spiele weniger hat ist in diesem Fall nicht so wichtig? Oder Langnau 2 Spiele weniger? Ambri ist noch immer weit weit zurück in der Tabelle. Nach Verlustpunkten liegen Welten zwischen Fribourg und Ambri.
    • Reto  Maurer aus Zürich
      01.12.2016
      Fribourg und Langnull werden diese Spiele verlieren, wetten?