
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Lugano deklassiert die Tigers
Am letzten Samstag verloren die SCL Tigers in Lugano erst im Penaltyschiessen (5:6). Dieses Mal bleiben die Emmentaler im Tessin absolut chancenlos. Sie liegen bereits nach 48 Sekunden 0:2 zurück und erleiden schliesslich eine 3:8-Schlappe.
In den letzten beiden Partien gingen die Langnauer jeweils im ersten Drittel 3:0 in Führung. Nun sind sie es, die einen Fehlstart verzeichnen. Langnau vermag das 0:2 bis zur 9. Minute zwar noch auszugleichen, das Aufbäumen ist jedoch nur ein laues Lüftchen. Lugano, bei dem der zuletzt kranke Petteri Nummelin ins Team zurückkehrt und im letzten Drittel wieder geschont wird, kontrolliert die Partie und legt bis zur 25. Minute entscheidend 5:2 vor.
Zu diesem Zeitpunkt steht Marc Kern bereits nicht mehr im Tor der SCL Tigers. Der 20-Jährige spielt erstmals in der NLA von Beginn weg und erlebt ein bitteres «Debüt». Nach 20 Minuten und drei Gegentreffern, bei denen er allerdings ohne Abwehrchance bleibt, wird er von Matthias Schoder abgelöst. Doch auch dieser vermag die löchrige Langnauer Defensive, die in vier Spielen nun bereits 24 (16) Gegentreffer kassiert hat, nicht zu stabilisieren.
Zweiter Shutout für Bührer
Marco Bührer feiert beim 2:0-Sieg des SC Bern in Zug bereits den zweiten Shutout in dieser Saison. Die zwei Treffer für die vor allem defensiv überzeugenden Berner erzielen Lubos Bartecko und Travis Roche im Mitteldrittel.
Bartecko trifft nach einem wunderschönen Querpass von Simon Gamache (26.), und Roche ist mit einem Weitschuss in doppelter Überzahl erfolgreich (29.). Mit dem dritten Saisonsieg begleichen die Berner die offene Rechnung aus dem Vorjahr, als sie gegen Zug blamabel in den Playoff-Viertelfinals ausgeschieden waren.
Der SCB verdient sich den Erfolg mit einer äusserst disziplinierten Defensiv-Leistung. Durch ein konsequentes Forechecking mit zwei Stürmern hindert das Team von Larry Huras die Zuger an einem gepflegten Spielaufbau. Dass er zum 59. Mal in seiner Karriere ohne Gegentreffer bleibt, hat Marco Bührer auch etwas dem Glück zu verdanken. Zweimal treffen die Zuger nur die Torumrandung.
Hartes Stück Arbeit für die Zürcher
Fribourg gelingt ein halbes Jahr nach dem Viertelfinal-Triumph über die ZSC Lions (4:0 Siege) keine erfolgreiche Rückkehr ins Hallenstadion. Gottéron verliert 4:5 und erleidet bereits die dritte Niederlage in dieser Saison.
Im März hatten die Freiburger die ZSC Lions mit viel Leidenschaft vom Eis gearbeitet. Und auch sechs Monate danach erweisen sie sich für die ZSC Lions als hartnäckiger Widersacher. Ohne Torhüter und mit einem Spieler mehr auf dem Eis kommt Gottéron durch Corsin Casutt 26 Sekunden vor dem Ende noch einmal heran, und kurz vor der Schlusssirene erzielt Fribourg beinahe noch den Ausgleich.
Als entscheidender Treffer stellt sich schliesslich das 5:3 durch Doppeltorschütze Peter Sejna heraus, der sein Team in der 47. Minute erstmals mit zwei Treffern Unterschied in Führung schiesst. Die Zürcher hätten sich den Sieg mit einer erfolgreicheren Chancenauswertung bereits im zweiten Drittel sichern müssen.
Westrums Slapshot überrascht Stephan
Ein Slapshot von Erik Westrum bereitet der positiven Serie von Genf-Servette ihr Ende. Ambris letztjähriger und aktueller Topskorer überlistet in der 34. Minute Servettes Goalie Tobias Stephan im Powerplay zum erst siebten Mal in dieser Saison.
Das knappe Verdikt täuscht etwas über die Verhältnisse in der halb gefüllten Valascia hinweg. Servette strebt vor allem in den letzten zehn Minuten vehement den Ausgleich an, scheitert aber immer wieder an Thomas Bäumle.
Der Keeper, der einen Grossteil der letzten Saison wegen einer schweren Knieverletzung verpasst hatte, wehrt sich erfolgreich und auf teils spektakuläre Weise gegen das 1:1 und kommt letztlich zum achten Shutout in der höchsten Liga.
Davos ungefährdet – vier Punkte von Dario Bürgler
Der HC Davos scheint zu Saisonbeginn nicht zu stoppen: Das 6:1 in Biel ist der vierte Sieg des Meisters im vierten Spiel. Er ist darum letztlich ungefährdet, weil die Bündner mit drei Toren zwischen der 28. und 40. Minute entscheidend davonziehen.
Biel, das am Dienstag in Langnau im Penaltyschiessen erstmals gepunktet hat, vergibt im zweiten Drittel zwei gute Möglichkeiten, sich zurückzukämpfen. Aus einer doppelten Überzahl (112 Sekunden) resultiert aber ebenso wenig wie aus Thomas Nüsslis Sololauf (36.); kurz darauf kassieren die Seeländer das 1:4. Wesentlich effizienter als Biel zeigt sich der HCD. Aus nur acht Torschüssen im mittleren Abschnitt macht das Team von Arno del Curto drei Tore, jedesmal steht dabei die dritte Linie auf dem Eis.
Als Doppeltorschützen können sich Mathias Joggi (erste Treffer im HCD-Dress) und Dario Bürgler (insgesamt vier Punkte/persönlicher NLA-Rekord) feiern lassen. Bürglers Erfolgserlebnisse tragen den Davosern den beruhigenden Viertore-Vorsprung ein. Beim 3:1 profitiert der Sohn des ehemaligen Ski-Weltcupfahrers Toni Bürgler allerdings von einem krassen Fehler des Bieler Goalies Reto Berra, der die Scheibe zwischen den Schonern passieren lässt, Bürgler braucht nur noch einzuschieben. HCD-Coach Del Curto kann sich in der Schlussphase den Luxus leisten, den 18-jährigen Keeper Remo Giovannini erstmals NLA-Luft schnuppern zu lassen.
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | EV Zug | 46 | 160:125 | 91 |
| 2 | HC Davos | 46 | 140:108 | 90 |
| 3 | HC Fribourg-Gottéron | 46 | 146:111 | 87 |
| 4 | SC Bern | 46 | 145:120 | 83 |
| 5 | Kloten Flyers | 46 | 141:109 | 80 |
| 6 | HC Lugano | 45 | 141:142 | 69 |
| 7 | ZSC Lions | 44 | 123:117 | 68 |
| 8 | Servette Genf | 46 | 109:113 | 63 |
| 9 | EHC Biel | 46 | 103:115 | 62 |
| 10 | HC Ambri-Piotta | 46 | 93:138 | 46 |
| 11 | SCL Tigers | 46 | 114:158 | 46 |
| 12 | Rapperswil-Jona Lakers | 45 | 91:150 | 37 |