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Wie fühlt man sich als Schweizer Stammspieler in der NHL?
Roman Josi: Auch nach 34 Einsätzen sind NHL-Spiele für mich noch kein Alltag. Ich muss jeden Tag hart arbeiten, um meine Position zu behaupten.
Sie fühlen sich mit dem lautstarken Heimpublikum in Nashville sicher wie früher in der Postfinance-Arena beim SC Bern.
Ja, das Nashville-Publikum ist das lauteste. Doch der Lärmpegel ist mit einer Schweizer Arena nicht zu vergleichen. Hier sind die Zuschauer nur bei Unterbrüchen laut. In Nashville herrscht vor allem eine fröhliche Partystimmung.
Welches Verhältnis haben Sie zu Starverteidiger Shea Weber?
Ich bin sehr beeindruckt von ihm und auch von Ryan Suter. Das ist das beste Verteidigerpaar der Liga. Sie sind meine Lehrmeister und Vorbilder.
Kommst du an sie heran?
Kein Problem. Weber gibt mir jederzeit Tipps, wenn ich ihn frage.
Stürmerstar Mike Fisher war in der Lockout-Saison 2004/05 beim EV Zug. Tauschst du mit ihm Schweizer Erfahrungen aus?
Ja, mit ihm rede ich viel übers Schweizer Eishockey. Er erinnert sich gerne an dieses Jahr.
Hast du Kontakt mit Nationaltrainer Sean Simpson?
Ja natürlich. Er besuchte mich in Nashville und tauschte dabei auch Erinnerungen mit Mike Fisher aus gemeinsamen Zeiten bei Zug aus.
Haben Sie sich an die Countrymusik in Nashville gewöhnt?
(Lacht) Jaja. Aber Gitarre spiele ich noch nicht. Meine Vorlieben bleiben bei Hip-Hop und House.
Aber du fühlst dich dort wohl?
Und wie! Nashville ist eine coole Stadt. Die Bevölkerung ist extrem freundlich. Das Leben gefällt mir sehr gut, und es ist hier im Winter nicht so kalt.
Hast du keine Probleme mit den vielen Reisen? Ihr seid ja die halbe Saison unterwegs.
Nein, das ist eine coole Sache. Diese Atmosphäre liebe ich. Aufenthalte in anderen Städten sind immer interessant.
Ist es als Schweizer schwieriger, in der NHL Fuss zu fassen?
Nein, überhaupt nicht. Man muss einfach seine Leistung bringen.
Welche gegnerischen Spieler haben dich in der NHL beeindruckt?
Gegen Stürmer wie Rick Nash oder die Sedin-Brüder von Vancouver zu spielen, war eindrücklich. Besonders krass war aber Pavel Datsyuk von den Detroit Red Wings.
Warum?
Gegen ihn darfst du nicht auf den Puck schauen, sonst wirds dir schwindlig.
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