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Der Schweizer NHL-Goalie Martin Gerber hat für einmal negativ auf sich aufmerksam gemacht. Der zurückhaltende Emmentaler Schlussmann der Toronto Maple Leafs war so sauer über eine Schiri-Entscheidung, dass er den Puck Richtung Schiedsrichter drosch!
Was war passiert? Kurz vor Schluss musste Gerber den Ausgleichstreffer zum 2:2 hinnehmen. Seiner Ansicht nach kam das zweite Tor nur zustande, weil er stark behindert wurde.
Gerber erhielt eine Spieldauerdisziplinarstrafe, durfte in der Verlängerung nicht mehr mitmachen. Jetzt wurden dem Torhüter gar drei Spielsperren aufgebrummt! Im Video sehen Sie, wie Gerber nach dem Entscheid auf die Schiedsrichter losgeht.
«Ich entschuldige mich dafür, dass ich die Kontrolle verloren habe», sagte Gerber nach dem Spiel, in dem er mit 34 Paraden lange Zeit überzeugt hatte. «Ich wurde ins Netz gestossen, deshalb ging die Scheibe rein.» Er sei sehr verärgert gewesen, habe den Puck ans Plexiglas geknallt und sei für welches Vergehen auch immer vom Eis gestellt worden. «Ich hätte das nicht tun sollen. Das ist offensichtlich.»
Sein Ersatz machte in der Overtime die Sache gut: Curtis Joseph parierte in der Verlängerung alle acht Schüsse der Capitals und hielt auch im Penaltyschiessen seinen Kasten rein. Toronto gewann mit 3:2 nach Penalties. (Si/sim)